Bearbeiten

Mit einem Doppelklick auf das gewünschte Bild in der Übersicht schaltet Picasa in die Vollfenster- und Editieransicht (Abbildung 3). Links neben dem Bild finden Sie diverse Schalter und Regler, mit dem Sie unter anderem die Helligkeit einstellen, Farbkorrekturen vornehmen und das Bild ausrichten. Hinter dem Reiter Effekte verbergen sich diverse Funktionen, mit dem Sie das Bild künstlerisch nachbearbeiten. So fügen Sie ihm beispielsweise einen Farbverlauf hinzu oder verändern die Farbe nach Sepia oder Schwarz-Weiß.

Die vergleichsweise mager ausgestatteten Editierfunktionen stellen allerdings allenfalls ambitionierte Hobby-Knipser zufrieden. So erlaubt beispielsweise die Helligkeitskorrektur lediglich das Aufhellen, nicht jedoch das Abdunkeln von Aufnahmen. Den Kontrast stellt ausschließlich eine Automatikfunktion ein, eine manuelle Korrektur ist nicht möglich.

Abbildung 3: Der Bearbeitungsmodus von Picasa bietet zwar verhältnismäßig wenige Eingriffsmöglichkeiten, ist dafür aber sehr einfach zu bedienen.

Um unteren Bildrand finden Sie einen Schieberegler, mit dem Sie die Ansicht der Aufnahme vergrößern oder verkleinern. Alternativ klicken Sie in das Bild und bewegen den Cursor ein Stück, um die Aufnahme auf 100 Prozent zu vergrößern. Ein Klick auf den Schalter mit der Propellerkappe rechts neben den Größeneinstellungen blendet neben Aufnahmeinformationen ein Histogramm ein, das die Helligkeits- und Farbverteilung im Bild anzeigt.

Möchten Sie mehrere Bilder mit den gleichen Einstellungen bearbeiten, markieren Sie diese und öffnen im Menü Bild | Satz-Bearbeitung. Zur Auswahl stehen eine Auswahl an Werkzeugen aus dem Bearbeitungsfenster, etwa Kontrast (automatisch) oder Scharf stellen. Als weitere Möglichkeit, mehrere Bilder gleichzeitig zu bearbeiten, editieren Sie referenziell eines davon und klicken danach auf Bearbeiten | Alle Effekte kopieren. Nun wählen Sie die Bilder, die Sie auf die gleiche Weise verändern möchten, und gehen danach auf Bearbeiten | Alle Effekte einfügen. Anders als die Namensgebung vermuten lässt, überträgt dieses Werkzeug nicht nur Effekte, sondern sämtliche Bildmodifikationen auf andere Aufnahmen.

Nach jedem Bearbeiten eines Bildes speichert Picasa zunächst nur die Einstellungen und übernimmt sie noch nicht ins Bild. Erst ein Klick auf den Schalter Änderungen speichern in der Thumbnail-Ansicht wendet sie auf das Bild an. Dabei erstellt die Software eine Kopie der Aufnahme und verschiebt das unveränderte Original in das Unterverzeichnis Originals/, das Picasa nicht indiziert.

Transfer

Picasa agiert nicht nur lokal, sondern verfügt vielfältige Möglichkeiten, die Dateien zu versenden. Möchten Sie Ihre Fotos der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, bietet Ihnen Google einen kostenfreien Account von Picasaweb [4]. Um die Bilder hochzuladen, genügt es, die gewünschten auszuwählen und danach den Schalter Webalbum am unteren Fensterrand anzuklicken (Abbildung 4). Besitzen Sie bereits ein Konto, wählen nur noch die gewünschte Auflösung und das Verzeichnis aus, in dem die Bilder auf dem Webservice gespeichert werden.

Abbildung 4: Der Uploadmanager von Picasa transferiert auf Knopfdruck Bilder zum Onlinedienst Picasaweb.

Auch Bloggern hilft Picasa beim Hochladen der Bilder. Allerdings unterstützt Picasa wie beim Webalbum lediglich die Hausmarke Blogspot [5]. Möchten Sie die Bilder lieber auf Ihrem eigenen Webspace hosten, klicken Sie im Menü Ordner | Als HTML-Seite exportieren. Die Software bettet dann die gewählten Bilder samt Thumbnails in eine Webseite ein.

Um Ihre Bild an ein Fotolabor zu senden, klicken Sie auf den Schalter Abzüge. Die Software zeigt danach eine Auswahl an Anbietern, aus denen Sie den passenden wählen.

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