Angetestet
Mehr Geschwindigkeit auf dünnen Leitungen mit Rabbit
Rabbit eignet sich besonders für den Einsatz auf schmalbandigen Verbindungen zwischen Proxy-Server und Web-Client eignet, da das Programm die Datenmenge der zu übertragenden Webseite reduziert. Dazu komprimiert es die Größe von Bildern der Formate JPEG, GIF und PNG auf rund zehn Prozent der ursprünglichen Größe. Dadurch verlieren die Bilder zwar an Detailschärfe, bleiben aber erkennbar. Außerdem komprimiert Rabbit Postscript-, XML- und CSS-Dateien vor der Übertragung an den Browser via Gzip und dampft auf Wunsch auch HTML-Dateien ein.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, mit Filteroptionen den Zugriff auf fragwürdige Webseiten mit Hilfe regulärer Ausdrücke einzuschränken. Diese und andere Einstellungen nehmen Sie mit einem Editor in der gut dokumentierten Konfigurationsdatei vor. Hier finden sich auch Parameter, die einen kaskadierten Einsatz von Rabbit mit anderen Proxy-Servern wie Squid ermöglichen. Die Zugriffskontrolle auf den Proxy-Server lagerten die Entwickler in die beiden Dateien access und users aus. Sie enthalten Benutzerkennungen sowie Passwörter und legen den IP-Bereich fest, dessen Rechner sich zum Proxy verbinden dürfen.
Als Java-Programm läuft Rabbit fast auf jeder Plattform, für die es eine Java-6-Laufzeitumgebung und die Grafiksuite ImageMagick gibt. Über Letztere komprimiert Rabbit die Bilddateien.
Wertung
Rabbit eignet sich als Webseitenbeschleuniger für schmalbandige Netze, sofern die unterliegende Hardware genug Leistung bereitstellt.
Xs-httpd, die schlanke Web-Server-Alternative
Wer private oder kleinere kommerzielle Websites betreibt, für den erscheinen Platzhirsche wie Apache in der Regel als technischer Overkill. Dabei herrscht an kompakten und schnellen Webserver-Alternativen kein Mangel. Eine davon ist Xs-httpd, das Studenten der Universität Eindhoven entwickelt haben.
Das Programm besticht durch seine Kompaktheit und den geringen Ressourcenbedarf. Wer jetzt vermutet, dass dieser mit fehlender Funktionalität erkauft wird, den belehrt die umfangreiche Funktionsliste schnell eines Besseren. Neben Server-Side-Includes und CGI unterstützt Xs-httpd gängige Interpretersprachen wie beispielsweise PHP, beherrscht den Umgang mit Virtual Hosts und besitzt zur sicheren Datenübertragung auch eine integrierte SSL-Implementierung. Selbst eine vollständige IPv6-Unterstützung spendierten die Entwickler dem kompakten Server.
Der Aufbau der Konfigurationsdatei lehnt sich darüber hinaus am Apache-Gegenstück an, sodass sich Umsteiger schnell zurechtfinden. Für wiederkehrende administrative Aufgaben wie das Anlegen oder Ändern von Passwörtern oder das Generieren eines Verzeichnisindex bietet Xs-httpd außerdem eine Reihe nützlicher Kommandozeilenprogramme.
Wertung
Für kleine und mittlere Webauftritte oder den Heimbedarf auf etwas betagter Hardware bietet Xs-httpd eine echte Alternative zu Apache, ohne dass man auf wichtige Funktionen verzichten muss.



