Plasmische Chirurgie
Plasma und die Plasmoiden
Plasmoiden selbst gemacht
Grau ist alle Theorie: Plasmoiden sollen die Anwender auch dazu anleiten, eigene Ideen für den KDE-4-Desktop einfach umzusetzen. Anhand eines Beispiel zeige ich Ihnen im nächsten Heft, wie Sie ein eigenes Plasmoid entwickeln. Alles was Sie dazu brauchen, ist die KDE-4-Entwicklungsumgebung sowie ein paar Kenntnisse im Umgang mit C++ und Qt – dann steht Ihrem ersten Widget nichts mehr im Wege.
Der Autor
Sebastian Kügler (aka "sebas") spielt gerne mit Technologie und dabei meist mit KDE. In der Community kennt man den Entwickler als jemanden, der es oft nicht schafft, seinem Kater den Zugang zu seinem IRC-Client zu verwehren. Als Mitglied des KDE-e.V.-Vorstands, des KDE-Release-Teams und der Marketing Working Group zeichnet er auch für strategische Entscheidungen des Projekts verantwortlich.
Glossar
Applet
Die Programmlogik hinter einem Plasmoid. Das Applet kümmert sich um die Grafik, kennt die Konfigurationsoptionen und verarbeitet Daten aus Data-Engines. Technisch gesehen entspringen alle Plasmoiden der Klasse
Plasma::Applet.Data-Engines
Data-Engines sind Plasma-Plugins, die Zugang zu Informationen verschaffen, indem sie bei Bedarf so genannte Quellen erstellen. Erhalten diese neue Daten, melden die Data-Engines das an die Plasmoiden weiter – entweder bei "Events" wie dem Hinzufügen neuer Hardware oder in regelmäßigen Zeitintervallen.
KIO-System
Eine Schnittstelle der KDE-API, die ein virtuelles Dateisystem nutzt, über das KDE-Anwendungen ohne große Umstände auf Netzwerkdienste wie FTP, SSH oder HTTP zugreifen.
Widgets
Überbegriff für Desktop-Tools, zu denen auch die Dashboard-Widgets von Mac OS, die Google-Gadgets und die Sidebar-Widgets von Windows Vista gehören. Neben den Plasmoiden unterstützt Plasma weitere Widget-Typen: Superkaramba-Themes, Apples Dashboard-Widgets sowie – in Ansätzen – die Google-Gadgets.



