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Distributionen

15.01.2009

Kurz notiert

Nach einigen rechtlichen und menschlichen Turbulenzen gehen die Arbeiten an Gentoo Linux (http://www.gentoolinux.org) mittlerweile wieder weitgehend normal weiter. Das aktuelle Gentoo 2008.0-r1 bringt einen neuen Installer mit, der die Pakete und den Ebuild-Tree von der Live-CD verwendet, sodass er bei der Installation des Grundsystems keinen Internetanschluss benötigt. Grundlage des Systems bildet Kernel 2.6.24, der die Hardware-Unterstützung verbessert. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in dieser Ausgabe ab Seite 16. (-> DVD)

Die Macher der auf Red Hat Enterprise Linux bestehenden Distribution CentOS (http://www.centos.org) haben eine Live-Version von CentOS 5.2 zusammengestellt, die sich als Desktop oder Rettungssystem eignet. Für den Einsatz auf dem Desktop enthält sie OpenOffice 2.3.0, Firefox 3.0, Thunderbird 2.0 und Gimp 2.2.13. Für den Einsatz als Rettungssystem und zur Systemadministration liegen Tools wie Memtest86, QtParted sowie LVM- und RAID-Kommandozeilenprogramme bei. (-> DVD)

Die Entwickler von Debian 5.0 "Lenny" (http://www.debian.org) haben die Distribution auf dem aktuellen Stand eingefroren. Von nun an fließen nur noch Korrekturen für kritische Fehler ein, Änderungen an der Dokumentation und den Übersetzungen bleiben erlaubt. Debmake ist nun nicht mehr enthalten, die Paketbeschreibungen und Changelogs wurden auf UTF-8 umgestellt und als Standardshell kommt die funktionsreiche Dash zum Einsatz.

Der französische Distributor Mandriva (http://www.mandriva.com) hat die erste Beta des kommenden Mandriva 2009.0 zum Download freigegeben. Sie enthält die aktuellen Desktops KDE 4.1 und Gnome 2.23.5, als Standardbrowser arbeitet Firefox 3. Eine aktuelle Version von SynCE soll für einen besseren Datenabgleich mit Windows Mobile sorgen. Läuft alles wie geplant, ist Mandriva 2009.0 am 9. Oktober 2008 fertig.

Mit der Freigabe von OpenSuse 11.1 Alpha1 (http://www.opensuse.org) läuten die Macher von OpenSuse die Arbeit an der nächsten Version ein. Die Alpha basiert auf Kernel 2.6.26 und X.org 7.3 und bringt die aktuellen Versionen von KDE 4 und Gnome mit. Läuft alles läuft wie geplant, liegt OpenSuse 11.1 rechtzeitig zu Weihnachten am 18. Dezember 2008 auf dem Server.

Der amerikanische Computerbauer Dell liefert einige Modelle aus seinem Programm jetzt mit vorinstalliertem Ubuntu 8.04 aus (http://www.dell.de/ubuntu). Es handelt sich dabei um die Notebooks XPS M1330N und Inspiron 1525N sowie den Desktop-Rechner Inspiron 530N. Im August/September sollen noch weitere Rechner mit vorinstalliertem Linux folgen.

Das OpenSuse-Projekt hat Version 1.0 des OpenSuse Build Service (http://build.opensuse.org)fertig gestellt. Er gibt externen Entwickler die Möglichkeit, Programme für die Distribution zu erstellen. Daneben erlaubt der Dienst auch den kompletten Neubau von OpenSuse. Als Zielsysteme unterstützt der Service zudem CentOS, Fedora, Debian, Mandriva und Red Hat Enterprise Linux. Um die Kommunikation zwischen den Paketbetreuern von OpenSuse und den externen Entwicklern zu erleichtern, verfügt der Build Service über Benachrichtigungsfunktionen. Novell bietet die Quellen des Build Service zum Download an, die sich dazu eigenen, einen eigenen Build Server aufzusetzen.

Erstes Servicepack für Ubuntu 8.04

Die Entwickler von Ubuntu (http://www.ubuntu.com) haben das erste Service-Release für Ubuntu 8.04 fertig gestellt. Insgesamt flossen über 200 Updates in die Version 8.04.1 ein. Unter anderem behoben die Entwickler einen Fehler, der unter Last zu einer stotternden Audio-Wiedergabe führte, und hievten Firefox in der finalen Version 3 an Bord. Die aktuell enthaltene Samba-Version arbeitet besser mit NAS-Systemen zusammen. Gnome trägt jetzt die Versionsnummer 2.22.2, was dem aktuellen Stand entspricht. Wer schon Ubuntu 8.04 installiert hat, bekommt die Updates über das Paketmanagement. Für Neuinstallationen stehen ISO-Images auf http://www.ubuntu.com/getubuntu zum Download bereit. Der Datenträger dieser Ausgabe enthält ebenfalls diese Version. (-> DVD)

Subminiatur-Linux aus Frankreich

Das winzige Live-System Slitaz 1.0 (http://www.slitaz.org/en) nimmt auf dem Datenträger kaum 25 MByte Platz ein; im Betrieb verbraucht es nicht mehr als 80 MByte Speicher. Da es vollständig im RAM läuft, arbeitet es sehr schnell. Slitaz nutzt den Xvesa-Treiber von X.org, den schlanken Desktop JVM und den ebenfalls genügsamen Windowmanager Openbox.

Als Browser kommt Firefox 3 zum Einsatz, als Mailclient Ghost in the Mail. Lighthttp dient als einfacher Webserver, SQLite als ebenso simple Datenbank. Alsamixer und MPlayer erlauben das Abspielen von Multimedia-Dateien. Auch als Partitionierungswerkzeug bietet sich Slitaz an, denn GParted befindet sich ebenfalls mit auf der CD.

slitaz.png

Das winzige System Slitaz bringt alle wichtigen Programme für den Internetzugriff und den Multimediagenuss mit.

Admins Werkzeugkasten

Die neue Live-CD Ikki Boot (http://ikkiboot.tuxfamily.org) vereint den Festplattenpartitionierer Parted Magic, das Rettungssystem RIPLinux und das französische Puppy-Derivat Toutou Linux auf einem Medium. Daneben starten Sie über das Bootmenü der CD auch noch das Speichertestprogramm Memtest86+, Super Grub Disk sowie Darik's Boot and Nuke, das den Inhalt einer Festplatte vollständig und spurlos löscht. Während Toutou Linux eher frankophone Benutzer anspricht, liegen die anderen Programme und Distributionen auf Englisch vor. Das 235 MByte große ISO-Image von Ikki Boot liegt unter http://download.tuxfamily.org/ikkiboot/ zum Download bereit.

ikki.png

Ikki Boot enthält zahlreiche Werkzeuge für die Systemadministration.

PCLinuxOS für den EeePC

Die installierbare Live-Distribution Fluxflux-eee (http://fluxflux.net/fluxflux-eee/) hat Thomas Schönhütl auf Basis von PCLinuxOS eigens für den EeePC konfektioniert. Das System ist für den kleinen Bildschirm des Zwergenlaptops optimiert und läuft sowohl auf dem EeePC 700 als auch auf dem aktuellen Modell 900. Es unterstützt die gesamte im EeePC verbaute Hardware inklusive Kamera und Sondertasten.

Als Windowmanager dient Openbox, das sparsam mit den Ressourcen des Netbooks umgeht. Tools und Anwendungen basieren größtenteils auf GTK. Als Textprogramm steht Abiword bereit, mit Firefox 3 browsen Sie im Netz. E-Mail verarbeiten Sie mit Thunderbird, Lightning dient dabei als integrierter Kalender. Für das Telefonieren über Internet ist Skype mit an Bord.

Nach dem Start des Live-Systems von einem externen CD- oder DVD-Laufwerk steht dem Einrichten auf der internen SSD nichts im Weg. Das System belegt dann etwa 1,5 GByte, sodass noch Platz für Daten auf dem internen Laufwerk bleibt. Alternativ installieren Sie Fluxflux-eee auf einen USB-Stick oder ein anderes USB-Laufwerk. Die Distribution liegt auf der Homepage des Projekts in Form eines knapp 500 MByte großen ISO-Images zum Download bereit.

fluxflux.png

Fluxflux-eee kommt in einer optimalen Konfiguration für den EeePC von Asus.

Fedora aktuell

Aktualisierte Installationsmedien von Fedora 9 gibt es jetzt beim Fedora Unity Project (http://fedoraunity.org), das unabhängig von Fedora regelmäßig aktuelle Fassungen der Distribution veröffentlicht. Die Respins genannten Medien enthalten alle bis zum 18. Juli 2008 erschienenen Updates und ersparen so das Herunterladen von maximal 2 GByte Daten aus dem Netz. Sie stehen für verschiedene Architekturen unter http://spins.fedoraunity.org/spins ausschließlich als DVD-Images bereit.

Schupo für das Heimnetzwerk

Die Firewall-Distribution IPCop (http://www.ipcop.org) jetzt in den zwei neuen Versionen 1.4.19 und 1.4.20 vor. IPCop 1.4.19 enthält etliche Updates, darunter auch eines für DNSMasq, das eine Sicherheitslücke im DNS schließt. Version 1.4.20 bekam zusätzlich Kernel 2.4.36 spendiert. Damit fällt das System allerdings größer aus und eignet sich nicht für Rechner mit wenig Speicherplatz. Andererseits bringt es einige neue Netzwerktreiber mit und erweitert den Support für IDE- und SATA-Chips. IPCop liegt in Form von Live- und Installations-CDs auf der Homepage des Projekts zum Download bereit.

Intels Mobilin setzt auf Fedora

Intel setzt für sein Mobile Linux Internet Project (http://www.mobilin.org) in der kommenden Version 2.0 auf Fedora statt Ubuntu als Basis. Mobilin fungiert als System für Netbooks sowie andere kleine Geräte und eignet sich besonders für Intels neue Prozessorplattform Atom. Als Grund für den Wechsel nennt Intels Linux-Chef Dirk Hohndel die Tatsache, dass Fedora RPM als Paketformat verwendet: Das mache es einfacher, nur solche Pakete zu installieren, die unter einer bestimmten Lizenz stehen. Die erste Alpha-Version von Mobilin 2.0 erscheinen voraussichtlich noch im September 2008.

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