Für 399 Euro offerierte Aldi Süd am 3. Juli das Medion-Notebook Akoya Mini E1210 (siehe Tabelle "Technische Daten"). Zwar liefert der Discounter es mit Windows XP aus, es eignet sich aber auch gut als Linux-Rechner. Für die Installation benötigen Sie lediglich ein externes CD-/DVD-Laufwerk und eine passende Distribution.
Technische Daten
| Hersteller / Modell | Medion Akoya Mini E1210 |
|---|---|
| CPU | Intel Atom N270, 1,6 GHz |
| Hauptspeicher | 1 GByte (1 x 1 GByte) |
| Festplatte | WD Scorpio (WD800BEVS), S-ATA, 80 GByte |
| Display | 10 Zoll, 1024 x 600 Pixel |
| Webcam | Bison ( max. 640 x 480 Pixel) |
| Kommunikation | Fast Ethernet (Realtek ), 801.11b/g/n (Ralink 2860) |
| Anschlüsse | 3 x USB 2.0, SD-Kartenleser, Mic-In, Audio-Out, VGA-Out |
| Gewicht (inkl. Akku) | 1135 g |
| Neupreis | 399 Euro |
| Bezugsquelle | Ebay (bei Aldi ausverkauft) |
Etwas wählerisch
Nicht jede Distribution lässt sich problemlos auf dem Medion-Rechner installieren. Ubuntu-Benutzer setzen am besten Version 7.10 oder 8.04.1 ein. Mit Ubuntu 8.04 klappt die Installation dagegen nicht. Mit dem gleichen Problem haben auch Fedora-Fans zu kämpfen: hier bleibt der Installer ebenfalls bei den ersten Schritten hängen. Problemlos installieren lassen sich OpenSuse 11.0 und Sabayon 3.5. Der Artikel beschreibt im Folgenden das Setup für Ubuntu 8.04.1 und OpenSuse 11.0.
Webcam einrichten
Mit Ausnahme der integrierten Webcam und des WLAN-Moduls bringen Ubuntu 8.04.1 und OpenSuse 11.0 sämtliche benötigten Treiber mit. Für die Webcam hat das UVC-Projekt [1] innerhalb einer Woche passende Treiber zur Verfügung gestellt. Um diese zu installieren, laden Sie über
$ svn checkout svn://svn.berlios.de/linux-uvc/linux-uvc/trunk
die neueste Version von linux-uvc herunter und wechseln mit dem Befehl cd trunk ins neue Verzeichnis. Benutzen Sie Ubuntu, müssen Sie die Datei Makefile noch anpassen: Ändern Sie den Eintrag INSTALL_MOD_DIR := usb/media in Zeile 3 zu INSTALL_MOD_DIR := ubuntu/media/usbvideo. Danach übersetzt make den Treiber, sudo make install kopiert das Kernelmodul an die richtige Stelle. Ob alles funktioniert hat, zeigt Ihnen die Ausgabe von luvcview -f yuv.
Benutzer von OpenSuse finden Luvcview bei Packman. In den Tests zeigte der KDE-4-Desktop kein Bild an. Als Ursache entpuppten sich die eingeschalteten Desktop-Effekte von KDE 4. Abhilfe schafft hier der Starten von Luvcview mit der Option -w (Abbildung 1). Möchten Sie Skype oder Kopete mit Videofunktion nutzen, müssen Sie die Desktopeffekte von KDE 4 deaktivieren, und auch Compiz dürfen Sie dann unter OpenSuse nicht nutzen. Andere Fenstermanager betrifft das Problem nicht.



