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Bleeding Edge

Basteln an KDE 4

Bash anpassen

Eine Techbase-Webseite [6] präsentiert einen Codeschnipsel, der die neuen Funktionen enthält (Abbildung 2). Dieses Wissen kommt in die versteckte Datei .bashrc, die Ubuntu beim Anlegen des Benutzers automatisch erzeugt. Die Bash lernt so neue Kommandos, die Sie zum Übersetzen der KDE-Module brauchen.

Abbildung 2

Abbildung 2: So lernt die Bash: KDEs Techbase hält den Code bereit, mit dem Sie aus dem Standarduser kde-devel einen KDE-4-Entwicklungshelfer machen.

Um den Code zu ergänzen, kopieren Sie den Abschnitt unterhalb von The Code bis zum Ende der Seite. Dann drücken Sie [Alt]+[F2] und geben kdesu kate (unter KDE) oder gksu gedit (unter Gnome) ein, um einen Editor mit Root-Rechten aufzurufen. Darin öffnen Sie die Datei ~/.bashrc und fügen den eben kopierten Text hinter der letzten Zeile in die Datei ein. Nach dem Speichern müssen Sie eventuell noch die Rechte an den auszuführenden Benutzer anpassen:

$ sudo chown kde-devel:kde-devel /home/kde-devel/.bashrc

Damit die Bash auch von der neuen Weltordnung erfährt, melden Sie sich erstmals als Benutzer kde-devel an und lesen die Datei dann ein:

$ sux - kde-devel
$ source .bashrc

Dank des zweiten Befehls liest die Bash sämtliche Kommandos, die sie in der veränderten Datei .bashrc findet, und führt sie aus. Um den Erfolg der Operation zu überprüfen, tippen Sie anschließend cm in das Terminal und drücken zweimal [Tab]. In der angezeigten Liste sollte auch der Eintrag cmakekde stehen. Mit dieser Funktion übersetzen Sie später die KDE-Module. Zusätzlich legt der Code ein Verzeichnis namens ~/kde/src an – das Wurzelverzeichnis für die spätere KDE-Entwicklung.

Den Softwarepool plündern

Zum Entwickeln brauchen Sie Code. Also ziehen Sie die notwendigen KDE-Module (die Verzeichnisse kdebase, kdelibs usw.) aus dem Entwicklungszweig Trunk. Wichtig ist, dass Sie die Module in der richtigen Reihenfolge übersetzen (Listing 1). Dank der neuen .bashrc hält der Entwicklungshelfer nun Werkzeuge bereit, die Ihnen dabei helfen.

Listing 1
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/kdesupport/
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdelibs
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdepimlibs
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdebase
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/playground/base/plasma
$ svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdeplasma-addons

TIPP

Scheitert das Übersetzen eines Moduls, fehlt in den meisten Fällen entweder ein anderes KDE-Modul, von dem Ihr gerade übersetztes Modul abhängt, oder ein Entwicklerpaket, was die Fehlermeldung häufig verrät.

Wie der KDE-4-Softwarepool konkret aussieht, erfahren Sie nach dem Besuch der KDE-Trunk-Webseite [7], die den KDE-Entwicklerzweig in voller Schönheit im Web abbildet (Abbildung 3). Bei den einzelnen Ordnern handelt es sich um die KDE-Module, etwa kdelibs oder kdebase. Sie sehen auch, wer zuletzt am Code gearbeitet hat. In Abbildung 3 lässt sich etwa erkennen, dass die neue Revision (also die letzte Änderung) am Modul kdebase gerade einmal 10 Minuten alt ist.

Abbildung 3

Abbildung 3: Der Entwicklerzweig Trunk lässt sich auch im Web beobachten. Im KDE-Modul kdebase wurde vor 10 Minuten Code eingecheckt.

Einige dieser Module laden Sie später über den Subversion-Client herunter. Da KDE-Entwickler Trunk ständig um Code ergänzen, sollten Sie sämtliche Module auf einmal auschecken, bevor Sie sie übersetzen. Es passiert auch, dass der Prozess einige Zeit beansprucht oder gar abbricht, weil die Server überlastet sind. Besonders am Montag laden viele Entwickler offenbar Code auf den Server – meiden Sie diesen Wochentag.

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