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Bleeding Edge

Basteln an KDE 4

25.02.2009 Dank der Trunk-Version von KDE 4.1 verfolgen Sie nicht nur tagesaktuell, wie KDE 4 sich entwickelt, Sie entwickeln auch selbst für KDE 4: Plasmoiden, Bibliotheken – was Sie wollen.

Mini-Serie: KDE 4 in der Praxis

Einführung

Was ist Plasma?

LU 09/2008

Teil 1 KDE 4 Trunk aufsetzen LU 09/2008
Teil 2 Plasmoiden entwickeln LU 10/2008
Ausblick KDE 4: Woher, wohin? LU 10/2008

"Mittendrin statt nur dabei", tönte einst ein Sportsender. Das kennen KDE-Nutzer auch: Von Release zu Release löffeln sie aus, was ihnen die Entwickler einbrocken, und sind dabei meist auf die KDE-Four-Live-Versionen [1] von Stephan Binner angewiesen, um die neuen Features zu begutachten. Es geht auch anders.

Wollen Sie mittendrin sein, installieren Sie die KDE-Entwicklungsumgebung mit der allerneuesten KDE-Version direkt aus Trunk. Einmal aufgesetzt, laden Sie jederzeit die neuesten Updates herunter, übersetzen nur den geänderten Code und lassen KDE in einem eigenen Fenster – auch im Vollbildmodus – laufen (Abbildung 1). Im Test dienten Ubuntu 7.10 und ein Kubuntu 8.04 als Wirtssysteme.

Abbildung 1: Nach der Installation läuft KDE 4 auf Ihrem gewöhnlichen System in einem Extrafenster, wo Sie es in aller Ruhe testen oder gar weiterentwickeln.

Wer selbst Anwendungen für KDE 4 entwickeln will, braucht die Umgebung ohnehin. Wollen Sie Plasmoiden für KDE 4 programmieren, wie es Sebastian Kügler vom KDE-Projekt im nächsten Heft beschreibt, brauchen Sie die Build-Umgebung also auch. Alle für das Aufsetzen der Umgebung relevanten Informationen finden Sie auch auf KDEs Techbase [2] – wir haben die Informationen noch einmal gebündelt und sortiert. Die Online-Plattform liefert auch hilfreiche Ratschläge, um auftretende Probleme zu bewältigen.

Viele Pakete

Bevor es losgeht, müssen Sie für Ihre Linux-Distribution eine Reihe von Paketabhängigkeiten auflösen. Auf Techbase gibt es für die verschiedenen Distributionen Listen mit der zu installierenden Software [3]. Opensuse-Anwender (10.3 und 11) finden 1-Click-Install-Buttons [4], um sämtliche Pakete mit einem Mausklick auf den Rechner zu ziehen. Ubuntu-Nutzer installieren am besten die komplette Liste von Paketen unter [5]. Markieren Sie in der zweiten Auflistung alle Paketnamen unter optional packages (also alles außer sudo aptitude install), kopieren Sie die Namen mit [Strg]+[C] und öffnen Sie eine neue Konsole. Tippen Sie sudo apt-get install und drücken Sie [Strg]+[V], um die Paketnamen einzufügen. Ubuntu fragt nun nach dem Root-Password und spielt die Software ein.

Der Entwicklungshelfer

Für die KDE4-Entwicklung legen Sie einen neuen User namens kde-devel an. Der kennt später die richtigen Umgebungsvariablen, um KDE 4 störungsfrei zu betreiben. Nicht nur zum Entwickeln und Testen melden Sie sich als Benutzer kde-devel an, sondern auch, um KDE 4 zu aktualisieren und neu zu übersetzen. Die Kommandos

$ sudo useradd -m kde-devel -s /bin/bash
$ sudo passwd kde-devel

legt den Entwicklungshelfer an (dafür brauchen Sie Root-Rechte) und vergeben ein Passwort für den Account.

Im Home-Verzeichnis erscheint nun der neue Ordner kde-devel. Der gleichnamige Benutzer drückt nun die Schulbank und lernt neue Funktionen und Variablen kennen.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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