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15.01.2009

Bashburn bringt die Konsole zum Brennen

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Das Brennen von CDs gehört mittlerweile ebenso zu den Standardaufgaben wie das Ausdruck von Dokumenten. Neben zahlreichen grafischen Tools, die dem Anwender beim Zusammenstellen und Brennen eigener Datenträger assistieren, existiert mit Bashburn eine Brennsoftware für die Konsole, die der grafischen Konkurrenz in Funktionsumfang und Bedienkomfort durchaus das Wasser reicht. Wie die meisten grafischen Tools arbeitet Bashburn nur als Frontend, das sich gängiger Programme wie Mkisofs, Cdrecord oder Cdrdao bedient.

Nach dem Start zeigt das Programm eine rudimentäre Textoberfläche, in der Sie über Tastenkürzel das Erstellen von Audio- und Daten-CDs oder das Generieren von ISO-Dateien anstoßen. Hier finden sich auch die Konfigurationsmenüs des Programms: Darin legen Sie fest, unter welchem Device-Namen der Brenner im System arbeitet oder wo Bashburn die ISO-Dateien speichert. Die erweiterte Konfiguration bietet außerdem die Möglichkeit, die Pfade der Hilfsprogramme sowie die zu übergebenden Parameter anzupassen.

Beim Erstellen einer Audio-CD wählen Sie, ob Sie eine 1:1-Kopie anlegen oder den Inhalt sofort MP3-kodiert auf die Platte schreiben möchten. Alternativ erstellen Sie eine CD direkt aus MP3-Dateien oder einer XMMS-Playlist, um nur einige der Optionen des Audio-CD-Menüs zu nennen. Das Menü zum Erstellen von Daten-CDs umfasst hingegen nur fünf Optionen, zu denen unter anderem das Formatieren von wiederbeschreibbaren DVDs oder CDs zählt. Für die Arbeit mit ISO-Dateien oder das Anlegen von Multisession-Datenträgern bietet Bashburn eigene Untermenüs.

Bashburn 2.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://bashburn.sourceforge.net

Wertung

Bashburn bringt als Shellskript die Funktionalität großer grafischer Brennersoftware wie K3b auf die Konsole.

Dwdiff vergleicht Texte Wort für Wort

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Zum Vergleichen von zwei Textdateien greifen die meisten Linux-Anwender auf das bewährte Diff zurück. Das Tool vergleicht jedoch nur zeilenweise und seine Ausgabe fällt insbesondere bei zahlreichen Änderungen nicht sehr übersichtlich aus. Wer hingegen Texte auf Wortbasis vergleichen möchte, für den gehört Dwdiff zu den Tools der Wahl. Im Grunde genommen handelt es sich bei Dwdiff um ein Frontend für Diff, das in seiner Funktionsweise dem Programm Wdiff ähnelt.

Anders als Wdiff, das ebenfalls wortbasierte Textvergleiche vornimmt, haben Sie bei Dwdiff die Möglichkeit, Trennzeichen und Leerraum frei zu definieren. Als Leerraum ("Whitespace") bezeichnet man Zeichen, die Worte voneinander trennen – meist handelt es sich dabei um Leerzeichen. Dwdiff erlaubt es aber auch, andere Worttrenner festzulegen und somit flexibler zu arbeiten.

Je nach Konfiguration ignoriert das Programm außerdem Groß/Kleinschreibung sowie Formatierung. Im Gegensatz zu Diff liefert Dwdiff als Ergebnis den vollständigen neuen Text zurück, wobei es alle Änderungen durch Klammern anzeigt. Plus- beziehungsweise Minuszeichen signalisieren dabei, ob ein Wort hinzukam oder wegfiel. Alternativ besteht die Option, nur die geänderten Stellen anzuzeigen und die einheitlichen Textpassagen zu unterdrücken.

Dwdiff 1.4

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://os.ghalkes.nl/dwdiff.html

Wertung

Dwdiff prüft Texte wortbasiert auf Änderungen. Dazu nutzt es die bewährten Vergleichsalgorithmen von Diff, gibt das Ergebnis aber wesentlich übersichtlicher aus.

Srm entfernt Dateien gründlich

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Der Schutz der persönlichen Daten steht heute mehr denn je im Fokus. Zu den Schwachpunkten gehört vor allem das Löschen von Dateien – mit geeigneten Tools lassen sich die entschwunden geglaubten Daten meist sehr leicht rekonstruieren. Mit Srm (Secure Rm) gibt es nun einen digitalen Reißwolf für die Kommandozeile. Im Gegensatz zum einfachen Rm überschreibt Srm die zu löschende Datei mehrfach, benennt sie um und fragmentiert sie, bevor es sie schließlich aus der File Allocation Table entfernt.

Laut Entwickler durchläuft Srm bis zu 35 Überschreibvorgänge, um die Daten auch wirklich unleserlich zu machen. Wer so viel Gründlichkeit nicht benötigt, reduziert mit den Parametern --dod, --openbsd und --simple die Anzahl der Überschreibvorgänge auf sieben, drei oder einen. Da sich Srm ansonsten in den Parametern kompatibel zu Rm verhält, benötigt die Software kaum ein Einarbeiten.

Secure Rm 1.2.9

Lizenz: MIT License

Quelle: http://srm.sourceforge.net

Wertung

Secure Rm sorgt dafür, dass Daten beim Löschen von Platte wirklich unwiederbringlich den Weg ins Datennirvana gehen.

Galactic Killdozer: Renaissance von Boulder Dash

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2D-Spiele besitzen auch heutzutage noch einen großen Reiz. Kaum verwunderlich also, dass Klassiker der 8-Bit-Ära eine Renaissance erleben – wie wie Boulder Dash als Galactic Killdozer. Der neue Name klingt brachialer, die Spielidee aber bleibt die gleiche: Mit einem Bulldozer befreien Sie in dreißig Leveln Planeten von feindlichen Aliens. Dazu bewegen Sie sich möglichst geschickt in einem Tunnellabyrinth, graben neue Stollen zu begehrten Ressourcen und weichen Feinden aus.

Zu den verfügbaren Ressourcen zählen neben Treibstoff auch Bomben, die Sie geschickt auf Angreifer werfen. Geht das Waffenarsenal zu Ende, wehren Sie die Angreifer mit den überall herumliegenden Felsblöcken ab. Attacken drohen aus zwei unterschiedlichen Richtungen: Die dreieckigen Trigons treten in großer Zahl auf und irren hektisch umher – das macht es schwer, ihre Wege im Tunnel vorherzusehen. Die rundlichen Circsaws hingegen agieren vergleichsweise clever. Sie explodieren anders als die Trigons jedoch schon beim bloßen Kontakt mit Bomben: Hier empfiehlt sich die schnelle Flucht.

Galactic Killdozer 20080706

Lizenz: MIT License

Quelle: http://killdozer.sourceforge.net

Wertung

Galactic Killdozer erweckt den 8-Bit-Klassiker Boulder Dash zu neuem Leben.

Sitecopy aktualisiert Webpräsenzen im Handumdrehen

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Die eigene Website zählt heute fast schon zum guten Ton, bringt aber einen nicht zu unterschätzenden Aufwand mit sich. Damit dieser nicht ausufert, unterstützt Sitecopy Sie bei der Synchronisation des lokalen Testfelds mit der produktiven Webpräsenz. Über die gängigen Protokolle FTP und WebDAV laden Sie mit dem Tool neue Daten hoch oder aktualisieren die lokale Version. Der integrierte Proxy-Support ermöglicht es, die Software hinter einer Firewall zu verwenden.

Sitecopys Konfigurationsdatei fällt übersichtlich aus: Jedem Server ordnet die Software einen eindeutigen Namen und Konfigurationsblock zu. Standardmäßig lagert die Konfiguration im Home-Verzeichnis des Benutzers – gemeinsam mit einen Sitecopy-Verzeichnis, in dem das Programm seine Statusinformationen zur jeweiligen Site ablegt. Zum Schutz der Daten vor unberechtigten Zugriffen legt das Tool großen Wert auf richtig gesetzte Zugriffsrechte, ohne die es den Start verweigert.

Die Zugriffsrechte auf die zu synchronisierenden Dateien ignoriert Sitecopy hingegen im Normalfall. Über die Option Permissions passen Sie dieses Verhalten aber für jede Website individuell an. Außerdem legen Sie in der Konfiguration das Lösch- und Überschreibverhalten von Sitecopy fest. Auf Wunsch schließen Sie Dateien mit Hilfe vordefinierter Muster von der Synchronisation aus.

Welche Dateien Sitecopy synchronisiert, ermittelt es anhand des File-Status in seiner Datenbank. Je nach Konfiguration erfasst das Programm nur Dateigröße und Änderungszeit oder legt eine MD5-Prüfsumme für jede Datei ab. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheiden Sie für den Einzelfall.

Sitecopy 0.16.6

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.manyfish.co.uk/sitecopy/

Wertung

Sitecopy bietet eine gute Alternative, um Web-Seiten via FTP oder Webdav abzugleichen. Die Möglichkeit, viele Optionen pro Site zu konfigurieren, macht auch die Arbeit mit mehreren Präsenzen leicht.

Port-Sharing für SSH und SSL

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Für SSH- und SSL-Dienste existiert mit SSLH ein Wrapper, der es beiden Diensten erlaubt, sich einen Port zu teilen. Das Programm besteht aus einem einzigen C-File. Im Vergleich zur gleichnamigen Perl-Implementation arbeitet die C-Variante zügiger, sofern man dem Entwickler glauben darf.

Ohne Parameter gestartet, verbindet sich SSLH mit Port 443 und wartet auf Verbindungen. Eingehende SSH-Connections reicht das Programm an den lokalen Port 22 durch, eingehenden SSL-Verbindungen an den lokalen Port 442. Die Verbindungsparameter passen Sie – ebenso wie den externen Port – beim Programmstart beliebig an. Zum Start auf einem privilegierten Port wie 443 benötigt SSLH Root-Rechte, die es aber sofort wieder abtritt. Falls nicht anders festgelegt, läuft das Programm anschließend mit den Rechten des Nutzers nobody weiter.

Ob es sich bei eingehenden Verbindungen um SSL- oder SSH-Anfragen handelt, entscheidet die Software anhand des jeweiligen Verbindungsaufbaus. Schreibt der Client dabei bereits Daten in den jeweiligen Socket, geht das Tool davon aus, dass es sich um eine SSL-Verbindung handelt; andernfalls leitet es die Daten an den SSH-Server weiter.

SSLH 1.3

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.rutschle.net/tech/sslh.shtml

Wertung

SSLH eignet sich als Alternative für all jene, die hinter einer restriktiven Firewall arbeiten oder den SSH-Port ihres Servers ohne Aufwand verstecken möchten.

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