Angetestet
Sitecopy aktualisiert Webpräsenzen im Handumdrehen
Die eigene Website zählt heute fast schon zum guten Ton, bringt aber einen nicht zu unterschätzenden Aufwand mit sich. Damit dieser nicht ausufert, unterstützt Sitecopy Sie bei der Synchronisation des lokalen Testfelds mit der produktiven Webpräsenz. Über die gängigen Protokolle FTP und WebDAV laden Sie mit dem Tool neue Daten hoch oder aktualisieren die lokale Version. Der integrierte Proxy-Support ermöglicht es, die Software hinter einer Firewall zu verwenden.
Sitecopys Konfigurationsdatei fällt übersichtlich aus: Jedem Server ordnet die Software einen eindeutigen Namen und Konfigurationsblock zu. Standardmäßig lagert die Konfiguration im Home-Verzeichnis des Benutzers – gemeinsam mit einen Sitecopy-Verzeichnis, in dem das Programm seine Statusinformationen zur jeweiligen Site ablegt. Zum Schutz der Daten vor unberechtigten Zugriffen legt das Tool großen Wert auf richtig gesetzte Zugriffsrechte, ohne die es den Start verweigert.
Die Zugriffsrechte auf die zu synchronisierenden Dateien ignoriert Sitecopy hingegen im Normalfall. Über die Option Permissions passen Sie dieses Verhalten aber für jede Website individuell an. Außerdem legen Sie in der Konfiguration das Lösch- und Überschreibverhalten von Sitecopy fest. Auf Wunsch schließen Sie Dateien mit Hilfe vordefinierter Muster von der Synchronisation aus.
Welche Dateien Sitecopy synchronisiert, ermittelt es anhand des File-Status in seiner Datenbank. Je nach Konfiguration erfasst das Programm nur Dateigröße und Änderungszeit oder legt eine MD5-Prüfsumme für jede Datei ab. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheiden Sie für den Einzelfall.
Sitecopy 0.16.6
Lizenz: GPLv2
Quelle: http://www.manyfish.co.uk/sitecopy/
Wertung
Sitecopy bietet eine gute Alternative, um Web-Seiten via FTP oder Webdav abzugleichen. Die Möglichkeit, viele Optionen pro Site zu konfigurieren, macht auch die Arbeit mit mehreren Präsenzen leicht.
Port-Sharing für SSH und SSL
Für SSH- und SSL-Dienste existiert mit SSLH ein Wrapper, der es beiden Diensten erlaubt, sich einen Port zu teilen. Das Programm besteht aus einem einzigen C-File. Im Vergleich zur gleichnamigen Perl-Implementation arbeitet die C-Variante zügiger, sofern man dem Entwickler glauben darf.
Ohne Parameter gestartet, verbindet sich SSLH mit Port 443 und wartet auf Verbindungen. Eingehende SSH-Connections reicht das Programm an den lokalen Port 22 durch, eingehenden SSL-Verbindungen an den lokalen Port 442. Die Verbindungsparameter passen Sie – ebenso wie den externen Port – beim Programmstart beliebig an. Zum Start auf einem privilegierten Port wie 443 benötigt SSLH Root-Rechte, die es aber sofort wieder abtritt. Falls nicht anders festgelegt, läuft das Programm anschließend mit den Rechten des Nutzers nobody weiter.
Ob es sich bei eingehenden Verbindungen um SSL- oder SSH-Anfragen handelt, entscheidet die Software anhand des jeweiligen Verbindungsaufbaus. Schreibt der Client dabei bereits Daten in den jeweiligen Socket, geht das Tool davon aus, dass es sich um eine SSL-Verbindung handelt; andernfalls leitet es die Daten an den SSH-Server weiter.
SSLH 1.3
Lizenz: GPLv2
Quelle: http://www.rutschle.net/tech/sslh.shtml
Wertung
SSLH eignet sich als Alternative für all jene, die hinter einer restriktiven Firewall arbeiten oder den SSH-Port ihres Servers ohne Aufwand verstecken möchten.



