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15.01.2009

Mehr Druck: Turboprint 2 für Linux

Mangelt es an Open-Source-Treiber für den neu gekauften Drucker, dann bietet das kommerzielle Turboprint (http://zedonet.eu/index.php?de_prod_tp) eine interessante Alternative. Der Treiber versteht sich nicht nur mit zahlreichen gängigen Drucker-Modellen (http://zedonet.eu/index.php?de_prod_tp_printers), sondern bietet eine ganze Reihe komfortabler Funktionen.

Zu den neuen Fähigkeiten von Turboprint 2 zählt unter anderem das verbesserte Farbmanagement: Die integrierte Software korrigiert die Druckerfarben, nimmt Einfluss auf die Farbbalance und erleichtert in der "Studio"-Version Profis einen farbexakten CMYK-Druck und das Erstellen eigener ICC-Profile. Vor dem Drucken korrigiert Turboprint automatisch die Gamma-Werte und die Farben des Drucks. Ein Status-Monitor zeigt dem Anwender nun die aktuelle Druckerwarteschlange, den Tintenfüllstand und den Status des genutzten Druckers an, auch wenn dieser im Netzwerk hängt.

Die integrierte Druckvorschau beugt Fehldrucken vor, als papiersparend und damit umweltfreundlich erweist sich auch die manuelle Duplex-Funktion: Da gerade in Privathaushalten nur wenige Drucker ein beidseitiges Drucken erlauben, erinnert die Software daran, das Papier umzudrehen, bevor es mit dem Drucken weitergeht.Über Tintenmanagement und die Kontrolle eines Farbauftrags spart man beim Drucken laut Webseite bis zu 30 Prozent Tinte, ohne dass die Qualitätsabstriche optisch auffallen. Dazu spart die Software bei gesättigten Farben und wählt bei Fotodrucken dunklere und effektivere Farbtinten.

Der Hersteller Zedonet bietet Turboprint 2 als uneingeschränkte 30-Tage-Testversion inklusive der erweiterten Farbmanagementfunktionen der "Studio"-Variante zum Download an. Bei Gefallen erwerben Sie für 29,95 (Turboprint 2 "Pro") respektive 59,95 Euro (Turboprint 2 "Studio") einen Lizenzschlüssel, mit dem Sie das Programm freischalten. Updates von Turboprint-1.x-Versionen gibt es für 17,95 ("Pro") beziehungsweise 39,95 ("Studio").

Truecrypt 6: Versteckte Datencontainer für Linux

Die Entwickler der quelloffenen Verschlüsselungssoftware Truecrypt (http://www.truecrypt.org) haben die neue Version 6.0 veröffentlicht. Eine der wichtigsten Neuerungen stellt die Unterstützung von Multicore-CPUs dar, die laut den Entwicklern auf entsprechenden Rechnern sowohl die Ver- als auch die Entschlüsselung fast linear beschleunigt: So soll Truecrypt auf einem Quad-Core-Prozessor vier Mal schneller arbeiten als bislang.

Unter Linux erstellt das neue Truecrypt nun auch versteckte Datencontainer ("Hidden Volumes") und nutzt die Verschlüsselungsfunktionen des Kernels im XTS-Modus. Letzteres soll ebenfalls die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöhen. Da der XTS-Modus derzeit allerdings noch als experimentell gekennzeichnet gilt, lässt sich alternativ auch noch den bisherigen Weg über ein FUSE-Dateisystem gehen.

Für die Datencontainer ("Volumes") verwendet Truecrypt 6 nun ein modifiziertes Dateiformat, das die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Erweiterbarkeit weiter verbessern soll. So enthalten alle mit der neuen Version erstellten Volumes eine Sicherung des "Headers", der alle zum Mounten erforderlichen Informationen speichert. Das verhindert, dass wie bei den bisherigen Versionen bei einem Defekt am Header die Daten im Volume verlorengehen.

Zu diesen Hauptänderungen gesellen sich weitere Detailverbesserungen und Fehlerkorrekturen. Einige der neuen Funktionen bleiben allerdings wieder einmal ausschließlich Windows-Anwendern vorbehalten, wie etwa die äußerst interessante Möglichkeit, ein verschlüsseltes, verstecktes Betriebssystem laufen zu lassen. ->DVD

Truecrypt 6 unterstützt versteckte Datencontainer, die sich innerhalb eines normalen Truecrypt-Volumes verbergen. Beim Zugriff auf den umgebenden Container muss man die "Hidden Volumes" vor versehentlichem Überschreiben schützen.

"Jack Keane" jetzt auch für Linux

Die Linux-Version des 3D-Grafikadventures "Jack Keane" (http://www.jackkeane.de/) lässt sich ab sofort käuflich im Handel erwerben. In dem Spiel willigt der gleichnamige Held aus Geldsorge ein, einen mysteriösen Agenten zu einer Insel namens Tooth Island zu befördern. Das Schiff zerschellt, Jack strandet auf der Insel und der Agent verschwindet auf merkwürdige Weise. Natürlich beginnt der Spaß hier erst wirklich, denn wie so oft beherrscht ein verrückter Wissenschaftler die Insel, und eine junge Frau namens Amanda kommt auch bald ins Spiel.

Auf "Tooth Island" erwarten Held Jack eine haarsträubende Jagd quer über die Insel und ein fulminanter Showdown gegen einen finsteren Widersacher und seine Schergen. (Bild: 10tacle Studios AG)

Im dem Point-and-Klick-Abenteuer, das an Klassiker wie Monkey Island erinnert, geht es darum, zahlreiche verschrobene Rätsel zu lösen, wobei man meist etwas um die Ecke denken muss. Das von der Spieleschmiede Deck 13 entwickelte Adventure tritt in die Fußstapfen der ziemlich witzigen Vorläufer Ankh und Ankh 2 und räumte bereits einige Preise ab. In üblicher Manier hat Portierungsspezialist Runesoft (http://www.rune-soft.com) "Jack Keane" jetzt nach Eingang von 250 Vorbestellungen für Linux angepasst. Sie erhalten das Adventure nicht nur bei Runesoft, sondern auch bei Versandanbietern wie Ixsoft (http://www.ixsoft.de) zum Preis von 40 Euro.

Kein Centrino 2 mit Linux in Sicht

Chiphersteller Intel (http://www.intel.com) hat am 30. Juli in München offiziell seine neue Mobilprozessorplattform Centrino 2 vorgestellt. Dazu hatten sich auch rund 20 Notebook-Vertriebspartner für eine Mini-Ausstellung versammelt. Von unserer Schwester Linux-Magazin Online nach ihrer Linux-Strategie gefragt, winkten Hersteller wie Acer, Asus, Maxdata, LG Electronics, Medion oder MSI aber lediglich ab: "Die Nachfrage ist nun mal Windows." Die wenigsten haben Linux-Notebooks auch nur im Angebot.

Von den vertretenen Ausstellern beschäftigt sich lediglich die niedersächsische Brunen-IT-Gruppe – sie vertreibt die Marken One (http://www.one.de) und XMX – zurzeit intensiv mit Linux. Schon seit einiger Zeit bietet Brunen das Netbook One A110 mit Ubuntu 8.04 an; nun arbeitet das kleine Team daran, das bereits mit Windows erhältliche Mini-Notebook A450 für Linux startklar zu machen.

Aufbruch in Richtung Gnome 3.0

Auf Gnome 2.28 folgt im März 2010 Gnome 3.0 – dieser Vorschlag für einen neuen Zeitplan zur nächsten Major Release des Gnu-Desktops steht seit der Gnome Users and Developers Conference (Guadec) in Istanbul Anfang Juli zur Diskussion. Als Basis dazu wird zunächst einmal das zugrunde liegende grafische Toolkit Gtk+ auf Version 3 runderneuert – zurzeit liegt es in Version 2.12 vor.

Wie der Entwickler Kristian Rietveld auf der Guadec bekannt gab, soll Gtk+ 3.0 erst einmal keine großartig neuen Funktionen bringen, sondern vor allem mit Schwächen, Ungereimtheiten und veralteten Funktionen der 2er-Serie aufräumen. Steht die geforderte solide und verschlankte Basis, könnten in späteren Versionen schon lange im Gespräch befindliche Funktionen wie Alpha-Transparenz oder Compositing- und Animationsmöglichkeiten folgen. Allerdings ist jetzt schon klar, dass die Renovierungsarbeiten einen Bruch der in der Gtk+-2.x-Serie strikt durchgehaltenen API/ABI-Kompatibilität bedeuten – es gilt also, alle Anwendungen für Gtk+ 3.0 anzupassen. Für eine weiche Migration soll dabei das in etwa einem Jahr erscheinende Gtk+ 2.16 sorgen, das beim Aufruf veralteter Funktionen explizit warnt.

Doch nicht alle Gnome-Entwickler goutieren diese Pläne, Gnome-Urvater Miguel de Icaza warnt in seinem Blog (http://tirania.org/blog/archive/2008/Jul-14.html) sogar explizit davor, aus Gnome 3.0 ein "zweites KDE 4.0" zu machen. Er fordert vorab eine klare Roadmap, funktionalen Code der Technologien zum Testen und vor allem eine Diskussion über die Schnittstellen in der Entwicklergemeinschaft.

Kurz notiert

Am 10. und 11. Oktober finden in der Hauptstadt des nördlichsten Bundeslands die 6. Kieler Linuxtage statt (http://www.kieler-linuxtage.de). Im Kieler Innovations- und Technikzentrum erwartet die Besucher am Freitag ein klassisches Vortrags- und Ausstellungsprogramm, wobei die Spanne der Themen von Embedded-Anwendungen über OLPC bis zum Firmen-Musterbüro reicht. Den Community-Fokus hält am Samstag eine Linux-Unconference hoch. Der Eintritt bleibt an beiden Tagen kostenlos.

Nur knapp zwei Monate nach dem Erscheinen von Banshee 1.0 gibt es mit Banshee 1.2 (http://banshee-project.org) bereits einen Nachfolger. Der führt nicht nur einige neue Features ein, sondern bereinigt auch über 80 Fehler der stabilen Version 1.0. So kann Banshee nun tatsächlich mit Radiosendern umgehen, importiert Amarok-Dateien mitsamt Metadaten, nutzt Last.fm als Lieferant von Cover-Art und gibt Empfehlungen bei abgespielter Musik.

Den 15. Geburtstag von Debian (http://groups.google.com/group/comp.os.linux.development/msg/a32d4e2ef3bcdcc6) feierten Fans rund um den Globus am 16. August mit dem Debian Day 2008. Die Distribution entstand als Ableger des Softlanding Linux System (SLS), der Name Debian leitet sich von den Vornamen des Projektgründers Ian Murdock und seiner Frau Debra ab.

Der KDE e.V. und die Gnome Foundation halten ihre Jahreskonferenzen Akademy und Guadec im nächsten Jahr erstmals gemeinsam am selben Ort ab. Das soll den Informationsaustausch zwischen den Desktop-Entwicklern anregen. Die Veranstaltungen finden vom 3. bis 11. Juli 2009 in Las Palmas de Gran Canaria statt (http://grancanariadesktopmeeting.eslic.es).

Fast einen Monat früher als geplant erschien Mitte Juli Wordpress 2.6 "Tyner" (http://wordpress-deutschland.org/download/). Die Entwickler bauten nicht nur einige der in Release 2.5 eingeführten Funktionen aus, sondern spendierten dem Blogging-System auch eine Versionierung, eine verbesserte Verwaltung von Bildern und volle SSL-Verschlüsselung.

Linus Torvalds hat Mitte Juli den neuen Kernel 2.6.26 freigegeben. Neben einem eigenen Speichertest und dem Debugger Kgdb bringt er vor allen Dingen verbesserte WLAN-Fähigkeiten und eine Reihe neuer Treiber für ATI-Grafikkarten, Webcams und TV-Karten mit. Weitere Details führt das Changelog auf (http://eu.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/ChangeLog-2.6.26).

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