Teile und herrsche
Alternativer Dateimanager für Gnome
Fazit
Gnome Commander bietet weit mehr Features, als in diesem Artikel zur Sprache kamen. So verfügt das Programm über die Möglichkeit, die Tastenkürzel individuell zu konfigurieren oder die Funktionalität über Plugins zu erweitern. Derzeit gibt es allerdings nur zwei Plugins – hier besteht also noch Aufholbedarf.
Für die nächste große Major-Version, deren genauer Erscheinungstermin noch nicht feststeht, planen die Entwickler einen Schwenk auf die neue Bibliothek für virtuelle Dateisysteme, Gio/GVFS, die in Nautilus bereits ausgiebig zum Einsatz kommt. Dann klappt vielleicht auch die Interaktion zum Beispiel mit dem virtuellen Ordner zum Brennen von Datenträgern besser. Auch das Interface verdient noch ein wenig Pflege: Darstellungfehler bei einem schmalen Fenster, wie in Abbildung 5, mindern den Nutzen der ansonsten recht klaren Oberfläche.
Suchen Sie nach einer guten Alternative zu Nautilus und haben bereits einschlägige Erfahrungen – etwa mit Midnight Commander – gesammelt, fällt Ihnen der Einstieg in den Gnome Commander leicht.
Glossar
WebDAV
Web-based Distributed Authoring and Versioning erweitert das HTTP/1.1-Protokoll und erlaubt den Zugriff von Daten über den Webserver. Das GMX Mediacenter funktioniert nach diesem Prinzip.
SMB
Das Kommunikationsprotokoll Server Message Block findet sich vor allem in der Windows-Welt. Mit Samba liegt hierfür eine freie Implementation für Linux und andere Unix-Betriebssysteme vor.
[1] Gnome Commander: http://www.nongnu.org/gcmd/index.html
[2] Splitview in Nautilus: http://mail.gnome.org/archives/nautilus-list/2008-February/msg00051.html
[3] Midnight Commander: http://www.ibiblio.org/mc



