Tastenkürzel

Ein Großteil der Navigationseigenschaften haben die Entwickler vom Norton Commander beziehungsweise vom textbasierten Midnight Commander [3] übernommen: So wechseln Sie zum Beispiel per [Tab] zwischen den beiden Verzeichnisfenstern. Das Konzept tritt auch an den Tastenkürzeln hervor, wie etwa [F3] zur Ansicht von Dateien oder [F5] zum Kopieren.

Wer lieber mit der Maus steuert, dem steht auch diese Möglichkeit offen. Ein Doppelklick auf ein Verzeichnis befördert den Benutzer in den gewünschten Ordner. Als sehr praktisch hat sich auch eine an Nautilus angelehnte Adressleiste über den Verzeichnisinhalten (Abbildung 2) erwiesen: Damit fällt es leichter, direkt ein paar Ebenen höher zu springen. Das erledigen Sie einfach mit einem Klick auf den entsprechenden Verzeichnisnamen.

Abbildung 2: Die Adressleiste des Gnome Commander ermöglicht wie diejenige von Nautilus eine "Brotkrumen"-Navigation.

Entfernte Server

In der Zeit der weltweiten Netze bieten moderne Dateimanager Zugriff auf allerhand entfernte Ressourcen, wie WebDAV, FTP, SSH und SMB. Die getestete Version 1.2.6 von Anfang Juni bietet Unterstützung für FTP und SMB. SSH und DAV folgen laut der Entwickler in späteren Versionen.

SMB-Shares durchforsten Sie ganz bequem per Klick auf den entsprechenden Schalter (Abbildung 3) – Gnome Commander zeigt dann alle auffindbaren Orte an. Zum Zugriff via FTP wählen Sie im Menü Verbindungen eine Neue Verbindung aus und geben den Server (etwa ftp.gnome.org) sowie optional ein Verzeichnis an.

Abbildung 3: SMB-Shares öffnen Sie durch einen Klick auf den entsprechenden Schalter, woraufhin Gnome Commander alle gefundenen Samba-Netze anzeigt.

Für FTP-Server, die ein Anmelden erfordern, wählen Sie aus der Combobox Servicetyp den Punkt FTP (mit Login). Zusätzlich geben Sie den Benutzernamen und das Passwort an. Möchten Sie den FTP-Server dauerhaft im Programm speichern, klicken Sie auf Entfernter Server im selben Menü. Hat alles funktioniert, erscheint ein Symbol mit dem Aliasnamen (Abbildung 4) unter der Werkzeugleiste und Sie haben von nun ab direkten Zugriff auf die Ressource.

Abbildung 4: Gespeicherte Verbindungen zu FTP-Servern zeigt das Programm für den schnellen Zugriff direkt im Hauptfenster an.

Wie fast alle aktuellen Webbrowser und Dateimanager kann auch der Gnome Commander Bookmarks verwalten. Neue Adressen tragen Sie entweder im Menü Lesezeichen über Zu Lesezeichen hinzufügen ... ein oder klicken einfach auf das Lesezeichen-Symbol über dem Verzeichnisfenster. Vorhandene Verweise bearbeiten und gruppieren Sie mit Lesezeichen bearbeiten ....

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