Home / LinuxUser / 2008 / 08 / Teile und herrsche

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Teile und herrsche

Alternativer Dateimanager für Gnome

01.08.2008 Peter Norton schuf vor über 20 Jahren einen einfach zu bedienenden Dateimanager mit Zweifenster-Modus. Der Gnome Commander tritt an, um den Veteran zu beerben.

Zu den am meisten kritisierten Features von Gnome zählt die "Spatial View" des Dateimanagers Nautilus. Sie zeigt den Verzeichnisinhalt eines Ordners in jeweils einem neuen Fenster an, was zu einer wahren Fensterflut auf dem Desktop führt. Gerade beim häufigen Kopieren und Verschieben von Ordnern und Dateien erweist sich ein Dateimanager mit geteiltem Hauptfenster als praktisch, wie etwa der Gnome Commander [1]. Die gleichzeitige Ansicht von Quell- und Zielverzeichnis reduziert die Anzahl der Fenster auf dem Desktop. Auch die Gnome-Entwickler diskutieren regelmäßig darüber, Nautilus ein solches Feature (siehe Kasten "Splitview") zu spendieren – bislang jedoch stets ohne endgültiges Ergebnis [2].

Ansichtssache

Beim ersten Start von Gnome Commander präsentiert sich das Programm aufgeräumt (Abbildung 1). In der Werkzeugleiste unter anderem Navigationsknöpfe zum schnellen Vor- und Rückwärtsgehen, zum Auslösen vom Dateioperationen (zum Beispiel Kopieren, Verschieben beziehungsweise Löschen) sowie zum Editieren und Verschicken von Dateien per Mail. Darunter finden Sie einen Schnellzugriff auf das persönliche Verzeichnis und Windows-Netzwerke.

Abbildung 1: Das Hauptfenster des Gnome Commanders ist sehr übersichtlich aufgebaut und bietet direkten Zugriff auf die notwendigsten Funktionen.

Splitview

Gewöhnlich stellen Dateimanager pro Fenster den Inhalt nur eines Verzeichnisses an. Im Splitview-Modus, wie ihn unter anderem Gnome Commander beherrscht, bereitet das Programm zwei Ordner in einem einzigen Fenster auf. Dateioperationen fallen in dieser Ansicht nach Meinung vieler Benutzer deutlich einfacher, als in den gängigen Varianten. Einige Programme – darunter auch der KDE-3-Dateimanager Konqueror – bieten zusätzlich die Möglichkeit, mehr als nur zwei Verzeichnisse in ein Fenster darzustellen, was aber unter Umständen die Übersichtlichkeit deutlich reduziert.

Den größten Teil des Fensters nehmen die zwei vertikal angeordneten Unterfenster ein. Bei Bedarf richten Sie die Ansicht alternativ auch horizontal aus. Dazu gehen Sie in das Menü Ansicht und wählen dort Wechsle zu horizontaler Anordnung. Im unteren Teil des Programmfensters haben Sie Zugriff auf wichtige Befehle, wie die Ansicht von Dateien, Kopieren, Verschieben oder Erstellen von Verzeichnissen. Außerdem geben Sie dort Kommandozeilen-Befehle direkt wie in einem Terminal ein.

Konfiguration

Entspricht das Aussehen der Oberfläche nicht Ihren Vorstellungen, ändern Sie es einfach unter Einstellungen | Optionen | Layout. Angefangen bei der Art und Größe der Schrift über Zeilenhöhe und Icon-Größe bis hin zum Thema nehmen Sie hier alle Änderungen vor. Dateitypen, die Sie gar nicht erst sehen möchten, definieren Sie im Reiter Filter. Die Möglichkeit, aus Gnome Commander die Passwörter im Gnome-Schlüsselbund abzuspeichern (Reiter Netzwerk), vereinfacht das Handhaben dieser sensiblen Daten. Externe Anwendungen, die der Dateimanager zum Beispiel beim Anzeigen eines Dokumentes verwendet, geben Sie im Reiter Programme an. Um Zugriff auf zusätzliche Laufwerke zu erhalten, gibt es die Möglichkeit, diese unter Laufwerke zu definieren.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1234 Hits
Wertung: 46 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...