Acrobat.com

Das Adobe-Angebot Acrobat.com [7] stellt kein komplettes Online-Office dar, sondern bringt lediglich eine Textverarbeitung namens Buzzword mit. Dafür finden sich unter Acrobat.com noch ein PDF-Konverter, der dem Offline-Acrobat ähnelt, sowie eine Plattform zum Austausch von Dateien mit anderen Personen.

Die Bezeichnung "Beta" gilt es bei Adobe noch durchaus ernst zu nehmen. So gelang es uns beispielsweise im Test absolut nicht, ein Textdokument zu importieren. Besorgt, wir hätten ein schlecht konfiguriertes Testsystem oder irgendeinen Fehler gemacht, wichen wir zur Probe auf einen aktuellen Mac aus. Doch auch hier schlug der Import jeglicher Dokumente fehl.

Beim Anlegen eines neuen Dokuments in Buzzword scheiterte der Versuch, Inhalte per Copy&Paste in das neue Dokument zu kopieren. So tippten wir ein paar Worte, legten eine Tabelle an und versuchten ein Bild einzufügen (Abbildung 12). Das alles gelang nur mehr oder minder gut. Beim Schreiben machen Umlaute der Anwendung zu schaffen. Diese ließen sich nur aus einer Zeichentabelle heraus benutzen.

Abbildung 12: Schon Beta? Adobes Buzzword macht einen noch sehr unfertigen Eindruck.

Der Import mehrerer verschiedener Testbilder misslang völlig. Acrobat teilte per Fehlermeldung mit, welche Formate in welchen Maßen zu nutzen seien. Doch obwohl sich unsere Bilder innerhalb der gesetzten Spezifikation befanden, weigerte sich die Anwendung beharrlich, unseren Wunsch nach Illustration zu erfüllen. Gut funktioniert dagegen bereits die Tabellenfunktion. Ein Klick auf das entsprechende Symbol in der dynamischen Werkzeugleiste erzeugte eine Tabelle, die man per Drag&Drop beliebig verändern kann.

Der PDF-Konverter soll ähnlich wie das Offline-Acrobat funktionieren. In der kostenfreien Variante soll er bis zu fünf Dokumente in das plattformunabhängige PDF-Format umwandeln. Doch auch hier gelang uns nicht ein einziger Upload – geschweige denn eine Umwandlung. Auch der Download des voreingestellten PDFs wollte nicht starten.

Browser, Sicherheit und Datennirvana

Kurz vor Ende des Test stellen wir fest: Nicht alle Anwendungen laufen mit jedem Browser (Abbildung 13), nicht jede bietet den gewünschten Schutz der Daten. Nur zwei der sechs Online-Anwendungen ließen SSL-verschlüsseltes Arbeiten zu. Die Verschlüsselung der Login-Daten boten alle an. Nachdem unsere Tests abgeschlossen waren, wollten wir unsere Spuren wieder verwischen und die Testdokumente ins Datennirvana schicken. Das gelang uns nur bei zwei von sechs Kandidaten. Ergänzend sei hinzugefügt, dass die Angebote Microsofts (siehe Kasten "Microsoft Office Live") verschlüsselt arbeiten und sich dort der Nutzeraccount per Mausklick löschen lässt.

Abbildung 13: Geht nicht: Google Docs funktioniert nur mit Mozilla-basierten Browsern.

Microsoft Office Live

Nur der Vollständigkeit halber sei hier Microsofts Online-Office-Angebot erwähnt [8]: Es sperrt von vornherein jeden aus, der nicht mit dem Internet Explorer unter Windows arbeitet. Microsoft offeriert zum einen die Möglichkeit, via Terminalserver Microsoft Office 2007 online zu testen. Zum anderen bietet mit Microsoft Office Live der Konzern seinen Kunden aus dem Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen die Möglichkeit zur digitalen Zusammenarbeit – allerdings aus einem installierten Microsoft Office heraus. Zusätzlich lassen sich dort Kontakte, Termine und E-Mails verwalten und synchronisieren.

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