Leserbriefe

15.01.2009

Programmieren lernen

Die Vielzahl der einschlägigen Computerzeitschriften vermittelt dem Leser zwar einen – mehr oder weniger vollständigen – Überblick über den Markt der angebotenen Hard- und Software, gibt Preis- und Leistungsvergleiche und zeigt auch Tendenzen und Gefahren der modernen IT-Technik auf, vermittelt aber leider kaum noch einigermaßen fundierte Einblicke in die Technik und Problematik der Programmentwicklung.

Zwar wird in vielen Fällen darauf hingewiesen, dass man per Kompilieren gegebenenfalls maßgeschneiderte Systeme zusammenstellten kann und wie das – ausgehend von den aus dem Internet zu ladenden Quellen (oder richtiger Paketen) – funktioniert. Das Erstellen eigener Programme bleibt aber völlig außen vor. K. D. Schäfer

LinuxUser: Das liegt daran, dass sich die Mehrzahl der Zeitschriften an Anwender richten (LinuxUser trägt diesen Anspruch ja sogar im Namen), die eher selten Anwendungen selbst entwickeln. Unsere Schwesterzeitschrift Linux-Magazin dagegen richtet sich explizit auch an Software-Entwickler, und dort finden Sie laufend Themen rund um die Programmierung. So steht etwa für das Linux-Magazin 10/2008 ein Skriptsprachen-Shootout auf dem Plan. Das soll aber nicht heißen, das LinuxUser das Thema ganz ausspart – in dieser Ausgabe finden Sie beispielsweise ab Seite 84 einen Artikel zur Parallelprogrammierung mit OpenMP. (jlu)

Tatsächlich Strom sparen?

LU 06/2008, S. 30: Im Artikel "Stromsparen durch Hardware-Optimierung" hätte der Autor darauf hinweisen müssen, dass die allzu billigen Strommessgeräte teilweise Probleme mit der korrekten Anzeige der eigentlich wichtigen Wirkleistungen von Schaltnetzteilen haben, wie sie im PC-Bereich regelmäßig anzutreffen sind. Ulrich Lehmkühler

LinuxUser: Nicht nur die allzu billigen, sondern praktisch alle für den Privatmann erschwinglichen Strommessgeräte zeigen die Wirkleistung von Schaltnetzteilen nicht korrekt an: Sie können nur lineare Lastaufnahme zuverlässig messen, nicht aber die pulsförmige Lastaufnahme von Schaltnetzteilen insbesondere bei niedriger Belastung. Die ermitteln nur mehrere tausend Euro teure Labormessegeräte völlig korrekt. Hinzu kommt die Tatsache, dass preiswerte Strommessgeräte meistens nur einen einzigen Messbereich abdecken, der meist bis 3 oder 4 kW reicht – bei einer niedrigen Aufnahme (20 W und weniger) stellt sich ein dementsprechend hoher Messfehler ein.

Dennoch genügen Strommessgeräte der Preisklasse um 25 Euro in der Regel, um für den "Hausgebrauch" die Leistungsaufnahme von PCs und deren Zubehör einzuschätzen. Wir haben recht gute Erfahrungen mir dem EM 600 Expert (ELV, Art.-Nr. 68-612-36, 30 Euro) gemacht. Für Tests – so auch dem in Ausgabe 06/20008 – verwenden wir jedoch stets mehrere Messgeräte verschiedener Hersteller zum Abgleich der Resultate. (jlu)

Nur Stimmvieh?

LU 07/2008, S. 5: Als Ergänzung zu Ihrem Editorial: Wie die Tagespresse schreibt, haben sich die USA und die EU auf einen Austausch personenbezogener Daten wie Kreditkartentransaktionen, Reisen und Gewohnheiten bei der Internetnutzung verständigt. Ich bin also zukünftig nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ein gläserner Bürger.

Mich erstaunt, dass Sie scheinbar ernsthaft daran glauben, irgendeinen Parlamentarier würde die Meinung eines Wählers auch nur im Geringsten erschüttern oder durch seine Stimmabgabe bei einer Wahl könnte man in unserem Land politisch Einfluss nehmen. Der in den Parlamenten herrschende Fraktionszwang macht es selbst dem schärfsten Kritiker schwer, nur nach seinem Gewissen und gegen die Linie seiner Partei zu stimmen, wenn er bei den nächsten Wahlen wieder auf der Liste seiner Partei erscheinen will. Uwe Herrmuth

LinuxUser: 299 der Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben die Bürger aus den einzelnen Wahlkreisen direkt in den Bundestag entsandt – und wenigstens die interessieren sich mit Sicherheit für die Meinung der Wähler.

Wieviel Sie als Bürger mit Ihrer Stimme bewegen können – in die eine wie die andere Richtung – macht die Tatsache deutlich, dass auch der Bundesminister des Inneren, Wolfgang Schäuble, ein solcher Direktkandidat ist. Er hat in seinem Wahlkreis (285, Offenburg) bei der letzten Bundestagswahl über 50 Prozent der abgegebenen Direktstimmen erhalten. (jlu)

Dell auf Linux-Kurs

LU 08/2008, S. 72: Ich bin schon gespannt auf den Test des Dell XPS 1330 und ob Sie die gleichen Erfahrungen machen werden wie ich. Bei mir läuft auf dem Gerät Kubuntu 8.04, und sämtliche Hardware wurde während der Installation ohne weiteres erkannt und unterstützt. Sogar die Webcam läuft zumindest mit Cheese. Allerdings habe ich mit dem WLAN-Adapter Schwierigkeiten – die Verbindung bricht beim Übertragen von größeren Dateien und bei hohen Geschwindigkeiten alle drei bis fünf Minuten ab. Erst ein Rechnerneustart behebt dann das Problem. Bildschirmauflösung, Betrachtungswinkel und Helligkeit sind für meine Begriffe sehr gut. Auch der Akku hält problemlos 4 Stunden durch. Einzig das spiegelnde Display bereitet mir unterwegs manchmal wenig Vergnügen. Helmut Schiffmann

LinuxUser: Vielen Dank für diesen kleinen Vorabtest. Auch wir sind gespannt, wie sich das Notebook in unserem Hardwarelabor schlägt.

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