Blog Dir einen
Wordpress vs. Movable Type Open Source
Speisekarte
Einzelne Funktionen rufen Sie über die Menüpunkte am oberen Rand auf. Wordpress arbeitet dabei mit aufgabenorientierten Registern. Möchten Sie beispielsweise einen neuen Blog-Eintrag verfassen, klicken Sie zunächst auf Schreiben und wählen anschließend Artikel. Die Bedienung erfolgt somit recht intuitiv; zu jedem Zeitpunkt blendet Wordpress nur die Aktionen ein, die im aktuellen Zusammenhang sinnvoll erscheinen.
Movable Type verwendet einen ähnlichen Ansatz, setzt aber anstelle von Registern auf ausklappbare Menüs. Um dort einen neuen Eintrag anzulegen, wechseln Sie zum Menüpunkt Neu | Eintrag. Die Bedienung verkompliziert sich allerdings durch die Fähigkeit von Movable Types, mit mehreren Blogs zugleich zu jonglieren. So führen die Punkte der Systemübersicht rechts oben zu den globalen Einstellungen, in denen die Menüeinträge hinter Verwalten und Konfigurieren eine andere Bedeutung erhalten. Erst wenn Sie hinter Systemübersicht (diesmal links oben) ein konkretes Blog auswählen, gelangen Sie wieder zur gewohnten Ansicht. Die Verwaltung mehrerer Blogs verlangt zusätzlich, dass Sie über das Symbol mit den zwei kreisenden Pfeilen ein neues Blog freischalten.
Konkurrent Wordpress verwaltet grundsätzlich nur ein einziges Blog. Wer mehr möchte, muss zum Abkömmling Wordpress MU (für Multi-User) greifen [9].
TIPP
Sie können mehrere Wordpress-Blogs vorgaukeln, indem Sie parallele Wordpress-Installationen fahren. Jede nutzt dabei eine eigene Datenbank, was etwa bei Lokalisierungen Sinn ergibt.
Frisiersalon
Beide Blog-Systeme trennen Darstellung und Inhalt: Letzterer wandert in die Datenbank und besteht aus reinen Texten. Wie diese Beiträge auf dem Bildschirm erscheinen, bestimmen austauschbare Layoutvorlagen. Wordpress bezeichnet sie als Themes, Movable Type als Designs.
Direkt nach der Installation verwendet Wordpress ein recht schlichtes Theme mit einem blauen Titelkopf (Abbildung 4). Alternativ schwenken Sie hinter Darstellungen | Themes auf das nicht wesentlich buntere WordPress Classic um, das in früheren Wordpress-Versionen zum Einsatz kam (Abbildung 5). Movable Type bietet da standardmäßig eine größere Auswahl an Verkleidungen (Abbildung 6).
Noch mehr Nachschub hält das Internet bereit, wobei die Wordpress-Homepage unter [10] sogar ein Verzeichnis für Themes führt. Wer in das gewählte Layout eingreifen oder gar eigene Vorlagen erstellen möchte, muss jedoch für beide Systeme umfangreiche Kenntnisse in HTML- und CSS-Programmierung mitbringen.
Den Blogs verpassen Sie nicht nur ein neues Äußeres, sondern bohren auch ihren Funktionsumfang über so genannte Plugins auf. Passende Erweiterungen für jede nur erdenkliche Aufgabe liefert wieder das Internet. Sie finden entsprechende Kataloge im Fall von Wordpress unter [11] und bei Movable Type unter [12]. Die Programmierung eigener Plugins erfordert allerdings PHP- beziehungsweise Perl-Kenntnisse.



