Auslagerungszustand
Online-Festplatten im Vergleich
Mydrive
Der schweizerische Anbieter Mydrive konzentriert sich ausschließlich auf den Storage-Bereich. Die kostenfreie Version verfügt über ein GByte Speicherplatz und eine Volumenbeschränkung von fünf GByte im Monat. Bei der Größe der Dateien schränkt der Hosting-Service den Anwender nicht ein. Eine Verzeichnisfreigabe bietet der Dienst jedoch nicht an. Auch dieser Anbieter bietet lediglich eine Weboberfläche (Abbildung 4) als Verwaltungsinstrument für den Online-Speicher. Als Protokoll kommt HTTPS zum Einsatz.
Der auf Flash basierende Uploader erlaubt in einem Dateibrowser das Markieren und Hochladen beliebig vieler Dateien gleichzeitig. Wählen Sie mehrere Dateien zum Download aus, packt Mydrive diese wie GMX zuvor in ein Zip-Archiv. Musikdateien spielt die Weboberfläche im integrierten Player ab, Thumbnails von Bildern zeigt sie interaktiv beim Überfahren der Einträge. Ein Klick auf den Pfeil neben der Beschreibung zeigt die Grafik im Vollbildmodus. Die integrierte Diaschau erreichen Sie über Play in der Funktionsleiste über dem Dateibrowser.
Sowohl die Upload- als auch die Downloadraten bewegten sich mit 1 MByte/s immer am Maximum dessen, was die Testumgebung an Bandbreite bereitstellte, und stellte damit neben GMX den Spitzenreiter im Vergleichstest.
Mydrive: Plus/Minus
+ Extrem Schneller Up/Download
+ Keine Dateigrößenbeschränkung
– Wenig Speicherplatz
– Volumenbeschränkung
Skydrive
Mit Skydrive – der Dienst hieß früher Windows Live Folders – bietet Microsoft einen Online-Speicher mit einer Kapazität von 5 GByte an. Die Web-Festplatte ermöglicht das Verwalten sowie das Hoch- und Herunterladen ausschließlich über das Webinterface (Abbildung 5). Wie auch bei den anderen Testteilnehmern dient HTTPS als verschlüsseltes Transportprotokoll. Da der Service keinerlei Möglichkeiten der Mehrfachauswahl von Dateien beim Up- oder Download bietet, gestaltet sich der Datentransfer entsprechend umständlich.
Microsoft schränkt zwar das monatlichen Datentransfervolumen nicht ein, limitiert aber die maximale Dateigröße auf 50 MByte. Zusätzlich sorgen die extrem schwankenden Transferraten für Unmut. Im Test pendelten Sie sich für Uploads bei noch erträglichen 200 bis 500 KByte/s ein, das Herunterladen von Dateien entwickelte sich bei einem Tempo von 20 bis 600 KByte/s jedoch zuweilen zum Geduldspiel. Ein Grund dafür könnte eine zu knapp bemessene Bandbreite des Dienstes sein: Laden zu viele Benutzer gleichzeitig herunter, bricht der Traffic ein.
Bilder zeigt der Service als als Thumbnails an, ein Klick darauf öffnet sie im angepassten Vollbild. Ein Audioplayer wie bei Mydrive fehlt jedoch. Anders als GMX bietet Skydrive eine Verzeichnisfreigabe, die auch Anwendern ohne Skydrive-Account einen Zugriff auf die Ordner ermöglicht. Sie entscheiden dabei, ob das Verzeichnis für alle oder nur eine bestimmte Benutzergruppe sichtbar ist. An letztere versendet Skydrive gegebenenfalls automatisch eine Benachrichtigungsmail mit den Login-Daten.
Skydrive: Plus/Minus
+ Verzeichnisfreigabe
+ Keine Volumenbeschränkung
– Keine Mehrfachauswahl von Up- und Downloads
– Teilweise sehr langsamer Download



