iTalc-Dienst ICA

Nun sorgen Sie noch dafür, dass auf allen Rechnern einschließlich des Lehrer-Rechners der iTalc-Dienst (ICA) startet. Dafür gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen mit spezifischen Vor- und Nachteilen. Die erste Möglichkeit besteht darin, ICA mittels des Xsetup- oder Xstartup-Skripts zu starten. In diesem Fall läuft das Programm mit Superuser-Rechten. Das hat den Vorteil, dass Schüler den Prozess nicht beendet dürfen, um sich der Kontrolle zu entziehen. Es birgt aber das Problem, dass ein mit entsprechenden Rechten laufender Dienst stets ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Möchten Sie einen Rechner entsprechend konfigurieren, tragen Sie lediglich den Befehl /usr/bin/ica & in die Datei /etc/kde3/kdm/Xstartup (KDE) oder /etc/gdm/PostLogin/Default (Gnome) ein. Möchten Sie den Fernzugriff schon vor dem Anmelden ermöglichen, bearbeiten Sie die Dateien /etc/kde3/kdm/Xsetup beziehungsweise /etc/gdm/Init/Default entsprechend.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, ICA einfach über eine Desktop-Datei im Autostart-Ordner /etc/xdg/autostart/ zu starten. Unter Ubuntu geschieht das übrigens automatisch. Andernfalls speichern Sie als root eine Datei mit dem Inhalt aus Listing 1 unter /etc/xdg/autostart/ica.desktop ab. Auf diese Weise läuft ICA mit normalen Nutzerrechten, Schüler können die Software also einfach beenden. Diese Variante bietet aber den Vorteil, dass die iTalc-Funktion Programm ausführen problemlos arbeitet. Nach einem Neustart der X-Oberfläche erscheint ein Icon mit dem grünen iTalc-Logo im Systembereich der Kontrollleiste.

Listing 1
[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=iTalc client
Comment=iTalc Client Application
Exec=/usr/bin/ica
Terminal=false
Type=Application
StartupNotify=true
Categories=GNOME;KDE;System;

Erster Programmstart

Nachdem Sie iTalc installiert und korrekt eingerichtet haben, starten Sie die eigentliche Software. Üblicherweise legt das Setup bei der Installation im entsprechenden Menü automatisch ein Icon an. Andernfalls geben Sie einfach den Befehl italc über [Alt]+[F2] ein oder führen ihn in einer Konsole aus. Nach dem Splashscreen weist die Applikation Sie beim ersten Start darauf hin, dass noch keine Klassenraum-Konfiguration existiert.

Hat das Einrichten der Schlüssel aus irgendeinem Grund nicht geklappt, startet iTalc gar nicht erst und es erscheint eine entsprechende Nachricht. Andernfalls sehen Sie die Master-Oberfläche, die sich grob in drei Bereiche gliedert: In der Werkzeugleiste oben finden sich alle wichtigen Knöpfe, um iTalc zu steuern. Darunter sehen Sie rechts die Hauptansicht, in der später die Schülerrechner erscheinen. Links öffnet sich nach Klick auf den jeweiligen Knopf in der Schalterleiste ein entsprechender Arbeitsbereich.

Mit Hilfe der Klassenraumverwaltung steuern Sie Klassenräume und die zugehörigen Rechner. Hier beginnen Sie nun, alle Schülerrechner hinzuzufügen. Nach Doppelklick auf die Rechner in der Liste beziehungsweise der globalen Auswahl des Klassenraums mit Hilfe des Klassenraum-Menüs (erster Knopf in der Werkzeugleiste) erscheinen kleine Fenster im Arbeitsbereich. Hat das Verteilen der öffentlichen Schlüssel geklappt, sehen Sie nach kurzer Zeit eine verkleinerte Ansicht des jeweiligen Bildschirms.

Da die Fenster nach dem Einrichten zunächst ungeordnet übereinander liegen, ordnen Sie mit einem Klick auf den ganz rechten Knopf (Anordnung) alle Client-Fenster nach IP sortiert an. Anschließend haben Sie einen Überblick über den Klassenraum und ganz grob über die Aktivitäten der Schüler (Abbildung 1).

Abbildung 1: Dank einer übersichtlichen Konfiguration sehen Sie auf einen Blick, was gerade auf den einzelnen iTalc-Clients geschieht.

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