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64 Bits aus Transsylvanien

Bluewhite64 12.1 im Schnelltest

Who … is Alice?

Bei Alice handelt es sich um ein ganz und gar Slackware-untypisches Frauenzimmer: Statt der traditionsgemäßen Verwaltung via Konfigurationsdateien spendierten die Entwickler Bluewhite64 ein Administrationsframework. Alice umfasst einige grafische Installations- und Verwaltungswerkzeuge, von denen DiskManager, NetManager, PkgManager, ServManager, TimeManager und XorgManager den Weg in die Distribution fanden (Abbildung 2). Die Tabelle "Alice kurz und knapp" zeigt die Funktion der Alice-Tools auf, die Sie im K-Menü unter System finden.

Abbildung 2: Der Network Manager hilft bei der Einrichtung Ihrer Verbindung mit der Außenwelt.

Alice kurz und knapp

Komponente

Funktion

DiskManager Hilft auf Parted-Basis, die Festplatte zu partitionieren; funktioniert in Version 12.1 nicht.
NetManager Hilft beim Einrichten des Netzwerks; unterstützt auch PPPoE-Verbindungen.
PkgManager Ein einfaches Paketverwaltungstool zum Installieren/Deinstallieren von Software.
ServManager Hilft beim schnellen Aktivieren/Deaktivieren diverser Serverdienste, administriert diese aber nicht.
TimeManager Richtet nur die Zeitzone ein, nicht den NTP-Server
XorgManager Richtet Maus, Tastatur, Grafikkarte und Monitor ein.

Zwei Besonderheiten fielen dabei im Test ins Auge: Der DiskManager ließ sich nicht zur Mitarbeit überreden, da das Programm die libparted-Bibliothek nicht finden konnte. Außerdem müssen Sie nach Eingabe Ihrer Netzwerkdaten in den NetManager das Netzwerk mittels /etc/rc.d/rc.inet1 restart neu starten – erst dann meldet sich der KDE Network Monitor mit einer erfolgreichen Verbindung. Für alle diese Systemeinrichtungen müssen Sie mit Administratorrechten arbeiten, die Sie entweder mit einem kdesu oder in der Konsole mit su erhalten. Die Frage nach dem Passwort quittieren Sie mit [Eingabe], weil in der Live-Version keines gesetzt ist.

Ärgerlich: Im Test funktionierte die Tastatureingabe nach einiger Arbeitszeit nicht mehr und versah jeweils erst nach einem Neustart des Rechners wieder ihren Dienst tat. Diesen unangenehmen Fehler sollten die Entwickler schnellstens beseitigen.

Fazit

Bluewhite64 12.1 hinterlässt gemischte Gefühle. Die Distribution besticht zwar durch Geschwindigkeit und einen schönen Desktop, unangenehm fallen aber die Tastaturprobleme und die mangelnde Stabilität einiger Tools auf. Im Beta-Test der Live-DVD sollten die Entwickler außerdem den Totalausfall des Alice-Werkzeugs DiskManager eigentlich bemerkt haben.

Wer eine ansonsten gut laufende 64-Bit-Distribution sucht, bei der die kommerziellen Plugins keine Sorge mehr darstellen, oder wer auf einer entsprechenden Plattform einen Server aufziehen möchte, sollte Bluewhite64 aber in jedem Fall im Auge behalten.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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