Aufmacher

Doppelte Dateien finden mit Dupfinder

Aufgeräumte Verhältnisse

Dem Dupfinder spürt überflüssige Datei-Dubletten schnell und effizient auf.

Nichts ist so lästig, wie Dateien, die doppelt auf der Festplatte liegen. Ein einfacher symbolischer Link tut es meist auch und braucht nicht annähernd so viel Speicherplatz. Unnütze Kopien von Dateien entstehen häufig, wenn Sie Dateien zwischensichern oder die Verzeichnisstruktur auf der Platte beim einem Umbau duplizieren. Das händische Aufspüren doppelter Dateien indes gerät leicht zu einer nachmittagsfüllende Aufgabe.

Der Dupfinder nimmt Ihnen diese lästige Aufgabe ab. Das kleine Programm besteht aus zwei Komponenten: Für den Ottonormalverbraucher gibt es eine grafische Variante auf GTK-Basis; Experten bevorzugen dagegen den Modus für die Kommandozeile.

Abbildung 1: Der Dupfinder nimmt Ihnen die Aufgabe ab, doppelte Dateien im Dateisystem aufzuspüren.

Trotz der praktischen Funktion liegt die Software den großen Distributionen in der Regel nicht vorkompiliert bei. Das macht aber nichts, denn auf der Website des Projekts (http://doubles.sourceforge.net) sowie auf der Heft-DVD finden Sie sowohl den Quelltext als auch eine vorkompilierte Variante von Dupfinder. Zu Redaktionsschluss war die Version 0.44 aktuell.

Entpacken Sie das Archiv zum Beispiel mit Ark. Alternativ verwenden Sie Tar auf der Kommandozeile. Der entsprechende Befehl dafür lautet:

tar xvjf dupfinder-0.44.tar.bz2

Im Anschluss finden Sie im aktuellen Verzeichnis einen Ordner dupfinder mit den Unterverzeichnissen binaries und src. Wechseln Sie nach binaries und erforschen Sie den Inhalt. Sie finden in dem Verzeichnis neben der Textdatei readme.txt die ausführbaren Dateien dupf und dupfgui. Die Dateinamen deuten an, dass es sich jeweils um das Kommandozeilentool respektive die Variante mit grafischer Oberfläche handelt. Kopieren Sie die Programme in einen Ordner im Pfad, zum Beispiel /usr/local/bin/: Damit haben Sie die Installation auch schon hinter sich gebracht.

Möchten Sie nicht die vorkompilierte Version verwenden, bauen Sie das Programm aus den Quellen. Installieren Sie dazu eventuell notwendige Entwicklungspakete, wechseln Sie danach in den Ordner mit den Quellen und verwenden Sie den bekannten Dreischritt ./configure && make && sudo make install zum Erstellen der Dateien. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass Sie das Programm nicht nur bauen, sondern gleich systemweit installieren.

Dupfinder im Einsatz

Der Einsatz von Dupfinder beschränkt sich auf einen Dialog, in dem Sie die Pfade festlegen, die das Programm nach doppelten Dateien durchsucht. Zur Auswahl eines Ordners klicken Sie auf den Schalter mit den drei Punkten neben dem Label Directory. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, die minimale sowie maximale Dateigrößen definieren.

Dupfinder erkennt doppelte Dateien anhand der exakten Größe. Mit den oben genannten Optionen klammern Sie also die Dateien, die eine gewisse Größe über- oder unterschreiten, von der Suche aus. Im Feld darunter legen Sie fest, dass das Tool nur Dateien überprüft, die eine bestimmte Zeichenkette im Dateinamen tragen. Haben Sie alle Einstellungen getroffen, klicken Sie rechts auf Add. Auf diese Weise fügen Sie der Liste der zu durchsuchenden Verzeichnisse alle gewünschten Ordner hinzu. Abschließend klicken Sie auf Go! und starten so die Suche.

Dupfinder zeigt Ihnen im Anschluss eine Liste der Suchresultate an. Die angezeigten Dateien gehen Sie durch und entscheiden, welche der Dateien Sie löschen möchten. Das Löschen erledigen Sie entweder wie gewohnt über den Dateimanager oder direkt, indem Sie im Dupfinder mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Eintrag klicken und aus dem Kontextmenü den Eintrag Delete auswählen.

Kommandozeile

Die Kommandozeilenvariante von Dupfinder bietet sich an, wenn Sie per SSH auf einem anderen Rechner doppelte Dateien aufspüren wollen. Der simple Aufruf von Dupf ohne Argumente gibt eine Liste mit Optionen aus. Der einfache Aufruf dupf /home gibt eine Liste der doppelte Dateien im Ordner /home aus. Die Aufgabe des Programms ähnelt der Ausgabe im GUI. Im Anschluss löschen Sie händisch die doppelten Dateien.

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