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Der kleine Unterschied

Dateien vergleichen mit Beediff

Unterschiede ausgleichen

Möchten Sie die Unterschiede zwischen den einzelnen Dateien ausgleichen, so erledigen Sie dies direkt in Beediff. Die Funktion Operations | Remove all from left beziehungsweise Remove all from right entfernt in der linken respektive rechten Datei sämtliche eingefügten und gelöschten Zeilen, also solche, die einen roten oder blauen Hintergrund haben.

Olivgrün markierte Zeilen enthalten für Beediff unklare Textstellen, da die Software hier nicht genau erkennt, welche Änderungen im Detail vorliegen. Um die Änderungen nicht pauschal zu verwerfen, steht die Funktion Operations | Merge all to left beziehungsweise Merge all to right bereit. Sie versucht, die Änderungen einer Datei in die jeweils andere zu übernehmen, was jedoch selten ohne Nacharbeit gelingt.

Beediff bietet weiterhin die Möglichkeit, jede einzelne Änderung manuell zu übernehmen oder abzulehnen. Neben jeder markierten Stelle befindet sich ein Pfeilsymbol, sowie bei eingefügten oder gelöschten Zeilen auch ein X. Dieses X eliminiert die gesamte Zeile, während das Pfeilsymbol die Modifikation in die jeweils andere Datei übernimmt. Haben Sie alles bearbeitet, speichern Sie die Datei mit einem Klick auf das Diskettensymbol.

Alternativen zu Beediff

Da für Entwickler ein Dateivergleich zum Handwerkszeug gehört, gibt es dafür eine Vielzahl von Programmen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Puristen greifen auf der Kommandozeile zu Tools wie Diff. Das grafische Frontend Tkdiff [3] bietet sich im Gegensatz zu Beediff dann an, wenn Sie an den Dateien auch unter Windows und Mac OS X arbeiten. Kdiff3 [4], Meld [5] oder Diffuse [6] warten hingegen mit mehr Funktionen als Beediff auf. Mittlerweile bieten die meisten Editoren und Office-Pakete entsprechende Funktionalität auch direkt an.

Fazit

Beediff eignet sich gut, um zwei Dateien zu vergleichen und die Änderungen optisch ansprechend darzustellen. In erster Linie richtet es sich an Programmierer, bietet bedingt aber auch praktischen Nutzen für andere Anwender. Gelungen ist die Möglichkeit, einzelne Änderungen anzunehmen oder abzulehnen. Auch der synchrone Lauf beider Fenster zeugt von einem praxisnahen Ansatz.

Wünschenswert wäre eine Funktion, die Dateien mit einem Knopfdruck neu zu laden, um bei zwischenzeitlich bearbeiteten Dateien die Änderungen schnell neu zu berechnen. Für komplexe Dokumente empfiehlt sich hingegen der Einsatz einer Office-Suite, die mit Funktionen zur Versionskontrolle und Aufzeichnen der Änderungen aufwartet.

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Infos zum Autor

Florian Effenberger

Florian Effenberger

Florian Effenberger engagiert sich seit zehn Jahren ehrenamtlich für freie Software. Er ist einer der Gründer und zugleich Vorstandsvorsitzender der The Document Foundation, der gemeinnützigen Stiftung hinter LibreOffice. Neben seiner Tätigkeit im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit schreibt er seit vielen Jahren regelmäßig für zahlreiche deutsche und internationale Fachpublikationen. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist zudem die Konzeption und der Betrieb von Infrastrukturlösungen auf Linux-Basis, insbesondere Web- und Mailserver.


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