Debian auf Speed
Sidux 2008-1
Gute Ausstattung
Sidux bringt eine breite Auswahl an Software für die tägliche Arbeit mit. Für Büroarbeiten dient OpenOffice in der aktuellen Version 2.4 dabei. Als Browser kommt Iceweasel in Version 2.0.0.13 zum Zug, KMail kümmert sich um die E-Mails. Als Bildbearbeitung hat Sidux nicht Gimp mit an Bord, sondern lediglich das vom Funktionsumfang her noch nicht ebenbürtige Krita aus dem KDE-Pool. Im Multimedia-Bereich bringt Sidux 2008-1 mit Amarok 1.4, Kaffeine 0.8.6 und Kdetv alles mit, was man zum Abspielen von Audio- und Videodateien sowie zum Fernsehen braucht.
Möchten Sie Software entwickeln oder Webseiten gestalten, dann installieren Sie mithilfe des Metapackage-Installers (Abbildung 3) die dazu notwendige Software in einem Schwung. Metapackages enthalten alle zur Lösung einer Aufgabe nötigen Programme, die dann zusammen installiert werden.
Da Sidux ausschließlich freie Software enthält, verursacht das Einrichten proprietärer Grafiktreiber etwas Handarbeit: Sie müssen die Quellen für derartige Pakete im Metapackage-Installer aktivieren. Dazu wechseln Sie auf den Karteireiter Non-free und klicken auf den Schalter Install non-free. Jetzt stehen Ihnen Pakete mit unfreier Software, Firmware-Dateien für WLAN-Karten sowie Grafikkartentreiber zur Installation zur Verfügung.
Falls Sie Software lieber gezielt installieren, nutzen Sie das Kommandozeilenprogramm apt-get oder installieren als Superuser root das Programm Synaptic mit dem Befehl apt-get install synaptic. Synaptic erleichtert die Paketverwaltung mit einer grafischen Oberfläche.
Administrativa
Sidux bringt ein eigenes Programm zum Verwalten der wichtigsten Einstellungen mit (Abbildung 4). In übersichtlichen Dialogen lassen sich Systeminformationen abrufen, die Bildschirmauflösung anpassen, Netzwerk- und Interneteinstellungen treffen, ein neuer Kernel installieren oder Kernelmodule laden und entladen.
Die Einrichtung von drahtlosen Netzwerken lässt sich über das Kontrollzentrum von Sidux ebenfalls mit einigen Mausklicks erledigt. Sidux unterstützt eine Vielzahl von WLAN-Chipsätzen, so dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, das eigene Netzwerk zum Laufen zu bekommen.
Alle Einstellungen, die KDE betreffen, lassen sich wie gewohnt im KDE-Kontrollzentrum treffen. Die Druckerdatenbank ist umfangreich, auch Netzwerkrechner ließen sich problemlos einrichten und in Betrieb nehmen.
Sidux bringt schon auf der DVD ein Handbuch im HTML-Format in englischer und deutscher Sprache mit. Manuals in weiteren Sprachen finden sich auf der Sidux-Homepage. Das Handbuch deckt alle Bereiche des Umgangs mit der Distribution ab und ist so geschrieben, dass auch Einsteiger mit dem Handbuch zurecht kommen.



