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Debian auf Speed

Sidux 2008-1

01.07.2008 Das Live-System Sidux bietet eine umfangreiche Hardware-Unterstützung und eine riesige Software-Auswahl bei leichter Installation.

Vor knapp zwei Jahren entstand die auf Debian "Sid" basierende Live-Distribution Sidux [1] als Fork von Kanotix [2]: Einige Entwickler waren mit der Art und Weise nicht zufrieden, wie sich Kanotix entwickelte, und gründeten daher ein eigenes Projekt. Seitdem erschienen bereits mehrere Versionen von Sidux. Das Projektteam legt großen Wert auf Aktualität der enthaltenen Programme und hat sich darum für den unstabilen Debian-Zweig "Sid" als Systembasis entschieden. Die Software von Sidux 2008-1 ist auf dem Stand von Debian "Sid" [3] vom 11. April 2008. Die Entwickler hoffen, in 2008 noch mindestens ein weiteres Release zu veröffentlichen.

Sidux gibt es in zwei Fassungen: Die knapp 370 MByte große KDE-Lite-Variante, jeweils für x86- und x86_64-Systeme verfügbar, enthält nur den KDE-Desktop und die wichtigsten KDE-Programme. Das ISO-Image der zweiten Sidux-Variante umfasst ungefähr 1,5 GByte und enthält das vollständige KDE 3.5.9 sowie zahlreiche weitere Programme. Dieses System, das Sie auch auf unserer Heft-DVD finden eignet sich sowohl für x86- aus auch für x86_64-Systeme. Beide Versionen von Sidux liegen auf der Homepage des Projekts und einigen Spiegelservern zum Download bereit.

Sidux im Überblick

System
Kernel 2.6.24
X.org 7.3
KDE 3.5.9 (en+de)
Fluxbox 1.0.0
Büro
OpenOffice 2.4.0
KMail 1.9.9
Kontact 1.2.9
Internet
IceWeasel 2.0.0.13
Konversation 1.0.1
Kopete 3.5.9
Multimedia
Amarok 1.4
Kaffeine 0.8.6
Kdetv 0.8.9
Digikam 0.9.3
Krita 1.6.3

Live und in Farbe

Das Live-System Sidux lädt zügig von der DVD recht schnell und erkennt die im Rechner verbaute Hardware recht. Die DVD enthält KDE 3.5.9 in englischer und deutscher Sprache. Wenn Sie Deutsch als Sprache für KDE und die installieren Programme bevorzugen, drücken Sie beim Erscheinen des Boot-Menüs [F2] und wählen Deutsch als Sprache aus. Nach dem Start sitzen Sie dann sofort vor einem lokalisierten Desktop.

Wie von Live-Systemen gewohnt, läuft Sidux nicht unbedingt rasend schnell; mit einem halbwegs aktuellen Rechner lässt sich aber gut arbeiten. Wenn Sie etwas mehr Geschwindigkeit benötigen, installieren Sie das System auf einem schnelleren Laufwerk.

Auf die Platte

Sidux lässt sich mithilfe zweier grafischer Programme sowohl auf der Festplatte als auch auf einem FAT-formatierten USB-Datenträger einrichten. Abbildung 1 zeigt das Programm zur Installation von Sidux auf der Festplatte.

Abbildung 1: Das Installationsprogramm erledigt das Einrichten des Systems in wenigen Schritten.

Das Programm zum Einrichten des Systems auf einem USB-Datenträger ist noch einfacher gehalten (Abbildung 3): Sie wählen das Ziellaufwerk aus und entscheiden, ob Sie einige Parameter (Cheatcodes) beim Systemstart mitgeben wollen. Bei der Auswahl der Cheatcodes hilft der Installer auf Wunsch.

Anschließend kopiert das Programm Sidux auf den USB-Datenträger. Dieses System lässt sich dann problemlos um weitere Programme erweitern oder weiter an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Abbildung 2: Die Installation von Sidux auf einem USB-Stick ist schnell erledigt.

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LinuxUser 03/2012

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