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Aktuelles

15.01.2009

EeePC-Klon zum Schnäppchenpreis

Als preisgünstige Konkurrenz zum EeePC von Asus positioniert die Potsdamer Fukato GmbH ihren Datacask Jupiter 0708l (http://www.datacask.com). Der 700 Gramm leichte Zwerg mit den Maßen 21,2 x 14,2 x 3,3 Zentimeter bietet ein 7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel.

Mit einer auf 400 MHz getakteten Xburst-CPU, 512 MByte Arbeitsspeicher sowie 4 GByte NAND-Flash als Festplattenersatz ausgestattet, läuft der mobile Begleiter laut Hersteller bis zu drei Stunden – zumindest, solange er nicht über den externen USB-WLAN-Adapter (IEEE 802.11b/g) aufs Netz zugreift. Die Schnittstellenausstattung umfasst einen 10/100-Mbit/s-Ethernet-Port, drei USB-2.0-Anschlüsse sowie je ein Kopfhörer- und Mikrofonbuchse. Über einen VGA-Ausgang lässt sich ein externer Monitor betreiben, ein SD/MMC-Cardreader komplettiert die Ausstattung.

Als Betriebssystem des Mini-Laptops dient standardmäßig Linux – welche Distribution dabei zum Einsatz kommt, war zu Redaktionsschluss noch nicht klar. Der Datacask Jupiter 0708l kommt nach den Sommerferien zum Preis von 199 Euro in den Fachhandel, der Hersteller Fukato gewährt 24 Monate Gewährleistung inklusive Abholservice.

Günstige EeePC-Konkurrenz aus Deutschland: Der Datacask Jupiter 0708l ist für 199 Euro zu haben.

OOXML weiter stark umstritten

Die ISO-Zertifizierung von Microsofts Dokumentenformat Office Open XML (OOXML) bleibt umstritten: Die Länderausschüsse von Südafrika, Brasilien und Indien fordern formell die Aufhebung der Zertifizierung, das dänische Gremium reichte eine Protestnote ein. Gemäß den ISO-Regelungen liegt damit der Standard ISO/IEC 29500 vorerst auf Eis. Nun haben ISO und IEC bis Anfang Juli Zeit, sich mit den Länderausschüssen zu einigen und zu erreichen, dass diese ihren Einspruch zurückziehen. Falls das scheitert, wird die Angelegenheit den jeweiligen Komitees zur Klärung übergeben, die wiederum drei Monate Zeit haben, um eine Empfehlung für die weitere Vorgehensweise zu geben.

Die formellen Proteste der Länderorganisationen setzen die internationale Standardisierungsorganisation weiter unter Druck und lassen den Zertifizierungsvorgang im Zwielicht: Aus zahlreichen Ländern gab es Berichte über versuchte und tatsächliche Einflussnahme von Lobbyisten auf die Standardisierung. Teilweise wurden auch Stimmen gegen den Rat der technischen Experten abgegeben, etwa in Dänemark. Die Europäische Kommission hat bereits eine Untersuchung der Vorgänge angekündigt. Microsoft hingegen erklärte vor kurzem, in seinen Office-Produkten künftig den bereits verabschiedeten ISO-Standard Open Document Format (ODF) unterstützen zu wollen.

Suse Studio: Linux zum Zusammenklicken

Nat Friedman von Novell hat auf dem Linuxtag in Berlin das Suse Studio vorgestellt. Die Browser-basierte Appliance-Lösung von Novell erlaubt es, über wenige Mausklicks eine eigene Distribution zu bauen. Standard-Distributionen herunterzuladen gehört damit – glaubt man den Worten von Nat Friedmann – bald der Vergangenheit an. Im Suse Studio stellt man per Mausklick seine Software-Auswahl zusammen, fügt ihr eigene Komponenten oder externe Repositories hinzu und erstellt dann in wenigen Minuten eine CD/DVD. Für die nötige Rechenpower sorgt ein größerer Cluster. Das Suse Studio befindet sich zurzeit noch im Alphastadium, auf der Projektseite http://studio.suse.com können Sie ein Demovideo anschauen und via E-Mail einen Account beantragen.

Dieser freundliche Robo serviert die per Mausklick selbst gebaute Suse-Studio-Distribution.

Nautilus bald mit neuer Ansicht

Der Nautilus-Entwickler Christian Neumair hat im SVN eine neue kompaktere Ansicht für den Dateimanager implementiert. Ähnlich wie bei der Konkurrenz ordnet Nautilus die Einträge sowohl untereinander als auch nebeneinander an. Der Vorteil dieser Ansicht: Auf geringerem Raum finden mehr Ordner beziehungsweise Dateien Platz.

In einem anderen Codezweig führte Neumair zudem eine Reiteransicht ein, die wie bei einem Webbrowser einzelne Ordner in separaten Reitern anzeigt. Drag & Drop – also das Verschieben von Verzeichnissen und Dateien in andere Tabs – funktioniert bereits tadellos, jedoch sind noch nicht alle Fehler beseitigt. Wegen anstehender Prüfungen rief Neumair Ende Mai Entwickler dazu auf, sich an der Weiterentwicklung der neuen Ansicht zu beteiligen (http://blogs.gnome.org/cneumair/2008/05/26/i-need-a-helping-hand-make-nautilus-tabs-a-joy-for-users/). Bereits einen Tag später trafen die ersten Verbesserungsvorschläge für die besagte Reiteransicht ein.

Inwiefern andere Ansichtsmodi in Nautilus zukünftig noch einfließen sollen, ist heiß umstritten. Erst im Februar war die Nautilus-Mailingliste Anlaufstelle für eine Diskussion (http://thread.gmane.org/gmane.comp.gnome.nautilus/11147) um eine erneute Aufnahme einer Zweifenster-Ansicht, wie sie andere Dateimanager längst anbieten. Dabei kamen einige der Diskussionsteilnehmer zu dem Resultat, dass alleine schon aus Gründen der Benutzbarkeit die "Split View" derzeit noch nicht in den Dateimanager Einzug halten wird.

Gnomes Dateimanager Nautilus enthält ab der nächsten stabilen Version eine neue Kompakt-Ansicht.

DVB-Software für Gnome

In nahezu allen Regionen Deutschlands gibt es mittlerweile digitales Fernsehen – sei es per Antenne, Kabel oder Satellit. Gnome-Programme, die die neue Technik nutzen, sind derzeit allerdings noch dünn gesät. Sebastian Pölsterl nahm sich dieses Problems an und entwickelt momentan an einer entsprechenden DVB-Software (http://www.k-d-w.org/node/43).

Auf bereits bestehendem Code aufbauend, zaubert das Programm bereits erste digitale Fernsehbilder auf den Monitor. Trotz einiger Tücken, mit denen sich Pölsterl – Maintainer des beliebten Deskbar-Applets – Ende Mai herumschlug, dürfte eine erste benutzbare Version nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ausgerüstet mit der entsprechenden Hardware, zum Beispiel einem USB-DVB-Stick, rückt damit die neue Technik unter Gnome in greifbare Nähe.

Digitales Fernsehen gibt es künftig auch unter Gnome: Derzeit entwickelt ein Student eine passende Lösung.

Kurz notiert

Chiphersteller Via Technologies hat das Referenz-Design für sein neues Mini-Laptop Openbook unter der Creative Commons-Lizenz (CC) veröffentlicht. Auf der Webseite http://www.viaopenbook.comstellt der taiwanische Hersteller die Designvorlagen inklusive CAD-Zeichnungen zur Verfügung. Das Referenzdesign basiert auf Vias energiesparendem C7-M-Microprozessor, der maximal 3,5 Watt Strom benötigt.

Mit 12 000 Besuchern konnte der Linuxtag 2008 in Berlin, der am letzten Mai-Tag seine Pforten schloss, einen deutlichen Zuwachs gegenüber 2007 (9600 Besucher) verbuchen. Laut Veranstalter kam auch 12 Prozent mehr internationales Publikum, der Anteil gewerblicher Aussteller nahm um fast 30 Prozent zu. Der 15. Linuxtag findet vom 24. bis 27. Juni 2009 statt.

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