Kleinkram

Festplattenkühler, wie man sie etwa in Racks findet, und Gehäuselüfter machen nicht nur oft unnötig Lärm, sondern sie steuern auch 1 bis 2 Watt zum Stromverbrauch bei. In normal gelüfteten Räumen mit einer Temperatur zwischen 20 und 23 Grad benötigen die meisten Rechner keine zusätzlichen Lüfter außer der CPU-Kühlung.

Falls Sie beim Arbeiten oft Musik hören, dann sollten Sie anstelle von Amarok oder Rhythmbox ogg123 oder mpg123 für das Playback nutzen: Die Kommandozeilentools beanspruchen die CPU weniger und benötigen nur 1 bis 2 Watt für das Playback, die grafischen Tools mindestens 5 Watt.

ACPI-Einstellungen

Nutzen Sie Sie Ihren Rechner nicht ständig, sollte er auch nicht immer mit voller Leistung arbeiten. Nutzen Sie also die vom BIOS angebotenen Stromsparmechanismen: In erster Linie sind das die ACPI-Zustände S1 (Power on Suspend, POS) und S3 (Suspend to Ram, STR) sowie das Speedstepping (falls der Prozessor dies unterstützt).

Auf das Speedstepping sollten Sie beim Kauf eines neuen Rechners unbedingt achten, da zum Beispiel die meisten Pentium-4-Prozessoren mangels dieses Features immer unter Volllast arbeiten und so unnötig Wärme produzieren und Strom verbrauchen. Bei den meisten CPUs ohne Speedstepping-Support können Sie immerhin im BIOS die Frequenz heruntersetzen. So lohnt es sich zum Beispiel, eine 2,4-GHz-CPU nur mit 2 oder 1,8 GHz zu betreiben.

Welche Powermanagement-Funktionen Ihr Rechner unterstützt, hängt von den BIOS-Einstellungen und meistens auch von der benutzten Distribution ab. Aktivieren Sie dazu die ACPI-Funktionen und setzen Sie die Einstellung Plug'n'play OS (oder ähnlich) auf YES. Müssen Sie zwischen S1 und S3 wählen, dann sollten Sie zunächst S3 ausprobieren, da der Rechner in diesem Zustand fast keinen Strom mehr braucht (unter 10 Watt), aber trotzdem in ein paar Sekunden wieder voll aufwacht. Im Standby-Modus (S1) schaltet der Rechner nur die Grafikkarte aus und fährt die Festplatte herunter. Das Aufwachen dauert keine Sekunde, und je nach Hardware sparen Sie 15 bis 30 Watt.

Auch hier stellten wir bei den Tests Merkwürdigkeiten fest: So funktionierte das Standby auf einem Testrechner unter OpenSuse 10.3 nur über den Befehl echo standby > /sys/power/state, das Powersave-Applet tat schlicht nichts. Zudem verbrauchte der Rechner nach dem Resume permanent 125 Watt statt der sonst konsumierten 90 bis 100 Watt.

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