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Studio Tux

Musix GNU+Linux 1.0r3_Stable

01.06.2008
Musix GNU+Linux spricht vor allem Musiker an, die im Tonstudio Aufnahmen machen oder ihre Musik am Computer mit Midi-Sequencern bearbeiten wollen.

Unter den musikalischen Pinguinen machte bisher vorallem die Jacklab Audio Distribution (kurz: JAD) von sich reden. Doch mittlerweile schickt sich eine argentinische Entwicklergruppe an, mit neuen, bedienerfreundlichen Konzepten ein absolut freies Linux als installierbare Live-Distribution unter dem Namen Musix GNU+Linux (http://www.musix.org.ar) aufzubauen. Die Version 1.0r3_Stable auf der Heft-CD fußt auf der Ur-Live-Distribution Knoppix.

Erste Einblicke

Den in Spanisch und Englisch gehaltenen Bootscreen verabschieden Sie mit der Bootprompt-Zugabe xorgmusix lang=de oder knoppix lang=de und warten auf den Login-Manager KDM. Wollen Sie Musix im Live-Modus mit Root-Rechten betreiben, geben Sie als Passwort einfach root ein.

Misslingt der Start, verrät die Hilfe unter [F3] einige zusätzliche Bootbefehle, die vielleicht weiterhelfen. Über den Schalter Menu | Session Type wählen Sie die Benutzeroberfläche und eine verfügbare Sprache aus. Alternativ dazu drücken Sie einfach [Alt]+[T]. Unter Musix GNU+Linux arbeiten Sie mit den Desktops KDE, Icewm, Fluxbox und Openbox. Ferner steht auch der spartanische TWM zur Auswahl.

Alle Oberflächen lassen sich aber gut bedienen und verfolgen mit Ausnahme des TWM das gleiche Bedienkonzept: Die Entwickler fassen die Software in Programmgruppen zusammen, die Sie über die farbigen Buchstaben-Icons der Kontrollleiste erreichen. Jede Programmgruppe benutzt einen eigenen Desktophintergrund und ordnet die Software in Form von Icons an.

Musix begrüßt Sie mit einem unter dem XMMS-Player laufenden spanischen Song, der beweisen soll, dass das Audiosystem schon einmal läuft. Über den mitgestarteten Alsa-Mixer pegeln Sie Ihre Soundkarte ein und bestätigen mit einem Klick auf Yes im Welcome-Fenster, dass die Musik ordnungsgemäß spielt.

Auf die Platte, fertig, los!

Auf dem General Desktop finden Sie das Icon Musix installieren. Das Programm bietet dazu die Wahl zwischen dem Knoppix- und dem Kanotix-Installer. Nutzen Sie Icewm, empfiehlt sich der Kanotix-Installer, da die Fonts des Knoppix-Installers äußerst schwer zu lesen sind. Kanotix macht einen sehr gelungenen Eindruck: Über Dialogreiter fragt das Programm die nötigen Informationen zur Partitionierung und dem Bootmanager ab, bevor es Musix mit spanischen, englischen und deutschen Zwischeninformationen auf die Platte bannt.

Deutsche Lokalisierung

Mit Root-Rechten starten Sie über den Administratoren-Desktop (graues r) das Programm netcardconfig, das Sie durch den Einrichtungsdialog führt. Geben Sie die entsprechenden Daten ein und öffnen Sie eine Konsole. Frischen Sie mittels apt-get update die Repository-Daten auf und installieren Sie dann die deutschen Sprachpakete für KDE, Iceweasel, Icedove und KOffice:

# apt-get install kde-i18n-de iceweasel-l10n-de icedove-locale-de koffice-i18n-de

Über das KDE-Kontrollcenter richten Sie anschließend die neue Lokalisierung ein.

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