Konfiguration

Zunächst geht es ans Editieren der Konfigurationsdatei. Die meisten Variablen darin enthalten bereits sinnvolle Werte. An manchen Stellen sollten Sie die vorgegebenen Standardwerte allerdings an die lokale Konfiguration anpassen. Öffnen Sie die Konfiguration in einem Editor Ihrer Wahl, unter KDE zum Beispiel über [Alt]+[F2] und den Befehl kdesu kedit /usr/local/etc/mt-daapd.conf in der Befehlszeile. Für andere Desktopumgebungen verwenden Sie die jeweils äquivalenten Kommandos – in jedem Falle liegt die Konfigurationsdatei in /usr/local/etc/mt-daapd.conf, und um die Datei nach dem Ändern abzuspeichern arbeiten Sie als Benutzer root.

Navigieren Sie in der Konfigurationsdatei zunächst zur Zeile, die mit admin_pw anfängt. In dieser Zeile legen Sie das Passwort fest, mit dem Sie sich anschließend am Konfigurationsinterface von Firefly anmelden. Der Standardeintrag fällt freilich alles andere als sicher aus; setzen Sie hier also ein Passwort, das sich nicht so einfach erraten lässt.

Suchen Sie dann in der Konfigurationsdatei weiter unten die Zeile, in der der Eintrag mp3_dir vorkommt. Diese Zeile gibt an, in welchem Verzeichnis sich die MP3-Dateien befinden, die Sie später über den Firefly-Server anbieten möchten. Tragen Sie hier den passenden Ordner ein. Beachten Sie, dass der Eintrag lediglich die Angabe eines einzelnen Verzeichnisses erlaubt. Liegen die MP3-Dateien in mehreren Ordner verstreut, gilt es, sie zunächst in einem neuen Ordner zu vereinen und diesen tragen dann hier einzutragen.

Schließlich passen Sie noch den Eintrag servername an Ihr Setup an. Die Direktive bestimmt, welcher Name später in den Abspielprogrammen, die Sie verwenden, beim Eintrag für den MP3-Server steht. Speichern Sie die Konfigurationsdatei ab.

Externe Software

Damit Firefly korrekt arbeitet, bedarf es einiger Zusatzprogramme: Installieren Sie die Pakete Ihrer Distribution, die die Programme Oggdec und Flac enthalten. Unter Debian gehören diese beispielsweise zu den Paketen vorbis-tools und flac. Nach dem Einrichten der Zusatzpakete spricht nichts mehr dagegen, Firefly zu starten: Öffnen Sie dazu eine Kommandozeile und geben Sie als Benutzer root folgenden Befehl ein:

# /usr/local/sbin/mt-daapd -c /usr/local/etc/mt-daapd.conf

Wundern Sie sich nicht, wenn der neue Server in einem iTunes oder Amarok, die im Netzwerk arbeiten, nicht sofort erscheint. Bevor Firefly seine Dienste im Netzwerk verkündet, geht er zunächst die Dateien durch, die er im von Ihnen angegebenen Ordner für MP3-Dateien findet. Von diesen liest er die ID3-Tags ein und erstellt intern ein Verzeichnis der vorhandenen Lieder. Erst danach nimmt der Server seine Arbeit auf.

Probieren Sie Ihren neuen MP3-Server aus, und starten Sie einfach die Wiedergabe in einem passenden Player im Netzwerk. Tönt es aus den Lautsprechern, funktioniert der Media-Server.

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