Auf die Platte

Wer Ubuntu näher betrachten möchte, findet auf der Installations-CD den von früheren Versionen bereits bekannten Mechanismus, bereichert um eine schon beim Systemstart mögliche Sprachauswahl. Die Live-CD lädt ein vollständig benutzbares System mit Gnome-Oberfläche. Ein Klick auf Install startet die Systemeinrichtung. Wer sich dazu schon vorher entschieden hat, wählt im Bootmenü den Punkt Install Ubuntu (Abbildung 7): Statt des kompletten Gnome-Desktops startet dann zeitsparend direkt die Installationsroutine.

Abbildung 7: Das Startmenü der Installations-CD bietet in der neuen Ubuntu-Version teilweise auch deutschsprachige Beschriftungen. Wer sich die Ladezeit für den vollständigen Gnome-Desktop sparen möchte, gelangt direkt in die Installationsroutine.

In sieben Schritten fragt der Einrichtungsmanager relevante Daten wie Zeitzone, Tastaturbelegung und Festplattenpartitionierung ab. Dann richtet er den ersten Benutzer ein, der automatisch administrative Rechte erhält. Vorhandene Betriebssysteme wie Windows oder andere Linux-Varianten landen automatisch im Bootmenü auf der Festplatte.

Den Umstieg auf Ubuntu gestaltet der zur Installation gehörende Migrationsassistent besonders einfach. Er durchsucht vorhandene Windows- und Linux-Installationen nach persönlichen Einstellungen, um diese direkt ins neu angelegte Benutzerkonto zu übertragen. Dabei berücksichtigt er Firefox, Internet Explorer, die E-Mail-Programme Outlook und Evolution sowie verschiedene Instant Messenger. Auch Hintergrundbilder und existierende Dokumente kopiert er auf Wunsch.

Zu Windows kompatibel

Windows-Benutzer, die beim Umstieg auf das neue Betriebssystem zögern, erhalten eine besonders komfortable Möglichkeit, das neue Ubuntu auszuprobieren: Wubi [12] installiert ein voll funktionstüchtiges System innerhalb einer existierenden Windows-Partition. Es legt dazu eine Abbilddatei an, die eine virtuelle Festplatte enthält. Von ihr lässt sich das System nach einem Neustart aus dem Windows-eigenen Bootmanager heraus hochfahren.

Mit Wubi spart man sich die Partitionierung der Festplatte, bis man restlos vom Umstieg überzeugt ist. Für den Dauereinsatz empfiehlt sich allerdings doch der Einsatz auf einer eigenen Partition, denn die Wubi-Technik bringt Leistungsverluste mit sich. Das System lässt sich zwar durchaus nutzen, läuft aber merklich langsamer. Die Installation setzt lediglich einigen freien Speicherplatz voraus: Eine Basisinstallation braucht etwa vier Gigabyte, daneben sollte noch Spielraum für Benutzerdaten und nachinstallierte Software bleiben.

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