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Eine weitere Abweichung von den Gnome-Vorgaben erlaubt sich Ubuntu in Sachen Webbrowser. Statt des Gnome-Programms Epiphany setzt es auf den populären Firefox. Entgegen der ursprünglichen Planung hat Mozilla den Veröffentlichungstermin jedoch auf Juni verschoben, sodass Release 3 des Browsers noch nicht pünktlich zu "Hardy Heron" fertig war. Die Ubuntu-Entwickler beschlossen deshalb, auf eine bereits stabil laufende Beta-Version zurückzugreifen.

Rein äußerlich passt sich der neue Firefox nun auch einer Linux-basierten Desktopumgebung besser an als seine Vorgänger. Wie schon von der Windows-Version her bekannt, verwendet es nun die vorgegebenen Icons und Theme-Einstellungen. Desweiteren verbessert Firefox 3 die Performance deutlich [10], gleichzeitig sinkt der Speicherverbrauch. Ansonsten sorgte vor allem das erneuerte Bookmark-System für Aufmerksamkeit: Zu den statischen Lesezeichen kommen nun "Smart Bookmarks" hinzu, wo häufig besuchte Seiten automatisch landen.

Wer der offiziell noch nicht freigegebenen Firefox-Ausgabe misstraut, greift auf die im Universe-Repository weiterhin vorhandene Version 2 des Browsers zurück. Ansonsten haben die Ubuntu-Entwickler angekündigt, die fertige Firefox-Version bei Erscheinen im Rahmen der üblichen Updates nachzuliefern.

Zum Kern

Unter der Oberfläche des Desktops arbeitet der Linux-Kernel nun in Version 2.6.24. Besondere Vorteile bringt er bei der Virtualisierung: KVM zählt nun als offiziell von Ubuntu unterstützter Bestandteil, und die Oberfläche von Virtual Machine Manager [11] macht die Verwaltung virtueller Gastsysteme einfach.

Was die Sicherheit angeht, behält Ubuntu seinen von Debian vorgegebenen Pfad bei: Statt mit einer Personal Firewall nachträglich zu flicken, kennt eine Standardinstallation von Ubuntu von vorneherein keine nach außen offenen Serverdienste und damit auch keine potenziellen Angriffspunkte. Netzwerkadministratoren, die ein Ubuntu-System als Firewall einsetzen möchten, hilft das Kommandozeilenwerkzeug UFW ("Uncomplicated Firewall").

Fachwissen über die Funktionsweise von Firewall-Regeln bleibt auch mit UFW unverzichtbar. Haben Sie jedoch die gewünschten Regeln erst einmal entworfen, stellt deren Aktivierung mit einem Kommando wie sudo ufw allow www für die Öffnung des Ports 80 ein Kinderspiel dar.

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