Ansichtssache

Aufgrund der hochqualitativen Codecs bietet RecordMyDesktop sehr ansprechende Ergebnisse. Die Synchronisation der Audio- und Videosignale funktioniert ohne jegliche Einschränkung, und die Wiedergabe des aufgezeichneten Bildschirms geschieht in exzellenter Qualität, und zwar in jeder Auflösungsstufe.

Für unseren Test nahmen wir Videos einmal mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln bei 15 Frames pro Sekunde auf und anschließend mit 1280 x 1024 Pixeln bei ebenfalls 15 Bildern pro Sekunde. Dabei gefiel die anschließende Wiedergabe durch flüssige Bewegungen ohne Aussetzer oder Ruckler bei erstklassiger Schärfe – und das auch im Vollbild-Modus. RecordMyDesktop spielt selbst bei interpolierten Auflösungen ohne Murren mit, und das auch dann, wenn man während der laufenden Aufzeichnung die Bildschirmauflösung modifiziert.

Bei solch hohen Ansprüchen an die Videoqualität fallen freilich auch entsprechende Ansprüche an den Speicherplatz an: 50 MByte pro Minute müssen Sie allein für die Rohdaten einkalkulieren. Daher ist es auch ratsam, insbesondere bei umfangreicheren Bildschirmvideos die Aufzeichnung in mehrere Sequenzen zu unterteilen. Das erhöht nicht nur die Flexibilität bei der Speicherplatzverwaltung, sondern ermöglicht es Ihnen auch, komplexe Sachverhalte in kleinere Kapitel aufzuteilen.

Fazit

Mit RecordMyDesktop lassen sich endlich auch unter Linux Bildschirmvideos in sehr guter Qualität anfertigen. Trotz der relativ niedrigen Versionsnummer arbeitet die Software stabil und bringt bereits alle benötigten Funktionen mit. Die Bedienung gestaltet sich dabei weitgehend selbsterklärend und erfordert keinerlei Einarbeitung. Somit lässt sich RecordMyDesktop auch dort sinnvoll und effizient einsetzen, wo es darum geht, nur in eine neue Software einzuführen.

Lediglich die hohen Anforderungen an den freien Speicherplatz auf der Festplatte sowie der Zwang, für eine flüssige Bildaufzeichnung einen leistungsstarken Prozessor einsetzen zu müssen, trüben die Freude an RecordMyDesktop. In Zeiten, in denen sich die Festplattenkapazität im TByte-Bereich bewegt und die CPU-Taktfrequenzen bei mehreren GHz liegen, lassen sich diese Anforderungen aber verschmerzen.

Infos

[1] RecordMyDesktop: http://recordmydesktop.iovar.org

[2] Istanbul: http://live.gnome.org/Istanbul

[3] Binaries für Fedora und Mandriva: http://rpmfind.net

[4] Binaries für Slackware: http://linuxpackages.net/pkg_details.php?id=12106

[5] Binaries für (Open)Suse: http://rpmseek.com.

[6] Quellpakete: http://sourceforge.net/projects/recordmydesktop.

[7] Theora: Oliver Frommel, "Zur Sonne, zur Freiheit", LinuxUser 07/2006, S. 92, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/07/092-theora/

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Mit Kdenlive Video-Tutorials erstellen
    Wollen Sie Ihre Computerkenntnisse anderen Anwendern vermitteln, können Sie ein Video-Tutorial erstellen. Mit den richtigen Programmen nehmen Sie die Aktionen auf dem Desktop und Ihre eigenen Kommentare auf.
  • Neue Software
    Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise.
  • … und Action!
    Screencasts eignen sich ideal für Online-Präsentationen oder das Demonstrieren einer bestimmten Desktop-Funktion. Mit SimpleScreenRecorder erstellen Sie professionell wirkende Bildschirm-Videos.
  • Blackpanther: Linux aus Ungarn
    Ungarn gilt vielen Open-Source-Freunden als weißer Fleck auf der Landkarte. Doch auch in der Puszta ist Linux kein Unbekannter mehr, wie Blackpanther OS beweist.
  • Bildschirmvideos mit Demorecorder auzeichnen
    Bildschirmaktionen lassen sich mit freier Software unter Linux nur recht umständlich aufzeichnen. Das kommerzielle Tool Demorecorder zeigt, wie es einfacher geht.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 02/2017: SICHER IM NETZ

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Samba-Server für Win-Daten & Linux-Dateirechte
Gerd Grundmann, 12.01.2017 18:25, 0 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe ewig gegooo.. aber nicht wirklich gefunden, was ich suche. Auf mei...
LM Cinnamon 18.1Serena 64 bit
Herwig Ameisbichler, 11.01.2017 13:02, 6 Antworten
Hallo an alle. Bin Linux Neuling.Habe auf meiner SSD neben W10 (finde ich nicht mehr)LM17.2 auch...
Bilder in E-Mail einbinden?
Werner Hahn, 23.12.2016 12:18, 4 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.04, Mozilla Firefox Ich bitte um eine leicht verständliche Anle...
Linux Mint 17.2
Herwig Ameisbichler, 17.12.2016 11:19, 4 Antworten
Wer kann mir helfen? Hab seit gestern Linux am Pc.Wie kann ich diese Miniaturschrift im Menü,Lei...
Linux 17.2 Treiber f. PC Drucker installieren
Ernst Malitzki, 11.12.2016 13:04, 7 Antworten
Habe einen PC Drucker von HP. Möchte diesen PC Drucker an meinen PC anschließen. Hierzu benötige...