Mehrarbeiten

Die Möglichkeiten von Pstoedit erschöpfen sich nicht im reinen Konvertieren. Das Programm kennt eine Vielzahl von Parametern, mit denen Sie beim Konvertieren das Ausgangsbild ein wenig ändern. Mit -xscale .5 halbieren Sie die Breite des Bildes, mit -yscale 2 verdoppeln Sie dessen Höhe. Postscript-Dateien enthalten oftmals mehrere Seiten. Der Parameter -split teilt mehrseitige Dokumente in Einzelseiten. Eine vollständige Liste aller Parameter erhalten Sie mit pstoedit -help im Terminal.

Interessanterweise erzeugt Pstoedit aus Postscript-Dateien auf Wunsch auch Programme. Ein pstoedit escher.ps escher.tk schreibt in die Datei den Code für ein TK-Applet, welches Sie einfach durch sh escher.tk starten (Abbildung 5). Der Aufruf setzt aber voraus, dass TK auf Ihrem System installiert ist. Unter Ubuntu holt ein sudo apt-get install tk8.5 dies nach. Wer Skriptsprachen nicht mag, sollte sich die Module java1 und java2 etwas genauer ansehen: Damit erzeugen Sie bei Bedarf Java-Code.

Abbildung 5: Pstoedit erzeugt auf Wunsch auch TK-Quellcode, der ein Applet und die Grafikdaten für das entsprechende Motiv enthält.

Problemfälle

Postscript ist neben dem Dokumentensatz eine Turing-vollständige Programmiersprache, wodurch sich eine Vielzahl an Unterschieden bei möglichen Eingabedateien für Pstoedit und dessen Treiber ergibt. Im Test war es nicht möglich, den Escher beispielsweise in das SWF-Format zu konvertieren, da der Konverter sich mit eingebundenen Schriften nicht vertrug.

Das Umwandeln der im selben Verzeichnis befindlichen Datei tiger.eps nach SWF klappte jedoch anstandslos. Daneben hat Pstoedit Probleme mit komplexen PDF-Dokumenten. Im Test reichte die Bandbreite von verschlucktem oder falsch konvertiertem Text bis hin zum reinen Extrahieren der in einer PDF-Datei eingebetteten Bilder.

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