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Hagen Höpfner
Aus: LinuxUser 5/2008
Der Teufel liegt im Detail
Bei genauerem Hinsehen finden sich ein paar Makel: So enthält das KDE-Menü einige Doppeleinträge. Wie Abbildung 5 zeigt, tauchen neben Hilfe und Datei/Ordner Suchen noch weitere Menüeinträge doppelt auf. Der Grund dafür: Sowohl KDE-3- als auch KDE-4-Programme warten auf ihren Einsatz und nutzen im Menü die gleichen Namen. Die eine Hilfe gehört demnach zu KDE 3 und kommt in Deutsch daher, wohingegen die KDE-4-Hilfe Englisch spricht (Abbildung 6). Andere Distributionen lösen diese Koexistenz dadurch, dass sie Duplikaten die jeweilige Versionsnummer mitgeben.
Abbildung 5: Das KDE-Menü enthält überflüssige Doppeleinträge.
Abbildung 6: Sprachenwirrwar: KDE4-Applikationen können auch unter KDE3 benutzt werden, sprechen dort aber Englisch.
Fazit
Knoppix war schon immer etwas mehr als ein rein textbasiertes Rettungssystem. Dennoch fällt auf, dass sich die weitere Entwicklung zunehmend in Richtung Desktop-System verschiebt. Sicherlich ist der Ansatz, das Grundsystem von DVD oder CD zu booten und nur die persönlichen Daten auf einem USB-Stick oder dergleich zu speichern, durchaus interessant – trotzdem geben die meisten Anwender einem fest installierten Linux den Vorzug. Immerhin lasst sich auch Knoppix 5.3 auf die Festplatte übertragen und dort von eventuell als Ballast Empfundenem befreien. Es funktioniert dann wie eine "normale" Debian-basierte Distribution. Als Leitfaden dazu hilft beispielsweise das Knoppix-Kompakt-Buch [2] von Galileo.
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