Buchtipp

15.01.2009

Modernes Webdesign

Jeder, der schon einmal versucht hat, eine Webseite zu erstellen, weiß ein Lied davon zu singen: Die Liste der möglichen Fehler scheint unendlich lang. Das reicht von falsch gewählten Farben und Fonts bis hin zu einem ungeschickten Aufbau, der die Seite für den Benutzer unbrauchbar macht. Manuela Hoffmann gibt mit dem vorliegenden Buch "Modernes Webdesign" zahlreiche nützliche Hinweise, wie Sie solche Fehler vermeiden.

Die erste Hälfte der reich bebilderten Lektüre beschäftigt sich mit grundlegenden Stilelementen und bietet jede Menge praktische Anwendungsbeispiele. Erfreulicherweise hat der Verlag dem Buch ein besseres Papier und farbigen Druck spendiert, so dass die Abbildungen entsprechend zur Geltung kommen. Am Rand der meisten Seiten finden Sie Hinweiskästen, die Ihnen nützliche Zusatzinfos liefern.

Die zweite Hälfte des Buches gibt sich eher praxisorientiert. In den ersten Abschnitten erläutert die Autorin verschiedene Werkzeuge wie Editoren und Webbrowser. Außerdem verweist sie darauf, wie wichtig Ordnung in den Projektdateien ist und empfiehlt beispielsweise Subversion zum Verwalten der Daten. In den folgenden Kapiteln geht sie auf grundlegende Elemente von HTML und CSS ein. Das letzte Kapitel widmet sie der technischen Umsetzung des zuvor beschriebenen.

Egal ob Profi oder ambitionierter Einsteiger: Das Buch liefert jedem an Webdesign Interessierten viele wichtig Hinweise, die nicht nur das Design aufwerten, sondern auch die Usability verbessern. (tle)

Infos

Manuela Hoffmann

Galileo Design

Galileo Press, 2007

ISBN: 978-3-8362-1109-3

367 Seiten, 39,90 Euro

http://www.galileocomputing.de

Gentoo Linux

Was Autor Gunnar Wrobel schon im Vorwort betont, belegt das erstmalige Durchblättern des Buches "Gentoo Linux": Es eignet sich nicht für Anfänger, Einsteiger oder Umsteiger, sondern richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Linux-Anwender mit reichlich Konsolenerfahrung. Der Grund liegt allerdings nicht in der Affinität des Autors, sondern in der Eigenheit von Gentoo, das der Anwender hauptsächlich aus den Quellen kompiliert.

Folgen Sie der Anleitung des Buches, bekommen Sie relativ selten eine grafische Benutzeroberfläche zu Gesicht, lernt aber dafür umso mehr über Linux. Damit Sie ohne Umschweife loslegen können, enthält das Buch die Live-DVD Gentoo 2007.0, auf die sich die ersten Kapitel des Buches beziehen. Nachfolgend führt der Autor den Leser Schritt für Schritt an die Besonderheiten im Umgang mit der Distribution heran, und erklärt dabei auch Hintergründe, etwa zu Emerge oder alternativen Vorgehensweisen.

Trotz des zuweilen eher trockenen Themas sorgt der Autor mit einem gelungenen Schreibstil dafür, dass das Lesen nicht ermüdet. Verzeichnisinhalte und ellenlange Konfigurationsdateien abzudrucken, von denen der Autor teilweise selbst behauptet, dass nur wenige Aspekte davon von zentraler Bedeutung seien, schmälert allerdings den ansonsten guten Eindruck, den das Buch hinterlässt. (tle)

Infos

Gunnar Wrobel

Gentoo Linux

Open Source Press, 2008

ISBN: 978-3-937514-34-5

416 Seiten, 39,90 Euro

https://www.opensourcepress.de

Auf Höhe der Grasnarbe

Wer sich Linux über die Literatur nähern möchte, tut dies entweder in Form einer Referenz zu einer der aktuellen Distributionen oder über einen eher allgemeinen Ansatz, wie in das Buch "Unix" von Arnold Willemer verfolgt. Das umfasst neben den Eigenheiten von Linux zusätzlich die Besonderheiten der bekannten kommerziellen Unices, so dass Sie als Leser einen Eindruck gewinnen, wie gleich beziehungsweise verschieden Welten mit ähnlichem Aufbau sein können.

Das Buch kommt in einer niedrigen Flughöhe rein und macht den Leser erstmal mit den Grundlagen von Unix-Systemen vertraut. Erläuterungen zum Dateisystem, Mehrbenutzerfähigkeit und Prozessen finden sich in diesem Kapitel. Danach hebt es langsam ab und schraubt sich über die Arbeit mit der Shell, das Administrieren des Systems bis zum Programmieren in Skriptsprachen und dem Klassiker C hoch. Ein augenzwinkernder Schreibstil sorgt dafür, dass während der Reise keine Langeweile aufkommt.

Für den interessierten Linux-Nutzer fallen viele wichtige Informationen ab, da sich freie und kommerzielle Unices in Bezug auf reine Anwendungen oft nicht unterscheiden. Darüber hinaus legt der Autor großes Gewicht auf die konkreten Verhältnisse unter Linux, dass er als Rettungsanker für die Existenz von Unix aus historischer Sicht ansieht. Insgesamt handelt es sich dabei um ein Buch, das sich durch die Vielzahl an Informationen langfristig als Nachschlagewerk eignet. (agr)

Infos

Arnold Willemer

Unix

Galileo Computing, 2008

ISBN: 978-3-8362-1071-3

1027 Seiten, 59,90 Euro

http://www.galileocomputing.de

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