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Um an den Client zu kommen, klicken Sie nach dem Anmelden auf der Webseite auf die Rubrik Download FREE und dann auf die passende Grafik. Im Beschreibungstext versteckt sich die Software hinter einem unscheinbaren Link, sie trägt ein sh als Endung. Speichern Sie die Datei in Ihrem Home-Verzeichnis und machen Sie sie über chmod u+x smg-installer.sh ausführbar. Öffnen Sie sie besser nicht in einem Editor – der zerstört eventuell den binären Teil durch das Einfügen von Umbrüchen.

Installieren Sie über den Paketmanager die SDL-Pakete für die Multimedia-Bibliothek und rufen Sie dann mit Root-Rechten das Installationsskript ./smg-installer.sh auf. Die entpackten Dateien landen unter /usr/local/bin und /usr/local/lib. Geben Sie anschließend smg-protocol-setup ein, um festzulegen, welchen Desktop Sie auf dem Client nutzen – [1] steht für Gnome, [2] für KDE.

Nun gilt es, das zu streamende Spiel einzurichten. Dazu melden Sie sich vom Linux-Rechner aus wieder auf der StreamMyGame-Webseite an und wählen Add Game. Im unteren Bereich finden Sie Felder, in die Sie die Daten für das Spiel eintragen. In die Zeile Choose a game... gehört der Pfad zur EXE-Datei des Spiels. Im Dropdownmenü darunter wählen Sie den beim Start des Streamer-Servers konfigurierten Namen des Windows-Rechners aus (supergame). Auch die Felder Name of the game und Additional information... müssen Sie ausfüllen.

Ein Klick auf Add Game to Streamer leitet Sie dann auf eine Konfigurationsseite weiter. Dort warten im unteren Bereich neben dem Spielnamen einige Icons. Ein Klick auf das Symbol mit dem blauen Haus (Stream Game at Home) bringt Sie auf die nächste Seite. Hier legen Sie die Qualität des Spiele-Streams fest, etwa – wie Abbildung 2 zeigt – in einer Auflösung von 640x480 Pixel, mit einer Video-Bandbreite von 4 Mbit/s und einer Audio-Qualität von 128 Kbit/s.

Abbildung 2: Über die Webseite legen Sie fest, in welcher Qualität der Server den Game Stream auf den Weg schickt. Die Webseite baut daraus einen Link zusammen, der Server und Client verbindet.

Jetzt geht's los

Klicken Sie erneut auf das Icon mit dem Häuschen, generiert die Webseite einen Link aus den erstellten Daten (Abbildung 3). Es genügt nun, auf Anwendung ausführen zu klicken, damit der Streamer-Client den Link öffnet. Der enthält alles, was er wissen muss, um den Streamer-Server zu finden. Die Software fragt Sie dann, ob das Spiel im Vollbildmodus starten soll. Klicken Sie auf Yes. Im nächsten Fenster benötigt der Client noch einmal die Zugangsdaten für die Webseite. Nach dem Klick auf Login startet auf dem Windows-Rechner das Spiel, was noch einen letzten Mausklick erfordert, um den Start zu genehmigen.

Abbildung 3: Dank der Installation des Streamer-Clients für Linux, weiß das System sofort, was es mit dem auf der Webseite erstellten Link anfangen soll und stellt die Verbindung zum Server her.

Im Test überging der Client zwar die Intro-Videos, präsentierte dann aber brav das Hauptmenü der Spiele. Um die Kontrolle über die Maus zu erlangen, genügt nun ein Klick mit der linken Maustaste – und dem Spiel aus zweiter Hand steht nichts mehr im Wege.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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