Ganz in Weiß
Linux-Spielekonsole für Unterwegs
Let's play
Anders als bei herkömmlichen Spielekonsolen lassen sich auf dem GP2X nicht nur eigens dafür programmierte Games starten. Mit frei verfügbaren und kostenlosen Emulatoren daddeln Freaks auch Spiele vom Amiga bis hin zur Playstation 1. Emulatoren gibt es wie Sand am Meer – nur die Konfiguration gestaltet sich für den Unerfahrenen bisweilen schwierig. Behilflich ist bei diesen wie auch bei allgemeinen Fragen das sehr aktive Forum der GP2X-Gemeinde [4].
ScummVM [5] eignet sich gut für den Einstieg in die Welt der Emulatoren: Im Test funktionierte er ohne zusätzliches Gefrickel, der Klassiker "Flight of the Amazon Queen" startete ohne Probleme (Abbildung 5). Sogar der Touchscreen arbeitete tadellos, was nicht immer so unkompliziert funktioniert. Eine Übersicht über Spiele, die via Emulator laufen und frei erhältlich sind, gibt eine Forumsseite [6]. Natürlich stehen zahlungskräftigen Anwendern auch kommerzielle Spiele zur Verfügung [7].
Wem das Display beim Spielen oder Betrachten von Filmen zu klein ist, der verbindet den F200 über das optional erhältliche TV-Kabel (SVHS) mit dem heimischen Fernsehapparat. Ein ebenfalls angebotenes Cradle mit 4 USB-Ports dient zum Anschließen externer Festplatten, USB-Sticks, Joysticks und Tastaturen. Zusätzlich verfügt es über einen TV- und Audio-Out-Anschluss sowie über einen seriellen und parallelen Port.
Hausgemachtes
Eigene Software für den GP2X zu schreiben, setzt nicht nur die Kenntnis einer geeigneten Programmiersprache, sondern auch die Einrichtung einer funktionierenden Entwicklungsumgebung voraus. Einführende Schritte und Tipps in das umfangreiche Gebiet des sogenannten Homebrews bieten eine Community-Seite [8] und das offizielle Entwicklerforum [9]. Der GP2X unterstützt eine ganze Reihe von Programmiersprachen. Die reichen von Altbekanntem wie C und Python bis hin zu eher Obskurem wie Fenix. Recht beliebt, aber nicht kostenlos ist GL Basic – und natürlich lässt sich der GP2X auch in ARM-Assembler programmieren.



