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Ganz in Weiß

Linux-Spielekonsole für Unterwegs

Und Start!

In der Grundversion erhalten Anwender neben dem F200 eine Kurzanleitung in Englisch und Koreanisch, ein USB-Kabel, einen Stylus (Stift für den Touchscreen) und eine CD mit einer ausführlichen Beschreibung von Gerät und Software (Spiele). Mit den Maßen von circa 14x8x3 cm und einem Gewicht von 207 g inklusive Akkus braucht er den Vergleich diesbezüglich zu Geräten anderer Hersteller nicht zu fürchten.

Rund 25 Sekunden nach dem Einschalten ist der F200 einsatzbereit. Über ein einfaches, aber übersichtliches Menü (Abbildung 2) rufen Sie die Grundfunktionen auf. Dazu verwenden Sie das Steuerkreuz oder navigieren mit Hilfe des Stylus. Zur Auswahl stehen Spiele, Video, Musik, E-Bücher, Foto und Settings. Hören Sie gern Musik, so müssen Sie auf die weiteren Funktionen nicht verzichten. Während ihr Lieblingssong spielt, können Sie Fotos ansehen oder in einem E-Book zu schmökern. Der Player unterstützt darüber hinaus ID3- und Liedtextanzeige, verschiedene Equalizer-Einstellungen sowie grundlegende Mediensteuerung. Auf dem internen Speicher befinden sich schon eine Handvoll Spiele, zusätzliche Software muss auf die Speicherkarte ausweichen.

Abbildung 2: Das Menü des F200 verschafft schnellen Zugang zu den Funktionen.

Fehlt Ihnen beim integrierten Musikplayer ein besonderes Feature – wie das Anlegen einer Playlist oder eine ansprechendere Oberfläche – installieren Sie einfach einen weiteren Musik- oder Videoplayer auf der SD-Karte. Hier kommt das vorsätzlich offene Systemdesign des GP2X-F200 zum Tragen: Neben dem freien Betriebssystem und Busybox setzt der Hersteller auf Standard-SD-Karten und stellt eine quelloffene Entwicklungsumgebung bereit. Letzteres sorgt für den großen Umfang an frei verfügbarer Software [1], die sich einfach auf einen Standarddatenträger kopieren lässt.

Aufrüsten

Anwendungen wie einen neuen Musikplayer rüsten selbst Anfänger einfach nach: Man lädt die gewünschte Software aus dem Software-Archiv herunter, entpacken sie und kopiert sie auf die SD-Karte. Dazu nutzt man entweder einen Cardreader oder verbindet den F200 direkt mit dem Rechner, um die Speicherkarte mit Daten zu füttern. So installieren Sie auch den freien Musikplayer GMU [2], der den GP2X um Playlists, Cover-Artwork (Abbildung 3), die Formate Musepack, Flac und einige Modulformate wie MOD erweitert. Danach gilt es, die Anwendung zu starten. Die Software kommt mit einer Startdatei, deren Namen die Endung .gpe oder .gpu trägt. Diese rufen Sie am besten aus dem Bereich game heraus auf.

Abbildung 3: Freie Programme wie der GMU-Musikplayer erweitern den GP2X-F200 um zusätzliche Features.

Nicht nur neue Player finden sich im File-Archiv: Die Bandbreite reicht von Werkzeugen wie Editoren und Betrachtern über Demos, Spiele und Emulatoren bis hin zu Entwicklungswerkzeugen, Firmware und Magazinen rund um den GP2X. Nützlich sind auch die "Launcher" (zu vergleichen mit einer Desktopoberfläche), die die Anwenderfreundlichkeit und Funktionalität des Geräts erhöhen. Mit dem alternativen Frontend GMenu2x [3] legen Sie Shortcuts zu Anwendungen und Spielen in Form von Icons ab (Abbildung 4); das Suchen der Startdateien in der Dateihierarchie der Speicherkarte entfällt ab sofort.

Abbildung 4: Mit dem neuen GMenu2x steht Ihnen ein alternatives Startmenü zur Verfügung.

Damit Ihnen gleich nach dem Reboot ein erweitertes Startmenü zur Verfügung steht, das Sie nach Belieben anpassen, entpacken Sie das Archiv in das Root-Verzeichnis der Speicherkarte. Die Datei autorun.gpu liegt jetzt im Stammverzeichnis, und der F200 ruft diese nach dem Neustart automatisch auf. Haben Sie genug von diesem Launcher, entfernen Sie einfach das Verzeichnis und die GPU-Datei.

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LinuxUser 03/2012

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