Servermanager

Filezilla kennt mehrere Möglichkeiten, mit einem Server in Verbindung zu treten. Zum einen bietet es, ähnlich der Adressleiste eines Webbrowsers, eine Quick-Connect-Funktion unterhalb der Menü-Icons. Hier genügt es, die Felder auszufüllen und auf den Schalter Verbinden zu klicken, um eine Verbindung herzustellen. Alle damit besuchten Server speichert das Programm in einer Verlaufsliste, die Sie mit einem Klick auf den Pfeil nach unten neben dem Verbinden-Button erreichen. Derzeit fehlt allerdings eine Funktion, die entsprechenden Server direkt in den Servermanager zu übernehmen.

Der Servermanager verhält sich analog zur Lesezeichenliste eines Webbrowsers, bringt aber deutlich mehr Funktionen mit (Abbildung 3). Sie starten ihn mit einem Klick auf das Icon Öffnet den Servermanager ganz links in der Menüleiste. Die einzelnen Server können Sie in Verzeichnissen ordnen, die Sie über den Schalter Neuer Ordner anlegen. Um ein Lesezeichen für einen Server anzulegen, klicken Sie zunächst auf das Verzeichnis, in dem er erscheinen soll, und danach auf Neuer Server. Da sich erstellte Einträge nachträglich nicht mehr anderen Verzeichnissen zuordnen lassen, sollten Sie im Vorfeld eine für Sie schlüssige Ordnerstruktur anlegen, in die Sie Ihre Einträge erstellen.

Abbildung 3: Im Servermanager des FTP-Clients legen Sie unter anderem fest, welchem Typ der Server entspricht, den Sie erreichen möchten.

Ein Klick auf den Server öffnet im rechten Fensterteil die zgehörigen Einstellungen. Im Hauptfenster Allgemein tragen Sie die Verbindungsdaten und den Servertyp ein (FTP, SSH File Transfer Protocol, etc.). Im Reiter Erweitert legen Sie unter anderem fest, welches Standardverzeichnis der Client lokal und remote nach der Anmeldung verwendet. In den Transfer-Einstellungen bestimmen Sie, ob Sie aktives oder passives FTP verwenden [4]. Um sich mit dem gewünschten Server zu verbinden, genügt ein Doppelklick auf den Eintrag.

Datenverkehr

Die Oberfläche von Filezilla gliedert sich in vier vertikal angeordnete Hauptbereiche. Der oberste zeigt die Logeinträge und informiert Sie damit über den Status und eventuell auftretende Fehler. Daran schließen sich im Explorer-Modus die lokale und darunter die entfernte Verzeichnisauflistung an. Alle zum Download vorgesehenen Dateien zeigt das Programm in der Warteschlange am unteren Fensterrand an.

Im Bereich der lokalen und entfernten Verzeichnisse zeigt die linke Fensterhälfte jeweils den Verzeichnisbaum, rechts davon sehen Sie den Inhalt des gewählten Ordners. Um Dateien oder Verzeichnisse zu kopieren, ziehen Sie diese via Drag & Drop direkt in das Zielverzeichnis. Alternativ befördern Sie sie in den Warteschlangenmanager am unteren Fensterrand, von wo sie in den aktuell aktiven Ordner im Verzeichnisbaum der Gegenseite wandern. Das selbe Ergebnis erzielen Sie mit einem Doppelklick auf die gewünschte Datei. Filezilla erlaubt auch programmübergreifendes Drag & Drop: etwa vom Konqueror in das Remote-Verzeichnis – jedoch nur von vom lokalen Rechner zum Server, nicht umgekehrt.

Dateien und Verzeichnisse aus der Warteschlange arbeitet Filezilla unabhängig von der Download-Quelle nacheinander ab. Ein nachträgliches Ändern der Reihenfolge ermöglicht das Programm bislang nicht. Auch fehlt eine Funktion, einzelne Dateien der Queue zu pausieren. Die Warteschlange stellt eine vom FTP-Browser unabhängige Instanz dar, die es auch während den Downloads erlaubt, im Dateibrowser andere FTP-Server aufzurufen. Am unteren Rand des Programm-Moduls wechseln Sie über Reiter die Ansicht zwischen fehlgeschlagenen und erfolgreichen Übertragungen. Der Tab Zwischengespeicherte Dateien zeigt die aktuelle Downloadwarteschlange.

Auch nach einem Neustart der Applikation bleibt die Downloadliste erhalten, befindet sich dann allerdings im Wartezustand. Um die Downloads fortzusetzen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag und wählen aus dem Kontextmenü Warteschlange abarbeiten. Wurde ein Download bereits teilweise abgearbeitet, so erscheint eine Abfrage, in der Sie festlegen, wie Filezilla verfahren soll. Zur Auswahl stehen unter anderem fortsetzen, überschreiben, umbenennen und überspringen.

Wünschen Sie nach Abschluss der Downloads eine Aktion, etwa das Beenden von Filezilla oder eine akustische Benachrichtigung, klicken Sie einen Eintrag in der Warteschlange mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü den Punkt Aktion nach Warteschlangenabarbeitung. Das Ausführen eigener Kommandos erreichen Sie über Befehl eingeben... (Abbildung 4). FXP unterstützt Filezilla derzeit nicht.

Abbildung 4: Die Warteschlange erlaubt den simultanen Download von Dateien unterschiedlicher Herkunft.

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