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Recherche-Künstler

Drei Desktop-Suchmaschinen im Vergleich

Logische Operatoren und mehr

Im Test stellte sich heraus, dass Beagle mit logischen Operatoren am besten umgeht. OR und AND sind die wichtigsten und am öftesten verwendeten Vertreter. Mit dem Minuszeichen schließen Sie Begriffe aus der Suche aus. Zwar dauern solche Suchanfragen dann in einigen Fällen länger, liefern aber eine präzisere Trefferausgabe. Tracker und Strigi ignorieren die Operatoren in den meisten Fällen und liefern nur ungenaue Resultate.

Insgesamt fielen die Ergebnisse bei allen drei getesteten Programmen recht unterschiedlich aus, da jeder Kandidat die Treffer anders gewichtet. Nur durch eine feinkörnige Suche kommen Sie unter Umständen zum selben Ergebnis. Die Tabelle "Suchhilfen" zeigt einen Überblick über die wichtigsten Features.

Suchhilfen

Programm

Logische Operatoren

Wörter ausschließen

Datumsanfragen

Suche nach Dateierweiterungen

URI-Suche

Schlüsselwörter

Beagle Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Tracker Nein Nein Nein Ja(*) Ja(*) Ja(*)
Strigi Nein Ja Nein Nein(--) Nein Ja

(*) eingeschränkt, (--) Programmabsturz

Da über Strigi keinerlei Informationen zur Verfügung stehen und im Test alle Versuche fehlschlugen, Features zu überprüfen, nahmen wir an, dass einige davon (noch) nicht implementiert sind. Auch die Mailingliste beziehungsweise Homepage von Strigi lieferte keine Angaben dazu.

Geschwindigkeit

Freilich zählt nicht nur die Treffergenauigkeit, sondern auch die Geschwindigkeit, in der die Programme Suchanfragen beantworten: Kein Anwender wartet gerne mehr als zehn Sekunden auf ein Ergebnis.

Beagle benötigte, abhängig von der Komplexität der Eingabe, zwischen zwei und sieben Sekunden je Suche. Es fällt auf, dass der Daemon speziell bei logischen Operatoren mehr Zeit benötigt. Sehr komplexe Suchanfragen, wie date:2000-2007 -linuxmagazin gnome OR kde -desktop, die in der Praxis eher selten vorkommen, brachten den Suchhund richtig ins Schwitzen und forderten über eine Minute geduldiges Warten. Hier bietet Beagle noch reichlich Platz für Optimierungen. Die CPU-Auslastung während der Suche schwankte zwischen 10 und 80 Prozent.

Tracker arbeitet im Vergleich dazu schneller: Abhängig von der Länge beziehungsweise Komplexität der Suchanfrage erledigte das Programm die Aufgabe innerhalb von zwei bis maximal fünf Sekunden. Die CPU belastet Tracker in den meisten Fällen nur gering, wobei aber Ausreißer nach oben in Richtung der 80-Prozent-Marke vorkamen. Alles in allem geht Tracker hier aber sorgsamer mit der CPU und dem Arbeitsspeicher um als es Beagle tut.

Bei einfachen Anfragen glänzt Strigi: Zwischen einer und drei Sekunden dauerte es, bis das Ergebnis erschien. Auch bei komplexeren Anfragen machte die Desktopsuche eine recht gute Figur. Allerdings ging dies manchmal auf Kosten der CPU, die dann zu knapp 90 Prozent ausgelastet war. Der Speicherverbrauch pendelte sich bei knapp 40 MByte ein.Die Tabelle "Tempo und Ressourcenverbrauch" fasst alle gewonnenen Ergebnisse zusammen.

Tempo und Ressourcenverbrauch

Programm

Einfache Anfrage

Komplexe Anfrage

CPU-Auslastung

Speicherverbrauch

Beagle 2 – 4 Sekunden 4 – 7 Sekunden 10% – 80% 47 MByte (beagled) + 25 MByte (beagled-helper)
Tracker 2 – 3 Sekunden 3 – 5 Sekunden < 10% 18 MByte
Strigi 1 – 3 Sekunden 4 – 6 Sekunden siehe Text 38 MByte
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Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


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