Strigi

Strigi [7] setzt ebenfalls auf den C++-Port der Lucene-Engine, kann aber auch mit anderen Backends umgehen, wie etwa mit SQLite oder Hyper Estraier. Das in C++ geschriebene Programm unterstützt bei weitem nicht so viele Dateitypen wie Beagle oder Tracker. Bedenklich stimmt der verschwenderische Umgang von Strigi mit den Systemressourcen, obwohl auf der Homepage des Projektes eigentlich das Gegenteil steht.

Im Test setzten wir Version 0.5.7 ein, die der Autor Ende Oktober vorstellte. Leider gelang es nicht, eine Version aus dem SVN-Repository sinnvoll zu nutzen, da der Snapshot beim Indizieren des öfteren mit einem CLucene-Ausnahmefehler abstürzte.

Strigi dient als Standard-Desktopsuche für KDE 4.0, was angesichts des hohen Ressourcenverbrauchs eher verwundert. Diese Strategie sollten die KDE-Entwickler besser nochmals überdenken. Zum Testen von Suchanfragen verwendeten wir den Qt4-basierenden strigiclient (Abbildung 3).

Abbildung 3: Der Strigi-Client ist sehr rudimentär gehalten und umständlich zu bedienen. Er zeigt neben den indizierten Dateien und Wörtern auch die Indexgröße an.

Auf die Plätze …

Die drei Kandidaten ließen wir auf ein Home-Verzeichnis los, das etwa 80 000 Dateien beziehungsweise Ordner enthielt. Bewertet wurden dabei:

  • die Zeit, welche die einzelnen Programme zum Indizieren benötigten,
  • der Ressourcenverbrauch und
  • die Trefferquote bei der anschließenden Suche nach Stichwörtern.

Als Testrechner diente ein IBM Thinkpad T41 mit einem 1,4 GHz schnellen Pentium-Mobile-M-Prozessor (Centrino) und 1,25 GByte Arbeitsspeicher. Ubuntu Gutsy (7.10) stellte das Referenzsystem. Aus Gründen der Chancengleichheit und um eine genauere Messung zu ermöglichen lief jeweils nur ein Suchdienst. Beagle compilierten wir mit Mono 1.2.5.1, da eine neuere Version noch nicht als Paket bereit stand. Strigi verwendete die Lucene-Engine, Tracker nutzte SQLite als Backend.

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