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OpenOffice aufgebohrt

01.03.2008
OxygenOffice Professional erweitert OpenOffice um zahlreiche nützliche Zusatzfeatures, Grafiken, Vorlagen und Fonts..

Ein Büropaket braucht jeder einmal – sei es, um einen Brief oder eine Bewerbung zu schreiben, die Ausgaben und Einnahmen auf seinem Girokonto im Auge zu behalten oder fürs Studium eine Präsentation zu erstellen. All das können Sie mit OpenOffice tun. Um jedoch schnell zum Ergebnis zu kommen, fehlen oft die passenden Erweiterungen. In diese Bresche springt OxygenOffice Professional. Basierend auf OpenOffice haben die Entwickler viele nützliche Zusatzfeatures und Komponenten hinzugegeben.

Die Installation

OpenOffice Professional enthält neben den Standardkomponenten für die Arbeit mit Texten, Tabellen und Präsentationen eine Reihe zusätzlicher Vorlagen und Cliparts. Die aktuelle Version 2.3.1 des Pakets laden Sie von der Webseite der OpenOffice-Fangemeinde [1] oder der Heft-DVD auf Ihren Rechner.

Die Linux-Versionen stehen als Debian- und RPM-Pakete zur Verfügung. Zur Installation entpacken Sie das heruntergeladene Archiv und wechseln +in das entstandene Verzeichnis de/RPMS. Dort befinden sich alle RPM-Verzeichnisse, die zum Office-Paket gehören. Es genügt ein Befehl, um diese auf Ihren Rechner zu installieren:

$ su tar xfz OOO_2.3.1_071207_LinuxIntel_install_de.tar.gz
$ cd de/RPMS
$ rpm -Uhv *.rpm

Im Verzeichnis desktop-integration finden Sie verschiedene Anpassungen für OpenSuse, Debian, Mandriva und Slackware. Um diese zu installieren, wechseln Sie in das Verzeichnis und greifen wieder auf die Dienste von rpm zurück:

$ cd desktop-integration
$ rpm -U openoffice.org-mandriva-menus-2.3-9238.noarch.rpm

Anwender von Ubuntu laden die Debian-Pakete auf den Rechner, entpacken diese und führen die Installation in der Konsole mit dpkg aus

$ cd de/DEBS
$ sudo dpkg -i *.deb

Der erste Eindruck

Auch bei OxygenOffice begrüßt Sie beim ersten Programmstart der Einrichtungsmanager. Danach landen Sie auf der Oberfläche des gewählten Programmmoduls. Dort lässt nur die veränderte Startgrafik darauf schließen, dass es sich um OxygenOffice handelt: Die Verbesserungen stecken im Detail. Öffnen Sie die Vorlagenauswahl, so sehen Sie eine große Anzahl Dateien, die Ihnen die Möglichkeit geben, ganz unterschiedliche Dokumente ohne großen Aufwand zu erstellen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Zahlreiche Vorlagen erlauben, schnell bestimmte Dokumente zu erstellen. Ein Piktogramm verrät, für welches Office-Modul eine Vorlage gedacht ist.

In der Gallery gibt es 4400 Cliparts und Fotos. Die fügen Sie einfach per Drag & Drop in das Dokument ein. Weiterhin finden Sie 90 verschiedene Schriftarten in den einzelnen Modulen, daneben gibt es zusätzliche Dokumentationen und Tools. Mit OOoWiki schlagen Sie Begriffe direkt aus dem Programm heraus in dem Online-Lexikon Wikipedia nach.

Die Entwickler haben OxygenOffice jedoch nicht nur mit Erweiterungen versehen, sondern auch einige Grundfunktionen von OpenOffice verbessert. Dazu gehören der PDF-Export, das Diagrammmodul und der Reportgenerator des Datenbankmoduls Base. Das Textverarbeitungsmodul kann nun auch Wikis erstellen und verfügt über einen MediaWiki-Exportfilter. Öffnen Sie eine fremde Textdatei, versucht OxygenOffice die verwendete Sprache zu ermitteln, was meist auch gelingt. In der Tabellenkalkulation Calc gibt es Ansätze einer VBA-Unterstützung.

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