Leserbriefe
Kein Polaroid?
LU 02/2008, S. 40: Ich weiß nicht, was für ein Imagemagick Sie verwenden – aber den zitierten Schalter -polaroid kennt das Programm nicht. Hartmut Wippich
LinuxUser: Den Schalter gibt es seit Imagemagick v6.3.1-6 (am 6. Januar 2007 freigegeben) als vereinfachte Form einer bereits bekannten und recht beliebten Operation auf Bilder (http://www.imagemagick.org/Usage/thumbnails/#polaroid). Aktuell ist gerade die Version 6.3.8 von Imagemagick.
Inkscape: Freud und Leid
LU 02/2008, S. 24: Zu Ihrem schönen Artikel über Inkscape habe ich noch einige Anmerkungen. Zum einen hat auch die aktuelle Version inkscape-0.45.1-72.i586.rpm für OpenSuse immer noch den ärgerlichen Bug aus der Version 0.44: Sie ruft keinen Druckdialog auf, sondern sendet die Grafik ohne Nachfragen direkt an den Drucker. Daneben fehlt dem Programm eine ganz entscheidende Fähigkeit, um es für wissenschaftliche Illustrationen und Skizzen unter Linux einsetzen zu können: Fast sämtliche installierten Schriften werden nicht korrekt verwendet, sondern durch irgendeine Standardschrift ersetzt — am schmerzlichsten ist dieser Verlust bei griechischen Zeichen. In der Version für Mac OS und Windows klappt das meines Wissens, aber hier regiert ja auch der Platzhirsch Illustrator von Adobe.
Was sich die Entwickler ebenfalls noch vom Pixelbruder GIMP abgucken könnten, wäre ein praxistaugliches Export Bitmap. Es reicht schlicht nicht, nur die Größe oder die Auflösung angeben zu können. Für echte Rasterisierung muss sich das unabhängig voneinander einstellen lassen, also zum Beispiel 10x10 mm2 @ 600 DPI. Gerade professionellere Nutzer, die die Grafiken noch in Druckwerke einbinden und hierfür rastern müssen, dürften das als gravierende Schwachstelle empfinden.
Ansonsten halte ich gerade die überschaubare Anzahl an Werkzeugen für einen Vorteil der Anwendung! Es erleichtert den Einstieg dramatisch und ermöglicht schnell erste Erfolge. Das gilt gerade im Vergleich zum Adobe Illustrator, der doch sehr sperrig zu bedienen ist. Trotz der genannten Schwachstellen ist das Programm daher für mich die erste Wahl, obwohl wir hier an der Uni Freiburg über Lizenzen für Adobes Creative Suite verfügen. Daniel Mader



