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Bunte Vielfalt

Office-Suiten im Test

Die Sonderdisziplinen

Außer Konkurrenz zum restlichen Vergleichstest laufen die Editoren für Präsentationen: Sie gibt es nur in KOffice in Form von KPresenter sowie bei Google, weswegen sie auch nur kurz Erwähnung finden sollen.

Im Test mussten beide Anwendungen eine Präsentation mit 17 Seiten, vielen Grafiken und teils gleichzeitig ablaufenden, mithin multiplen Effekten laden, bearbeiten und speichern. Als völlig ungeeignet erwies sich hier KPresenter: Beim Öffnen des Microsoft-Formats gab das Programm einen Export-Fehler aus. Nachdem wir diesen quittierten, hatten wir 17 blütenweiße, blanke Seiten vor uns. Kaum besser behandelt KPresenter das ODP-Dokument von OpenOffice Impress. Hier begnügte sich die Anwendung immerhin damit, die Texte und Effekte zu entfernen. Die verbleibenden Grafiken zeigen sich dafür in schauerlichen Farben und – zu allem Überfluss – augenfeindlich gepixelt.

Besser schlägt sich da die Online-Anwendung von Google. Sie kann zwar keine Präsentation im offenen Format einlesen, zeigt dafür aber das PPT-Format von Microsoft Powerpoint so an, wie es von uns erstellt wurde: Schrift und Grafiken waren in der gleichen hohen Qualität vorhanden wie in der Referenzdatei. Lediglich die Ein- und Überblendeffekte gingen beim Import verloren.

Eine Besonderheit des Google-Programms ist die Möglichkeit, die Präsentation online – quasi öffentlich – abzuspielen (Abbildung 7). Dazu kann der Benutzer weitere Personen einladen, die die Vorführung dann im Netz verfolgen. Damit eignet sich Googles Anwendung bestens, um Unterricht, Vorträge oder auch Besprechungen und Briefings ins Internet zu verlagern. Der Export zum lokalen Speichern erfolgt allerdings in keinem uns bekannten Office-Format, sondern ausschließlich als HTML-Datei.

Abbildung 7

Abbildung 7: Größeres Publikum geht nicht: Mit Google können Sie Präsentationen im Internet halten und erreichen so prinzipiell weltweite Aufmerksamkeit.

Fazit

Alle Programme aus dem Testfeld eignen sich in gewissen Grenzen als Alternative zu OpenOffice. Solange man nicht darauf angewiesen ist, fremde Formate zu importieren oder zu exportieren, erfüllen alle Kandidaten ihre Aufgaben im Büro-Alltag klaglos. Sobald es jedoch darum geht, Dokumente mit Anwendern zu tauschen, die andere Software als die eigene verwenden, stoßen fast alle Programme an ihre Grenzen. Der Austausch funktioniert meist nur mit recht schlichten Dokumenten zufriedenstellend.

Enthält ein Textdokument mehr als reine Texte oder erstrecken sich Tabellendokumente samt zugehöriger Verknüpfungen über mehrere Datenblätter, kommt es zu mehr oder minder schweren Katastrophen. Einzig Gnumeric konnte in unserem Test OpenOffice Calc das Wasser reichen, denn bis auf den mangelhaften ODS-Export und die fehlende Makro-Unterstützung zeigte es sich allen gestellten Anforderungen gewachsen.

Anwendungen in der Übersicht

Paketname Softmaker Office   Gnome-Office-Suite   KOffice     Google Docs
Komponente Textmaker Planmaker Abiword Gnumeric KWord KSpread KPresenter Textverarbeitung Tabellenkalkulation Präsentationen
Import Open-Document-Format ++ o - + + (1) --/-(1) + --/++(1) o
Import Microsoft-Format + - + ++ - -(1) --/-(1) + --/++(1) +
Export Open-Document-Format - o - o + --/-(1) nicht getestet + ++ o
Export Microsoft-Format - - - ++ + o o + ++ o
Funktionsumfang hoch hoch eingeschränkt sehr hoch sehr hoch eingeschränkt hoch eingeschränkt eingeschränkt eingeschränkt
Integration in Desktop nein nein ja ja ja ja ja nein nein nein
Speicherbedarf mäßig mäßig gering gering mäßig mäßig mäßig bis hoch browserabhängig browserabhängig browserabhängig
++ zufriedenstellend, + mit leichten Fehlern, - mit schweren Fehlern, – funktioniert nicht, o nicht vorhanden, (1) abhängig von der Komplexität des Dokuments
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LinuxUser 05/2014

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