Automatikgetriebe
Einstieg in die Makroprogrammierung
Aufwärmübungen
Bevor Sie sich an die Liste mit den Schriftproben machen, lockern Sie sich doch mit ein paar Aufwärmübungen, um sich für die folgenden Arbeiten im Basic-Editor fit zu machen. Tippen Sie den folgenden Code ein:
Sub AlleSchriften MsgBox "Hallo Welt", 0, "Ein Titel" End Sub
Bei der Eingabe stellen Sie fest, dass OpenOffice die einzelnen Befehlsbestandteile unterschiedlich einfärbt. Diese optische Hilfe bezeichnet man als Syntax-Highlighting. Zeichenketten beispielsweise erscheinen Rot, interne Basic-Befehle je nach Art in Blau oder Grün.
Um Ihr erstes Makro auszuführen, klicken Sie auf das zweite Symbol von links in der zweiten Symbolleiste: BASIC-Programm Ausführen. Es passiert – nichts. OpenOffice greift sich bei einem Klick auf die Schaltfläche immer das erste Makro im Modul, in diesem Fall die Subroutine Main – und die ist leer. Da wir sie für die Schriftproben nicht benötigen, können Sie die Routine einfach löschen oder die zwei Zeilen mit einem jeweils vorangestellten REM (vorübergehend) lahmlegen. Dann ist AlleSchriften das erste Makro, das nach einem erneuten Klick auf die Ausführen-Schaltfläche auch ein sichtbares Ergebnis liefert.
Sollte sich ein Tippfehler eingeschlichen haben, merkt OpenOffice das umgehend an. Auf logische Fehler im Ablauf stößt man allerdings erst während der Ausführung des Makros. Auch dann meldet sich OpenOffice mit einer allerdings oft eher dürftigen Aussage. In diesem Fall helfen die Schaltflächen mit den geschweiften Klammern in der Symbolleiste weiter: Sie arbeiten das Makro schrittweise ab.
Klappt alles wie geplant, erscheint das kleine Dialogfenster aus Abbildung 6. Der Befehl MsgBox erzeugt eine Dialogbox mit dem Inhalt Hallo Welt und dem Titel Ein Titel.
Alles im Eimer
Ein Programm ohne Variablen ist fast undenkbar. Eine Variable können Sie sich wie einen Eimer vorstellen, in dem Sie beliebige Dinge, wie Zahlen, Buchstaben, Zeichenketten oder ganze OpenOffice-Dokumente aufbewahren. Damit Sie mit diesen Vorräten nicht durcheinander geraten, erhält jeder Eimer eine Beschriftung.
Als Name scheiden allerdings alle Befehle, wie Sub, End oder MsgBox aus. Sie erkennen solche reservierten Wörter im Basic-Code an ihrer blauen Farbe. Zusätzlich gibt es bei der Wahl eines Variablennamens ein paar Namenskonventionen, an die man sich halten sollte, aber nicht muss: Ein vorangestelltes n weist auf eine Zahl als Inhalt, s deutet auf eine Zeichenkette und o auf ein von OpenOffice bereitgestelltes Objekt, wie beispielsweise ein Writer-Dokument. Die Arbeit mit Variablen das Beispiel aus Listing 1 zeigt.
Sub AlleSchriften nEineZahl = 7 nErgebnis = nEineZahl + 5 sTitel = "Das " + "Ergebnis" MsgBox nErgebnis, 0, sTitel End Sub
Achten Sie darauf, dass der Übersichtlichkeit halber jeder Befehl in einer eigenen Zeile landet. Damit OpenOffice Zeichenketten nicht mit Befehlen verwechselt, müssen sie immer in Anführungszeichen stehen, wie im Beispiel "Das" und "Ergebnis". Groß- und Kleinschreibung spielt bei Basic-Programmen hingegen keine Rolle: Anstelle von MsgBox könnten Sie auch msgbox schreiben.
Der erste Befehl packt die Zahl 7 in eine Konstante mit dem Namen nEineZahl. Die zweite Zeile addiert den Inhalt von nEineZahl mit 5 und legt das Ergebnis in der Variablen nErgebnis ab. Was mit Zahlen klappt, funktioniert auch mit Texten, wie die dritte Zeile beweist. Dort verschmilzt OpenOffice zunächst die beiden Zeichenketten Das und Ergebnis und wirft das Ergebnis in eine Variable mit den Namen sTitel.



