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Die Oberfläche von Amarok besteht aus mehreren Bereichen: Rechts stellt Amarok die aktuelle Wiedergabeliste dar. Links wählen Sie zwischen verschiedenen Ansichten: Kontext des aktuellen Songs, die Sammlung, Wiedergabelisten, Dateien, Magnatune (siehe Kasten "Magnatune" und Abbildung 2) und eingebundene externe Mediaplayer oder USB-Sticks. Unten rechts befinden sich die üblichen Steuerelemente für Abspielen, Pause, nächstes Stück und so weiter. Darunter informiert eine Statusleiste zum Beispiel über das aktuelle Stück, laufende Hintergrundprozesse.

Abbildung 2: Informieren, Probe hören und Alben kaufen: Die Alternative Musikplattform Magnatune integriert sich nahtlos in Amarok.

Magnatune

Nicht nur iTunes, auch Amarok integriert einen Online-Musik-Anbieter. Das Angebot unterscheidet sich vom Musik-Shop von Apple. Klicken Sie auf Magnatune und dann auf Aktualisieren, um die Liste mit den aktuell verfügbaren Alben zu laden. Statt bekannten Künstlern, die ihre Musik an große Labels lizensieren, finden Sie über 500 ausgewählte Alben von Künstlern, denen Magnatune eine Plattform für ihre Musik bietet. Ziehen Sie ein Album oder einen Song in die Wiedergabeliste. Sie dürfen wie bei einer Radiostation alle Songs in voller Länge beliebig oft kostenlos probehören. Den Hörgenuss unterbricht lediglich eine kurze Ansage am Ende jedes Songs.

Wenn Ihnen ein Album gefällt und Sie es herunterladen möchten, kaufen Sie es mit mit einem Klick auf Album kaufen. Nach Zahlung eines Betrages von 5 bis 18 US-Dollar via Kreditkarte lädt Amarok das Album im gewünschten Format herunter. Unter den angebotenen Formaten sind neben WAV, MP3 mit variabler Bitrate und AAC auch die Open-Source-freundlichen Formate Flac und Ogg Vorbis. Die Dateien sind frei von Kopierschutz und DRM-Beschränkungen, Sie dürfen sie auf CD brennen oder auf einen tragbaren Player laden. Magnatune ermutigt seine Kunden zudem, drei Kopien der gekauften Musik an Freunde weiterzugeben [10].

Auf die klassische Weise hören Sie mit Amarok Musik, in dem Sie sich selbst eine Wiedergabeliste zusammenstellen. Klicken Sie dazu in der linken, vertikalen Menüleiste auf Sammlung und ziehen Sie Musikstücke Ihrer Wahl in die Wiedergabeliste. Über Dateien greift Amarok auch auf Musikdateien zurück, die sich außerhalb der Sammlungsverzeichnisse befinden.

Damit erschöpfen sich die Möglichkeiten jedoch keineswegs: Die Wiedergabeliste zeigt in der Regel nur einen Ausschnitt aus den eigenen Beständen. Es ist daher wenig sinnvoll, wie bei XMMS und ähnlichen klassischen Abspielprogrammen alle Musikstücke in die Wiedergabeliste aufzunehmen und dann Titel daraus zufällig abzuspielen. Das Programm bietet vielmehr Hilfsmittel, wie den Kontextbrowser sowie intelligente und dynamische Wiedergabelisten.

Kontextbrowser

Der Kontextbrowser stellt eine ganze Reihe von Informationen rund um das derzeit abgespielte Stück bereit. Unter Musik zeigt Amarok das Cover und statistische Informationen, wie der Zeitpunkt des letzten Abspielens sowie die automatisch errechnete Punktezahl, benutzerdefinierte Labels und zusätzliche Alben des gleichen Künstlers. Neben der Punktezahl, die ein Ruby-Skript errechnet, gibt es noch die benutzerdefinierte Bewertung mit Sternen, die Sie unter Einstellungen | Amarok einrichten... bei Allgemein als Bewertung verwenden hinzuschalten.

Das Coverbild laden Sie mit einem Rechtsklick auf das Symbol und die Auswahl von Von Amazon.com holen. Bestätigen Sie den Vorschlag mit Speichern oder klicken Sie auf Nächstes Cover. Bequemer geht es bei vielen Stücken unter Extras | Coververwaltung mit einem Klick auf Fehlende Cover holen. Dort stellen Sie auch die Amazon-Lokalisierung ein.

Mit Hilfe des Online-Dienstes Last.fm zeigt Amarok sowohl ähnliche Interpreten als auch empfohlene Stücke über die gleichnamigen Schaltflächen an (Abbildung 3). Wählen Sie Einstellungen | Amarok einrichten | Last.fm | Last.fm-Dienste den Dienst Ähnliche Interpreten abrufen. Einen persönlichen Last.fm-Zugang brauchen Sie hierfür nicht (siehe Kasten "Last.fm").

Abbildung 3: Die Amarok-User-Gruppe bei Last.fm stellt mit mehr als 17 000 Mitgliedern eine große Community.

Last.fm

Bei Last.fm handelt es sich um ein Netzwerk, das Musikliebhabern auf Basis ihrer persönlichen Hörgewohnheiten neue Musik, Menschen mit ähnlichem Musikgeschmack und Konzerte in der Umgebung empfiehlt oder ein persönliches Internet-Radio erstellt [11]. Last.fm versucht von Musikverlagen und Musikern, Lizenzen für das Abspielen von Musik und Musik-Videos zu bekommen, und stellt ihnen erhöhte CD-Verkäufe durch die Empfehlungen in Aussicht. Die Basisdienste von Last.fm sind kostenlos, für eine werbefreie Web-Oberfläche, schnelleren Zugriff und zusätzliche Funktionen ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich [12].

Ein Last.fm-fähiger Player sendet auf Wunsch jeden abgespielten Titel an den Dienst. Last.fm nennt diesen Vorgang Scrobbeln. Es teilte sich früher die Audio-Datenbank mit Audioscrobbler und fusionierte dann mit dem ähnlich gelagerten Dienst.

Amarok war das erste Abspielprogramm mit umfassender Last.fm-Integration. Es nutzt Last.fm als Quelle zum Anzeigen ähnlicher Interpreten sowie empfohlener Stücke, für die dynamische Wiedergabeliste Empfohlene Stücke und spielt Last.fm-Radios. Das optionale Senden von Titelinformationen zu abgespielten Stücken an Last.fm setzt ein Anmelden auf der Website voraus, wobei Sie im einfachsten Fall Benutzername und ein Passwort festlegen. Amarok-Anwender treffen sich in der Last.fm-Gruppe "Amarok Users".

Der Kontextbrowser bietet weitere Möglichkeiten. Bei einem Klick auf Text lädt Amarok mit Hilfe eines Skriptes den Liedtext aus dem Internet. Zur Zeit bietet das Programm ein Ruby-Skript für Lyrc [13]. Findet das Skript den Text nicht, starten Sie mit Suchen eine Google-Suche, schneiden den Text aus dem Browser aus, klicken auf Bearbeiten und fügen den Text ein.

Zum Künstler liefert ein Klick auf Interpret weitere Informationen (Abbildung 4). Amarok zeigt den Wikipedia-Artikel zum Künstler. Mit einem Klick auf den Werkzeugschlüssel stellen Sie die Standardsprache um, alternative Sprachen listet Amarok auch unterhalb des Artikels. Auf Wunsch lädt Amarok auch die Seite zum Album oder zum aktuellen Stück.

Abbildung 4: Der Open-Source-Player zeigt Informationen aus der Wikipedia zum aktuellen Interpreten.

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