TV aus dem Keller
Videoserver selber basteln
Ausblicke
Um das Frontend auf dem Wohnzimmer-PC nicht immer manuell starten zu müssen, binden Sie auch dieses Programm direkt in den Systemstart ein. Dann können Sie die Tastatur verbannen und durch eine Fernbedienung ersetzen. Diese unterstützt MythTV genau so, wie das automatische Herauf- und Herunterfahren des Servers im Keller. Letzterer läuft dann nur, wenn tatsächlich eine Aufnahme stattfindet – und spart somit Strom. Auf Wunsch schneidet das Backend sogar automatisch die Werbeblöcke heraus.
Die zahlreichen, erhältlichen Erweiterungen auf der MythTV-Seite verwandeln den Videoserver in einen richtigen Mediaserver. MythTV spielt dann auch DVDs und verwaltet die Musiksammlung. Eine Beschreibung dieser ganzen Zusatzfunktionen würde den Rahmen dieser kleinen Einführung sprengen, MythTV bringt jedoch eine ausführliche Dokumentation im Unterverzeichnis docs des Quellcode-Archivs mit.
MPEG-Problematik
Um die per DVB transportierten Datenströme auf den Bildschirm zu bringen, müssen sie erst durch die Dekodierung. Dies übernehmen Bibliotheken, die bei manchen Distributionen fehlen. Normalerweise lassen sie sich aber bequem aus einem Repository unter dem Stichwort multimedia saugen. OpenSuse-Besitzer schalten wie anfangs beschrieben das Packman-Repository frei. Welche Bibliotheken Sie genau benötigen, verrät Kaffeine zum Beispiel beim ersten Start und bietet zugleich den Download an.
[1] MythTV Homepage:http://mythtv.org
[2] Webseite zu Linux-TV: http://linuxtv.org
[3] DVB-T-Hardware: Tim Schürmann, Marcel Hilzinger, "Glücksspiel", LinuxUser 12/2007, S. 42
[4] Distribution KnoppMyth: http://mysettopbox.tv/knoppmyth.html
[5] Distribution Mythbuntu: http://www.mythbuntu.org
[6] Bibliothek Libdca: http://www.videolan.org/developers/libdca.html
[7] Multimedia-PC fürs Wohnzimmer: Rene Gäbler, "Marke Eigenbau", LinuxUser 12/2007, S. 38



