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Pixel-Kunst

Gimp 2.4

Blick in die Zukunft

In der näheren Zunft wollen sich die Entwickler vor allem auf die Arbeit an einem neuen Programmkern konzentrieren: Der GEGL ("Generic Graphics Library") genannte neue Gimp-Core soll eine ganze Reihe von Neuerungen mitbringen, wie zum Beispiel eine bessere Unterstützung von hochauflösenden Fotografien (16 Bit und mehr je Farbkanal). Auch die Arbeitsweise beim Bearbeiten von Bilder soll sich verbessern. Den bisher verfolgten Ansatz der sukzessiven Bearbeitung, also des nacheinander erfolgenden Anwendens verschiedener Filter auf ein Bild, verwirft GEGL komplett. Ähnlich wie bei den von Adobe Photoshop bekannten Einstellungsebenen sollen künftig bei der Bildbearbeitung parallele Wege zum Ziel führen, wobei der Benutzer einzelne Funktionen ein- und ausschalten kann. Schon in der nächste stabilen Version 2.6 soll GEGL den bisherigen Kern ersetzen. Bis dahin wollen die Entwickler allerdings nicht noch einmal drei Jahre verstreichen lassen, sondern einen kürzeren Veröffentlichungszyklus realisieren – mal sehen, ob das auch klappt.

80 Minuten Videotraining: Gimp 2.4

v2b-gimp.png

Video2brain / Bettina K. Lechner

Video-Training Gimp -- ab Version 2.4

Addison-Wesley 2007

ISBN 978-3-8273-6125-7

DVD, 24 Seiten Bonusmagazin, 39,95 Euro

Sie möchten Sich in Gimp 2.4 einarbeiten? Auf der Heft-DVD zu dieser Ausgabe finden Sie im Verzeichnis video2brain eine Kostprobe von rund 80 Minuten Länge aus dem mehr als sechs Stunden umfassenden, profunden Videotraining von Video2brain, das Addison-Wesley zum Preis von 39,95 Euro anbietet.

Das im Adobe-Flash-Format gehalten Tutorial führt in gut verdaulichen kleinen Happen in die professionelle Bildbearbeitung, Fotoretusche und Webgrafik mit Gimp ein und lässt auch anspruchsvolle Aufgaben von Farbkorrektur über Bildkompositionen mit Ebenen bis hin zu Fotoretuschen und Webgrafiken nicht aus. Anders als es die Website zum Produkt vermuten lässt, kann man das Training nicht nur unter Windows und Mac OS, sondern auch unter Linux im Browser problemlos betrachten.

Den gut strukturierten und mit charmantem k.u.k.-Akzent vorgetragenen Ausführungen der Video-Trainerin Bettina Lechner lässt sich gut folgen. Eine komfortable Lesezeichen-Funktion ermöglicht, besonders interessante Stellen zu markieren oder nach einer Unterbrechung direkt an der zuletzt gesehenen Stelle fortzufahren. Einen Schönheitsfehler für Linuxer allerdings stellt dar, dass die Videos ausschließlich die Windows-Version von Gimp zeigen. Der Funktionalität tut das aber keinen Abbruch, denn das Gezeigte funktioniert ausnahmslos auch mit dem Linux-Gimp.

Glossar

Tango

Ziel des Tango Desktop Projects ist es, durch Stil-Richtlinien, Bibliotheken und ein einheitliches Benennungsschema für Icons ein konsistentes Aussehen der Benutzeroberfläche für freie Software zu erzielen.

ICC

International Color Consortium. Zusammenschluss von Herstellern von Bildbearbeitungsprogrammen mit dem Ziel, ein vereinheitlichtes Farbmanagement zu erzielen.

Infos

[1] Gimp: http://www.gimp.org

[2] Tango Desktop Project: http://tango.freedesktop.org/Tango_Desktop_Project

[3] OpenUsability: http://www.openusability.org

[4] Neugestaltung der Benutzeroberfläche: http://gui.gimp.org

[5] GEGL: http://www.gegl.org

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LinuxUser 05/2014

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