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Pixel-Kunst

Gimp 2.4

Farbmanagement

Für eine möglichst identische Wiedergabe von Farben auf allen Ausgabegeräten sorgt das neu implementierte Farbmanagement: Zum Beispiel soll es vermeiden, dass vom leuchtenden Rot auf dem Bildschirm nur noch ein verwaschenes Rosé auf dem gedruckten Foto bleibt.

Um solche groben Farbunterschiede zu verhindern, nutzt Gimp 2.4 ICC-Farbraumprofile, wie sie jeder Hersteller seinen Ein- und Ausgabegeräten beilegt. Erstellen Sie zum Beispiel ein Foto mit einer Digitalkamera, hinterlegt die ihr Farbraumprofil im digitalen Foto. Laden Sie das Bild anschließend im Gimp geladen, nutzt das Programm zunächst ein Standard-Farbraumprofil.

Um eine optimale Farbwiedergabe sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker zu erzielen, laden Sie die vorher auf der Festplatte hinterlegten Farbraumprofile der diversen Ein- und Ausgabegeräte im Werkzeugfenster über den Dialog Einstellungen | Farbverwaltung. Unter Bildschirmprofil geben Sie das ICC-Profil ihres Monitorherstellers an. Zusätzlich geben Sie unter RGB Profil noch ein Profil für andere Eingabegeräte (Scanner, Fotokamera, etc.) an und laden das passende Profil für Ihren Drucker unter Drucksimulationsprofil.

Benutzbarkeit

Viele Neuerungen in Gimp 2.4 sind dem Open-Usability-Projekt [3] zu verdanken. Im Zug der weiteren Entwicklung wird es nicht beim Überarbeiten der Menüs und Werkzeuge bleiben, sondern die Entwickler wollen auch die Ergebnisse einer grundlegende Benutzbarkeitsanalyse umsetzen.

Dafür verantwortlich zeichnen Mitwirkende, die viel von ihrer Freizeit in die Benutzbarkeit von Gimp stecken. Unter anderem hat man auf einer eigens anberaumten Konferenz geklärt, welche Benutzergruppen das Programm ansprechen soll und welche funktionalen Anforderungen daraus resultieren (siehe Kasten "Was ist Gimp, was nicht?").

Zusätzlich hat man Grafikern, Fotografen und Designern über die Schulter geschaut, um zu erfahren, wie der grundlegende Arbeitsstil dieser Zielgruppen aussieht. Aufgrund der Ergebnisse erarbeitete das Projektteam konkrete Aufgaben, deren Umsetzung noch viel Entwicklungszeit verschlingen wird.

An einer kompletten Dokumentation der Funktionen von Gimp 2.4 arbeiten die Autoren im Moment noch. Zusätzlich soll es ausführliche Tutorien geben, um die Benutzern beim Einstieg zu unterstützen. Im Werkzeugfenster-Menü finden Sie unter Hilfe Menüeinträge, die zu solchen Tutorien im Handbuch führen.

Was ist Gimp, was nicht?

Die Entwickler definieren anhand von sechs Punkten [4], was Gimp ist und was nicht. Vorrangig soll das Bildbearbeitungsprogramm freie Software bleiben sowie eine Entwicklungsplattform für neue Bildbearbeitungsalgorithmen bieten. Als primärer Einsatzzweck liegen Fotobearbeitung und die Gestaltung von Icons im Fokus. Zudem soll sich Gimp soweit konfigurieren lassen, dass man damit wiederkehrende Arbeiten schnell erledigen kann. Gesteigerten Wert legen die Entwickler auf die Feststellung, dass Gimp kein Klon einer andern Bildbearbeitungssoftware sein soll – und insbesondere kein Adobe-Photoshop-Imitat.

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LinuxUser 06/2012

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