Zum Schmunzeln

LU 01/2008, S. 6: Die LinuxUser-Ausgaben seit 11/2007 mit den Editorials, dem Gastkommentar in 01/2008 sowie den Leserbriefe las ich sehr aufmerksam und gelegentlich musste ich schmunzeln. Nach dem Editorial von Herrn Pelkmann war ich begeistert wie selten. Begeistert, weil diese Freiheit kontroverse Meinungen innerhalb der Redaktion zu publizieren, fast verstorben ist. Chapeau bas in Richtung der Redaktion. Das Risiko, dass die Kontroversen missverstanden werden – und auch wurden – sind Sie fast heldenhaft eingegangen.

Ich glaube, dass Sie als Redaktion ein Gleichgewicht zwischen den Themen für Alltagsanwender und Fortgeschrittene bewahren müssen. Auf den CDs und DVDs möchte ich lieber Distributionen, Artikel (und vielleicht so sogar E-Books?) aus der Linux-Welt sehen. Die "Verunreinigung" durch Windows-Programme lehne ich ab – das ist keine Glaubensfrage, sondern nur ordnungshalber für Sortieren von den Datenträgern. Seit vielen Jahren bin ich Abonnent von Zeitschriften aus der Windows-Welt, und dort finde ich MS-Programme, falls ich sie noch brauchen sollte. Christoph Mikolajski

Pech gehabt?

LU 12/2007, S. 10: In der Ausgabe 12/2007 haben Sie in den Buchtipps das Buch "Linux Hardware Hackz" von Jürgen Plate vorgestellt – für Linuxer, die auch mal gern den Lötkolben in die Hand nehmen, schien es ein gute Lektüre zu sein. Ich habe das Buch gekauft, und was Jürgen Plate dort zusammengetragen hat, ist schon bemerkenswert.

Aber: dem Buch liegt keine CD bei. Ausprobieren und Herumspielen mit den aufgezeigten Quellcodes ist offensichtlich nicht erwünscht, es sei denn man tippt sie ab. Dafür gibt es einen Super-Sonder-Spezialcode mit dem man sich das Buch als PDF-E-Book aus dem Internet laden kann – bei mir hat's nicht funktioniert. Bei einem Anruf beim Verlag wurde mir mit freundlichem, typischem Hotline-Tonfall erklärt, dass der Download und die Benutzung nur mit Windows möglich sei.

Auf meine Bemerkung hin, dass es sich doch wohl um ein Linux-Buch handle, wurde mir entgegnet, dass man doch nun wirklich nicht davon ausgehen kann, dass jemand kein Windows hat – ich hätte halt Pech. Aaahhh ja! Das war das erste und letzte Buch aus dem Hanser-Verlag, das ich gekauft habe. Mato Maassen

LinuxUser: Auf die Programme aus dem Buch müssen Sie trotzdem nicht verzichten. Diese und einiges an Zusatzmaterial finden Sie unter http://www.netzmafia.de/skripten/buecher/linuxhackz/index.html. Allerdings fanden wir die Begründung gelinde gesagt eigenartig und haben beim Verlag nachgefragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Nichtverfügbarkeit des Downloads für Linux an den technischen Einschränkungen beim entsprechenden Dienstleister Ciando liegt, der nicht nur für den Hanser-Verlag solche Downloads abwickelt. Ciando betreut auch die Hotline, bei der Herr Maassen angerufen hat.

Der Hanser-Verlag selbst ließ uns folgendes wissen: "Linux-Anwender sollen auf keinen Fall schlechter gestellt werden, jedoch können wir aufgrund der zur Zeit zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten den Service nicht für Linux-Plattformen anbieten. Wir bedauern das. Die einzige mögliche Alternative, um eine "Gleichstellung" zu erreichen, wäre es, diesen Service überhaupt nicht anzubieten. Diesen alternativen Weg haben wir bisher nicht gewählt. Wir arbeiten an einer Lösung, die es betriebssystemunabhängig möglich machen wird, die E-Books zu nutzen. Zurzeit können wir für Linux keine alternative Lösung anbieten. Nach unseren Erfahrungen haben gerade professionelle Anwender häufig Rechner mit mehreren Betriebssystemen oder mehrere Rechner im Einsatz, so dass sie auf andere Rechner oder Partitionen ausweichen können. In vielen Fällen bieten wir beziehungsweise unsere Autoren auch die entsprechenden Beispiele zum Download an, auf diese Weise können die Beispiele im Buch ebenfalls einfach genutzt werden." (jlu)

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