Aufmacher

Kreativität pur

Vektorgrafik mit Inkscape 0.45

01.02.2008 Inkscape war bisher schon gut. In der Version 0.45 präsentiert sich das Vektorzeichenprogramm allerdings noch kreativer.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Grafikprogrammen kreativ zu arbeiten: Die erste besteht darin, aus einzelnen Punkten (Pixeln) ein Bild zu gestalten. Alle Digitalfotos bestehen aus solchen Pixeln, die Sie am besten sehen können, indem Sie das Bild maximal vergrößern. Von Hand solche Pixelbilder zu gestalten, ist allerdings eher mühsam. Der zweite Kreativweg besteht darin, Objekte aus geometrischen Formen zusammenzusetzen: aus Linien, Ellipsen oder Polygonen.

Für beide Arten grafischen Handwerks gibt es typische Vertreter: Gimp für die Pixel- und Inkscape für Vektorgrafiken. Von Inkscape [1] erschien gerade die neue Version 0.45.1, deren zahlreiche Neuheiten und Verbesserungen wir Ihnen anhand praktischer Beispiele vorstellen.

Inkscape installieren

Auf gänzlich unkomplizierte Weise kommen die Benutzer von OpenSuse 10.3 zu Inkscape: Sie haben die neueste Version bereits an Bord. Anwender älterer OpenSuse-Versionen finden bei RPM-pbone.net [2] fertige Pakete, die sich schnell über die Konsole mit dem Befehl rpm -i Paketname einrichten lassen.

Unter Ubuntu und dessen Derivaten geben Sie – vorausgesetzt, Ihr PC hängt an einem Internetanschluss – auf der Konsole die folgende Befehlsfolge ein:

# sudo apt-get update && apt-get install inkscape

Danach müssen Sie noch Ihr Administratorpasswort eingeben, um die Installation aus dem Netz zu starten. Debian-Nutzer verwenden nach der Anmeldung über su als Root die Befehlsfolge apt-get update && apt-get install inkscape. Bei Fedora melden Sie sich ebenfalls an der Konsole als Root an und geben yum install inkscape ein, um das Vektorzeichenprogramm einzurichten.

Vektorgrafik – die Grundlagen

Alle grafischen Objekte in Vektorgrafiken setzen sich aus geometrisch beschreibbaren Formen zusammen. Das hat zum Beispiel den Vorteil, dass man solche Bilder beliebig und ohne jeden Qualitätsverlust skalieren kann. Elegant geschwungene Formen erzeugt man mit so genannten Bezierkurven, die im Unterschied zu Pixelgrafiken bei diagonalen Linien oder Rundungen keinerlei "Treppchen" aufweisen. Zudem verbrauchen solche Grafiken deutlich weniger Speicherplatz.

Vektorgrafiken finden in vielen Bereichen Verwendung: im Logodesign etwa, bei der Gestaltung von Hintergrundgrafiken für Spiele oder bei der Illustration von Büchern. Grenzen finden Vektorzeichenprogramme wie Inkscape eigentlich nur in der Fantasie ihrer Benutzer. In der Version 0.45.1 kommt das Programm bereits dem Illustrator von Adobe nahe, wenngleich der Funktionsumfang der Open-Source-Variante noch nicht den des sündhaft teuren, kommerziellen Programms erreicht. Dennoch halten die Macher Inkscape bereits reif für den Produktiveinsatz, wie etwa eine spezielle Seite von Wikimedia mit zahlreichen Beispielen dokumentiert [3].

Neue Funktionen

Möchten Sie Inkscape von Grund auf kennen lernen, empfehlen wir Ihnen einen Artikel von Peter Kreußel [4]. Wir stellen hier die neue Version vor, die sich als Annäherung an kommerzielle Lösungen versteht, wenngleich der Termin für eine Version 1.00 von Inkscape noch in den Sternen steht. So geben sich die Entwickler vor dem möglichen großen Sprung zunächst – neben der Reparatur bekannter Fehler – mit zahlreichen Detailverbesserungen in den Funktionen sowie der Bildschirmdarstellung zufrieden [5]. Insgesamt präsentiert Inkscape sich bereits jetzt als ziemlich ausgereiftes Vektorzeichenprogramm, wie Abbildung 1 beweist.

Abbildung 1

Abbildung 1: Michael Grosberg zeigt in einer Beispieldatei von Inkscape, wozu das Vektorzeichenprogramm in der Lage ist.

Gaußscher Weichzeichner

In der neuen Version haben die Entwickler Inkscape einen Gaussian-Blur-Filter spendiert, den Sie über das Menü Objekt | Füllung und Kontur oder über [Umschalt]+[Strg]+[F] erreichen. Dort finden Sie den Schieberegler Weichzeichner, mit dem Sie das markierte Objekt manipulieren. Wichtig zu wissen: Der Effekt lässt sich jederzeit rückgängig machen, indem Sie den Regler einfach wieder auf 0,0 stellen. Zudem lässt sich das weich gezeichnete Objekt als Ganzes weiter bearbeiten – auch das ist ein Vorteil von Vektor- gegenüber Pixelgrafiken.

Die Qualität des Weichzeichners definieren Sie in den Inkscape-Einstellungen im Reiter Filter, den Sie über [Umschalt]+[Strg]+[P] erreichen. Dabei gilt es, eine Balance zwischen Einstellungsgüte und Arbeitsgeschwindigkeit zu finden.

Eine der beliebtesten Anwendungen für diesen Effekt stellt das Erzeugen von Objektschatten dar: Zeichnen Sie zum Beispiel einen Stern, duplizieren Sie ihn über [Strg]+[D] und weisen dem neuen Objekt die Farbe Black sowie über den Gaußschen Weichzeichner eine diffuse Kontur zu. Stellen Sie das Objekt über Objekt | Nach ganz unten absenken hinter das Ursprungsobjekt und versetzen Sie es ein wenig: Schon haben Sie einen guten Schatteneffekt.

Aktionen rückgängig machen

Neu in Inkscape ist auch die ausführliche Bearbeitungshistorie, die Sie im Menü Bearbeiten finden. Das Programm zeichnet nach dem Programmstart alle Aktionen auf (Abbildung 2). Sie können nun beliebige Punkte ansteuern und von diesem Punkt aus weiterarbeiten. Beachten Sie aber, dass alle Aktionen, die ursprünglich hinter diesem Punkt lagen, dann gelöscht werden.

Abbildung 2

Abbildung 2: Merkt sich alle Aktionen: Über die Bearbeitungshistorie kommen Sie zu jedem einzelnen Schritt zurück.

In der Praxis heißt das: Sie können einzelne Funktionen nach Lust und Laune ausprobieren, ohne dass zum Beispiel ein komplexes Objekt dauerhaft Schaden nimmt. Über die Historie kehren Sie einfach immer wieder an den Ausgangspunkt Ihrer Experimente zurück, um neue Versuche zu starten.

Knoten einfügen und bearbeiten

Jede geschlossene Form besteht im Prinzip aus einer durchgehenden Linie. Das bei Kindern so beliebte "Haus vom Nikolaus" ist ein anschauliches Beispiel dafür. Die Punkte, an denen sich die Richtung der Linie ändert, heißen in Inkscape Nodes (deutsch: "Knoten"). Ein Rechteck hat genau vier davon, ein Kreis per Definition unendlich viele. Alle diese Punkte lassen sich bearbeiten. Sie erzeugen damit in Inkscape aus einfachen Formen beliebig komplexe Objekte, die letztlich aber weiterhin nur aus einer einzigen Linie bestehen.

Erstellen Sie in Inkscape ein beliebiges Objekt, zum Beispiel wieder einen Stern, um diese Funktion auszuprobieren. Aktivieren Sie mit [F2] das Knotenwerkzeug. Sie sehen nun die beiden Knoten des Objekts: Der eine kontrolliert die äußere Kontur, der andere die innere. Mit diesen beiden Anfassern können Sie das Objekt bereits stark verfremden. Probieren Sie aus, was passiert, sobald Sie an den beiden Knoten ziehen.

Für unsere Versuche wählen Sie aber aus dem Menü Pfad zunächst die Funktion Schrumpfen. Dann sehen Sie, aus welchen Knoten Ihre Grafik besteht. An jedem einzelnen dieser Knoten können Sie nun mit der Maus ziehen und die Form des Objekts radikal verändern. Bewegen Sie die Maus über einen Knoten (er färbt sich dann rot) und drehen das Mausrad nach vorne, erzeugen Sie weitere Anfasser, mit denen Sie die Form modifizieren. Drehen Sie am Mausrad nach hinten, reduzieren Sie die Anzahl der Nodes.

Kalligraphie mit Inkscape

So widersinnig es klingt: Auch Ihr Computer beherrscht Kalligraphie, die Kunst des Schönschreibens von Hand [6]. Das Werkzeug dafür erreichen Sie über [Strg]+[F6]. Die Parameter, die die Form und das Verhalten der Linie beim Abbiegen definieren, sehen Sie in den Werkzeugeinstellungen unterhalb der Menüleiste. Ausdünnung zum Beispiel ist für unterschiedlich dicke Linien zuständig. Die entstehen, indem Sie die Maus in unterschiedlicher Geschwindigkeit über das "Blatt" bewegen. Winkel definiert den Ansatzwinkel des (virtuellen) Stifts und stellt einen der wichtigsten Parameter beim kalligrafischen Arbeiten dar. Die Fixierung legt fest, wie sich der Stift beim Malen verhält: Ein Wert von 1,00 bedeutet, dass er seinen Winkel beibehält, der Wert 0,00 dagegen heißt, dass er sich mit der Linie mitdreht. Für den Verlauf der Linie hat das deutlich sichtbare Auswirkungen, wie Abbildung 3 zeigt.

Abbildung 3

Abbildung 3: Zweimal Kalligraphie: Oben mit einer Fixierung von 1, unten mit dem Fixierungswert 0.

Einer besonders natürlichen Pinselführung dient der Parameter Zittern, der eine unruhige Armbewegung simuliert. Setzen Sie ihn aber sparsam ein, sonst sieht Ihre "Schönschrift" aus wie der Ausschlag eines Erdbebenmessgeräts.

Wirklich neu ist beim Kalligraphie-Werkzeug nur die Einstellung für die Linienenden. Ein Wert von 0 bedeutet, dass die Linie flach endet. Der Wert 1 setzt am Anfang und Ende der Linie eine kleine, halbkreisförmige Kappe auf; der Maximalwert 5 schließlich macht aus dem Halbkreis eine langgezogene Ellipse.

Auch die Möglichkeiten der Dateneingabe haben sich verändert: So ändern Sie Werte nicht mehr nur über Pfeiltasten und Tastatur; klicken Sie mit der rechten Maustaste in ein Wertefeld, schlägt Ihnen Inkscape nun auch über diesen Weg unterschiedliche Standardwerte für die Strichgestaltung vor.

Umrisse anzeigen

Normalerweise haben Sie es bei Objekten in Inkscape mit sichtbaren Linien und Füllungen zu tun – ganz einfach deshalb, weil Sie dann direkt sehen, was Sie machen. Arbeiten Sie mit vielen Objekten, behindert diese Ansicht aber mitunter, weil Sie die Grenzen der Formen nicht mehr erkennen. Für diesen Fall bietet Inkscape einen Anzeigemodus namens Umriss an, den Sie über das Menü Ansicht oder die Tastenkombination [Strg]+[Num-5] erreichen. Dann stellt Inkscape Objekte ungeachtet der tatsächlichen Eigenschaften als Umrisse dar. Haben Sie beispielsweise ein Objekt ohne Füllung und Linienattribute definiert, um einen bestimmten Bereich Ihres Bildes abzudecken, sehen Sie es über diese Funktion wieder und können es leichter verschieben oder weiterbearbeiten. Die Umrisse bieten aber noch einen weiteren Vorteil: Arbeiten Sie mit komplexen Grafiken und Farbverläufen, beschleunigt diese Ansicht den Bildaufbau.

Objekte am Pfad ausrichten

Vielseitige Möglichkeiten beschert die neue Funktion Muster entlang Pfad, die Sie im Menü Effekte | Aus Pfad erzeugen finden. Damit richten Sie ein Objekt (in Abbildung 4 den Stern) an einem anderen Objekt aus (im Bild die Kugel). Wählen Sie für den Effekt bei Kopien des Musters Repeated und als Deformationstyp Ribbon. Das Ergebnis: Mit nur einem Stern erzeugen Sie einen effektvollen Sternenhaufen. Wichtig ist dabei, welches Objekt Sie zuerst markieren: Das zuerst markierte richten Sie am zweiten aus. Kehren Sie die Reihenfolge um, verändern sich auch die Objektbezüge.

Abbildung 4

Abbildung 4: Mit einer neuen Erweiterung richten Sie Objekte ohne viel Arbeit aneinander aus. Der Effekt ist beeindruckend.

Die Ausrichtung an Pfaden funktioniert auch mit Gruppen von Objekten, die Sie über Objekt | Gruppieren oder [Strg]+[G] vorher zusammengefügt haben. Ebenfalls interessant ist das Ausrichten von Schriften an Pfaden. Dazu erstellen Sie sich einen beliebigen Schriftzug und wandeln diesen über Pfad | Objekt in Pfad umwandeln um. Erstellen Sie dann eine geschwungene Kurve. Dazu aktivieren Sie über [Umschalt]+[F6] zunächst das Bezierwerkzeug. Klicken Sie dann einmal mit der linken Maustaste ins Arbeitsfenster. Drücken Sie bei gehaltener Maustaste die Tasten [Umschalt]+[Strg], um eine gerade, waagerechte Linie zu erzeugen. Ziehen Sie mit gedrückter Maustaste diese Linie auf, lassen Sie die Maustaste los und doppelklicken Sie am Ende. Rufen Sie nun über [F2] das Werkzeug zum Bearbeiten der Linie auf. Markieren Sie mit der Maus einen der Endpunkte, sodass er sich erst rot und dann blau verfärbt. Mit gedrückter linker Maustaste ziehen Sie nun die Linie in eine Kurvenform. Über die Anfasser optimieren Sie die Kurve anschließend noch weiter.

Markieren Sie nun zuerst den Schriftzug und danach die Kurve. Wählen Sie aus dem Menü Effekte | Aus Pfad erzeugen | Muster entlang Pfad. Stellen Sie die Option Single stretched ein, erzeugt Inkscape nur eine einzige Kopie, die zudem der Länge der Kurve entspricht. Die Option Ribbon sorgt dafür, dass sich die Buchstaben aufrecht an der Kurve ausrichten, die Option Snake dagegen schmiegt die Grundlinie der Zeichen an die Kurve an (Abbildung 5).

Abbildung 5

Abbildung 5: Tolle Schrifteffekte ohne Aufwand: Oben sehen Sie den Originalschriftzug, unten den Ausrichtungspfad. Dazwischen die Schrift mit der Option Ribbon, darunter mit der Option Snake am Pfad ausgerichtet.

Farbeffekte hinzufügen

Ebenfalls neu in Inkscape 0.45 sind die Farbeffekte, die Sie folgerichtig im Menü Effekte | Farbe finden. Damit verändern Sie quasi im Handstreich Füllungen, Striche und Füllmuster ohne großen Aufwand, aber dennoch mit zahlreichen Optionen (Abbildung 6).

Abbildung 6

Abbildung 6: Mit den neuen Farbeffekten bleibt Ihnen das mühsame Suchen in den Untermenüs erspart. Stattdessen ändern Sie die Objektfarben auf Knopfdruck.

Änderungen an Farbton, Helligkeit oder Sättigung der Farben (HSL) nimmt Inkscape in Fünf-Prozent-Schritten vor. Wählen Sie die Effekte Heller oder Dunkler, geht es im Abstand von zehn Prozent nach oben oder unten. Alle anderen Effekte machen das, was der Name signalisiert: Blau entfernen zum Beispiel oder Negativ, der ein Objekt in Komplementärfarben einfärbt.

Fazit

Das Vektorzeichenprogramm Inkscape präsentiert sich wohltuend funktional und vielseitig. Auch wenn es noch nicht den vollständigen Funktionsumfang seiner kommerziellen Mitbewerber erreicht – für die meisten Aufgaben im professionellen Grafikumfeld eignet Inkscape sich schon jetzt. Die Neuerungen der Version 0.45.1 ergänzen die Anwendung sinnvoll, sodass es bereits jetzt eine Freude ist, damit zu arbeiten. Und die Entwicklung geht weiter: Die Version 0.46 steht bereits vor der Tür.

Blitzworkshop "Komplexe Formen"

Eine der Stärken von Vektorprogrammen ist das Erzeugen komplexer Formen. Wie Sie das mit den Knoten und Anfassern in Inkscape erledigen, haben Sie bereits im Abschnitt "Knoten einfügen und bearbeiten" lesen können. Wir zeigen Ihnen am Beispiel des Etiketts aus Abbildung 7 einen zweiten, sehr einfachen Weg.

Ziehen Sie zunächst mit der Maus grob ein graues Rechteck auf. In der Werkzeugleiste stellen Sie bei B eine Breite von 600 und bei H eine Höhe von 200 ein. Füllen Sie das Rechteck über die entsprechende Schaltfläche am Fuß des Arbeitsfensters mit 80% Gray.

Als nächstes erstellen Sie einen perfekten Kreis. Wählen Sie dazu das Ellipsenwerkzeug über [F5], halten Sie [Umschalt] und [Strg] gedrückt und ziehen Sie mit der Maus irgendwo im Arbeitsfenster einen Kreis auf. Markieren Sie den Kreis und wählen Sie über die Werkzeugleiste eine Breite und Höhe von jeweils 300.

Richten Sie nun beide Objekte aneinander aus. Drücken Sie dafür [Strg]+[A] – damit markieren Sie alle Objekte einer Seite. Wählen Sie dann aus dem Menü Objekt die Funktion Ausrichten und Abstände ausgleichen. Klicken Sie nacheinander auf die Symbole für Vertikal zentrieren und Horizontal zentrieren – die Direkthilfe beim Überfahren der Symbole hilft Ihnen beim Finden dieser Funktionen. Danach schließen Sie den Dialog.

Nun verschmelzen Sie die beiden bis hierher selbständigen Objekte miteinander. Wählen Sie dazu das Menü Pfad | Vereinigung. Nun haben Sie nur noch ein Objekt. Duplizieren Sie dieses Objekt über die Tastenkombination [Strg]+[D]. Da die neue Form genau über der alten liegt, erkennen Sie sie vorerst nicht. Weisen Sie ihr daher eine andere Farbe zu, zum Beispiel 10% Gray. Wählen Sie nun aus dem Menü Pfad die Funktion Schrumpfen. Damit verkleinern Sie das oben liegende Objekt mittig und passgenau, so dass sich ein kleiner Rand abzeichnet. Wiederholen Sie diesen Schritt solange, bis der Rand proportional stimmt. Das funktioniert laut Menüeintrag auch über die Tastenkombination [Strg]+[)], in der Praxis stand dieser Weg allerdings nicht zur Verfügung.

Der Rest ist Kür: Wir haben zunächst die dunkle Hintergrundform über [Strg]+[D] dupliziert, mithilfe der Pfeiltasten ein wenig gegenüber dem Original versetzt und dann – wie im Abschnitt "Gaußscher Weichzeichner" beschrieben – unscharf und halbtransparent gestellt. So erreichen wir den Schatteneffekt. Danach haben wir den Schriftzeug in Rot eingefügt, dupliziert, mit einer hellen Farbe versehen und ebenfalls über die Funktion Schrumpfen verändert. Das Ergebnis sehen Sie in Abbildung 7.

Abbildung 7

Abbildung 7: Eine Sache von wenigen Handgriffen: Mit Inkscape lassen sich komplexe Formen ohne großen Aufwand realisieren.

Infos

[1] Webseite von Inkscape: http://www.inkscape.org

[2] Suchmaschine RPM.pbone.net: http://rpm.pbone.net

[3] Inkscape produktiv: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Created_with_Inkscape

[4] Inkscape-Workshop: Peter Kreußel, "Elektronische Zeichenfeder", LinuxUser 05/2005, S. 53, http://www.linux-user.de/ausgabe/2005/05/053-inkscape/

[5] Details zu den Änderungen der Version 0.45.1: http://wiki.inkscape.org/wiki/index.php/ReleaseNotes045

[6] Wikipedia zu Kalligraphie: http://de.wikipedia.org/wiki/Kalligraphie

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