Neue Funktionen

Möchten Sie Inkscape von Grund auf kennen lernen, empfehlen wir Ihnen einen Artikel von Peter Kreußel [4]. Wir stellen hier die neue Version vor, die sich als Annäherung an kommerzielle Lösungen versteht, wenngleich der Termin für eine Version 1.00 von Inkscape noch in den Sternen steht. So geben sich die Entwickler vor dem möglichen großen Sprung zunächst – neben der Reparatur bekannter Fehler – mit zahlreichen Detailverbesserungen in den Funktionen sowie der Bildschirmdarstellung zufrieden [5]. Insgesamt präsentiert Inkscape sich bereits jetzt als ziemlich ausgereiftes Vektorzeichenprogramm, wie Abbildung 1 beweist.

Abbildung 1: Michael Grosberg zeigt in einer Beispieldatei von Inkscape, wozu das Vektorzeichenprogramm in der Lage ist.

Gaußscher Weichzeichner

In der neuen Version haben die Entwickler Inkscape einen Gaussian-Blur-Filter spendiert, den Sie über das Menü Objekt | Füllung und Kontur oder über [Umschalt]+[Strg]+[F] erreichen. Dort finden Sie den Schieberegler Weichzeichner, mit dem Sie das markierte Objekt manipulieren. Wichtig zu wissen: Der Effekt lässt sich jederzeit rückgängig machen, indem Sie den Regler einfach wieder auf 0,0 stellen. Zudem lässt sich das weich gezeichnete Objekt als Ganzes weiter bearbeiten – auch das ist ein Vorteil von Vektor- gegenüber Pixelgrafiken.

Die Qualität des Weichzeichners definieren Sie in den Inkscape-Einstellungen im Reiter Filter, den Sie über [Umschalt]+[Strg]+[P] erreichen. Dabei gilt es, eine Balance zwischen Einstellungsgüte und Arbeitsgeschwindigkeit zu finden.

Eine der beliebtesten Anwendungen für diesen Effekt stellt das Erzeugen von Objektschatten dar: Zeichnen Sie zum Beispiel einen Stern, duplizieren Sie ihn über [Strg]+[D] und weisen dem neuen Objekt die Farbe Black sowie über den Gaußschen Weichzeichner eine diffuse Kontur zu. Stellen Sie das Objekt über Objekt | Nach ganz unten absenken hinter das Ursprungsobjekt und versetzen Sie es ein wenig: Schon haben Sie einen guten Schatteneffekt.

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